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Die Geschichte des Arbeiter-Samariter-Bundes

Im 19. Jahrhundert war die Arbeit in den Werkstätten und Betrieben lebensgefährlich. Ungeschützte Maschinen verursachten schwere und oftmals tödliche Unfälle, und niemand konnte helfen. Einen Rettungsdienst im heutigen Sinne gab es nicht.


Im Jahr 1888 haben sechs Berliner Zimmerleute dann die Initiative ergriffen und gegen viele Widerstände den ersten "Lehrkursus über die Erste-Hilfe bei Unglücksfällen" durchgesetzt. Sie sind nicht nur die Gründerväter des heutigen ASB, sondern haben auch der Notfallrettung in Deutschland wesentliche Impulse gegeben.


Doch die Samariter konzentrierten sich nicht nur auf die Verbesserung der Notfallrettung und die Durchführung von Sanitätsdiensten. Als Folge des 1. Weltkrieges herrschten in vielen Regionen Deutschlands extreme Wohnungsnot und Hunger. Die medizinische Versorgung brach völlig zusammen. Da Infektionskrankheiten grassierten und es nicht einmal Milch für Säuglinge und Kleinkinder gab, organisierten die Samariter "Kinderverschickungen": Bis zu drei Monate konnten sich die Kinder bei Pflegeeltern oder in ASB-Kinderheimen erholen. Als in der eisigen Kälte des Winters 1923/24 die Menschen auch in anderen Gebieten hungern und frieren mussten, verteilte der ASB Lebensmittel und Kleidung an die besonders Bedürftigen.


Weil der ASB in den Folgejahren immer wieder laut seine Stimme als Anwalt der Schwachen und Benachteiligten erhob, wurde er 1933 von der Nationalsozialistischen Regierung verboten. Alle 1800 ASB-Kolonnen mussten sich auflösen, sämtliches Eigentum wurde beschlagnahmt. Während der ASB in den von den Westalliierten besetzten Gebieten schon 1945 an einigen Orten wieder arbeiten und sich zu einer der größten Hilfs- und Wohlfahrtsorganisationen entwickeln konnte, blieb er in der sowjetisch besetzten Zone und auch später in der DDR verboten. Aber schon bald nach der Maueröffnung 1989 war der ASB in Ostdeutschland an vielen Orten (wieder) präsent - mit weitaus mehr Diensten als vor dem Krieg.

In den letzten Jahren hat sich der ASB in ganz Deutschland zu einer modernen Hilfs- und Wohlfahrtsorganisation herausgebildet, die mit ihren vielfältigen Diensten und Einrichtungen allen Menschen die Hilfe anbietet, die sie brauchen.

 
 
 

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  ILLUSTRIERTE GESCHICHTE
 

Die "Illustrierte Geschichte des Arbeiter-Samariter- Bundes" beleuchtet auf 229 Seiten anhand ausgewählter Ereignisse und Fotos das Wirken des ASB von 1888 bis 1998.


Das Buch kann im ASB-Versand für 14,09 Euro zzgl. Versandkosten bestellt werden.

 
  DAS ASB-ARCHIV
 

Historisch Interessierte können sich bei allen Fragen zur Geschichte des ASB an das ASB-Archiv wenden. Es ermöglicht  u.a. Einsicht in historische Materialien und stellt Fotos sowie Akten digital zur Verfügung. mehr...

 
  WENN SIE MEHR WISSEN WOLLEN
 
1888 bis 1914: Von der Gründung bis zum ersten Weltkrieg
1919 - 1933: Die Weimarer Republik
1945 bis 1989: Der ASB in Westdeutschland
Von 1989 bis heute: Der ASB nach dem Mauerfall