Herr Meyer, der ASB baut in Haiti Schulen. Warum?
Meyer: Bisher fand der Unterricht meist in Baracken statt, die aus Holz und Plastikplanen gezimmert waren. Mittlerweile hat der ASB drei Schulen in Petit-Goâve errichtet, zwei weitere sind in Planung. Bildung wird jetzt für mehr Menschen zugänglich. Wir verbinden große Hoffnung mit diesem Projekt, denn Bildung ist die Basis für Fortschritt.
Warum ist die Hilfe in den ländlichen Regionen so wichtig?
Meyer: Die Gebiete, in denen wir Schulen bauen, liegen in den Bergen. Hilfe von Außen erreicht die Menschen hier im Katastrophenfall meist später als in den großen Städten. Durch unser Projekt leisten wir Hilfe zur Selbsthilfe.
Wie sehen diese Schulen aus?
Meyer: Unsere Schulen haben ein Betonfundament und sind erdbeben- und sturmsicher gebaut. Sie wurden in Kooperation mit den lokalen Behörden geplant und dem haitianischen Baustil angepasst. Die Schulen verfügen über drei Klassenräume, die im Katastrophenfall auch als Notunterkünfte dienen können. Außerdem wurden die Klassen mit Schulbänken und Tischen eingerichtet, die in unserer ASB-Werkstatt hergestellt wurden.
Was haben diese Schulen mit Katastrophenvorsorge zu tun?
Meyer: Wir verfolgen einen nachhaltigen Ansatz, indem wir Katastrophenprävention in die Schulen bringen. Denn Kinder und Jugendliche tragen ihr Wissen in ihre Familien weiter. Zurzeit bilden ASB-Mitarbeiter einzelne Lehrer an 250 Schulen aus, die die Schüler, Kollegen und Eltern trainieren. Zusätzlich stellt der ASB Kontakt zu Gemeindevertreter her, so dass Evakuierungspläne erarbeitet werden können.
Wie wurde der Schulbau realisiert?
Meyer: Wir sind möglichst praxisbezogen vorgegangen. Ein wichtiger Aspekt war die Ausbildung von Handwerkern in sicheren Bautechniken. Wir haben sie über neue Methoden aufgeklärt, etwa darin wie man Gebäude ohne großen Aufwand sicherer machen kann. Denn schon kleine Veränderungen bewirken viel.
Können Sie uns ein Beispiel nennen?
Meyer: Alles, was wir hier machen reduziert ein bisschen das Risiko. Es gibt z.B. eine Möglichkeit durch Metallbänder die Häuser zu sichern. Diese Bänder verhindern, dass die Balken vom Sturm abgerissen werden. Zwar kann das Dach wegfliegen, doch die Struktur des Hauses und der gesamte Dachstuhl bleiben bestehen. Diese Methode zeigt überall, wo wir sie anwenden große Erfolge.
Erreicht der ASB die Haitianer mit seinem Ansatz?
Ja, die Menschen setzen diese neue Information wirklich um. Und das ist unsere Aufgabe hier in Haiti: in erster Linie wollen wir den Menschen das Wissen beibringen, um sich selbst nachhaltig schützen zu können.
Der ASB wird weiterhin in der Region Schulen bauen und will bis Ende 2012 in Petit-Goâve 55.000 Schüler und Lehrer an 250 Schulen weiterbilden. Die Projekte werden finanziert durch Aktion Deutschland Hilft, die Deutsche Bank Stiftung und DIPECHO, das Amt für Katastrophenvorsorge der Europäischen Kommission.
Herr Meyer, der ASB baut in Haiti Schulen. Warum?
Meyer: Bisher fand der Unterricht meist in Baracken statt, die aus Holz und Plastikplanen gezimmert waren. Mittlerweile hat der ASB drei Schulen in Petit-Goâve errichtet, zwei weitere sind in Planung. Bildung wird jetzt für mehr Menschen zugänglich. Wir verbinden große Hoffnung mit diesem Projekt, denn Bildung ist die Basis für Fortschritt.
Warum ist die Hilfe in den ländlichen Regionen so wichtig?
Meyer: Die Gebiete, in denen wir Schulen bauen, liegen in den Bergen. Hilfe von Außen erreicht die Menschen hier im Katastrophenfall meist später als in den großen Städten. Durch unser Projekt leisten wir Hilfe zur Selbsthilfe.
Wie sehen diese Schulen aus?
Meyer: Unsere Schulen haben ein Betonfundament und sind erdbeben- und sturmsicher gebaut. Sie wurden in Kooperation mit den lokalen Behörden geplant und dem haitianischen Baustil angepasst. Die Schulen verfügen über drei Klassenräume, die im Katastrophenfall auch als Notunterkünfte dienen können. Außerdem wurden die Klassen mit Schulbänken und Tischen eingerichtet, die in unserer ASB-Werkstatt hergestellt wurden.
Was haben diese Schulen mit Katastrophenvorsorge zu tun?
Meyer: Wir verfolgen einen nachhaltigen Ansatz, indem wir Katastrophenprävention in die Schulen bringen. Denn Kinder und Jugendliche tragen ihr Wissen in ihre Familien weiter. Zurzeit bilden ASB-Mitarbeiter einzelne Lehrer an 250 Schulen aus, die die Schüler, Kollegen und Eltern trainieren. Zusätzlich stellt der ASB Kontakt zu Gemeindevertreter her, so dass Evakuierungspläne erarbeitet werden können.
Wie wurde der Schulbau realisiert?
Meyer: Wir sind möglichst praxisbezogen vorgegangen. Ein wichtiger Aspekt war die Ausbildung von Handwerkern in sicheren Bautechniken. Wir haben sie über neue Methoden aufgeklärt, etwa darin wie man Gebäude ohne großen Aufwand sicherer machen kann. Denn schon kleine Veränderungen bewirken viel.
Können Sie uns ein Beispiel nennen?
Meyer: Alles, was wir hier machen reduziert ein bisschen das Risiko. Es gibt z.B. eine Möglichkeit durch Metallbänder die Häuser zu sichern. Diese Bänder verhindern, dass die Balken vom Sturm abgerissen werden. Zwar kann das Dach wegfliegen, doch die Struktur des Hauses und der gesamte Dachstuhl bleiben bestehen. Diese Methode zeigt überall, wo wir sie anwenden große Erfolge.
Erreicht der ASB die Haitianer mit seinem Ansatz?
Ja, die Menschen setzen diese neue Information wirklich um. Und das ist unsere Aufgabe hier in Haiti: in erster Linie wollen wir den Mens
chen das Wissen beibringen, um sich selbst nachhaltig schützen zu können.
Der ASB wird weiterhin in der Region Schulen bauen und will bis Ende 2012 in Petit-Goâve 55.000 Schüler und Lehrer an 250 Schulen weiterbilden. Die Projekte werden finanziert durch
Aktion Deutschland Hilft, die
Deutsche Bank Stiftung und
DIPECHO, das Amt für Katastrophenvorsorge der Europäischen Kommission.