Im 19. Jahrhundert war die Arbeit in den Werkstätten und Betrieben lebensgefährlich. Ungeschützte Maschinen verursachten schwere und oftmals tödliche Unfälle, und niemand konnte helfen. Einen Rettungsdienst im heutigen Sinne gab es nicht. Im Jahr 1888 haben sechs Berliner Zimmerleute dann die Initiative ergriffen und gegen viele Widerstände den ersten "Lehrkursus über die Erste-Hilfe bei Unglücksfällen" durchgesetzt. Sie sind nicht nur die Gründerväter des heutigen ASB, sondern haben auch der Notfallrettung in Deutschland wesentliche Impulse gegeben.
Doch die Samariter konzentrierten sich nicht nur auf die Verbesserung der Notfallrettung und die Durchführung von Sanitätsdiensten. Als Folge des 1. Weltkrieges herrschten in vielen Regionen Deutschlands extreme Wohnungsnot und Hunger. Die medizinische Versorgung brach völlig zusammen. Da Infektionskrankheiten grassierten und es nicht einmal Milch für Säuglinge und Kleinkinder gab, organisierten die Samariter "Kinderverschickungen": Bis zu drei Monate konnten sich die Kinder bei Pflegeeltern oder in ASB-Kinderheimen erholen. Als in der eisigen Kälte des Winters 1923/24 die Menschen auch in anderen Gebieten hungern und frieren mussten, verteilte der ASB Lebensmittel und Kleidung an die besonders Bedürftigen.
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