Nach eingehender Prüfung der Einsatzmöglichkeiten hat der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) die akute Einsatzbereitschaft für seine Helfer in Nicaragua und Honduras wieder aufgehoben. „Wir standen bereits kurze Zeit nach dem Beben in Kontakt zu den Kräften des chilenischen Katastrophenschutzes, um - wenn nötig - Hilfsmaßnahmen einzuleiten“, erklärt Dr. Jürgen Steidinger, Länderdirektor beim ASB Nicaragua.
In der Zwischenzeit erfolgte jedoch ein Hilfeersuchen von Seiten der chilenischen Regierung, demzufolge vor allem Experten im Bauingenieurwesen und technische Ausrüstung benötigt werden. „Die chilenische Regierung verfügt über ausreichende Ressourcen, um akute Nothilfemaßnahmen durchzuführen“, stellt Steidinger fest. Chile wird häufig durch Beben erschüttert. Es ist ein hochentwickeltes Land, das durch entsprechende Bauvorschriften und Rettungspläne auf Naturkatastrophen vorbereitet ist. Der ASB wird Partnerorganisationen von Aktion Deutschland Hilft (ADH) unterstützen, die bereits lange Jahre in Chile tätig sind.
Für Nicaragua und Honduras konnte bereits am Samstag Entwarnung gegeben werden. Das „Pacific Tsunami Warning Center“ hatte eine Tsunamiwarnung für den gesamten Pazifikraum herausgegeben. Die befürchtete Flutwelle blieb jedoch aus.
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