Der ASB-Bundesverband und sein Jugendverband, die Arbeiter-Samariter-Jugend (ASJ), bereiten die Gründung einer Initiative gegen sexualisierte Gewalt vor. Zu einem Impulsreferat lud der ASB-Arbeitskreis deshalb Gisela Braun von der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz des Landes NRW am 8. Juli 2010 in die Kölner Bundesgeschäftsstelle des ASB ein.
Die Expertin für Präventionsarbeit gegen sexualisierte Gewalt begrüßte die Gründung der ASB-Initiative. „Sexualisierte Gewalt darf in einem Verband und Verein kein Tabuthema sein. Denn Prävention bedeutet, Sprachlosigkeit zu überwinden“, erklärte Gisela Braun. „Wenn ein Verband offen mit dem Thema umgeht, trauen sich betroffene Kinder und Jugendliche oder Mitarbeiter und Freiwillige auch, sich an Vertrauenspersonen zu wenden.“
Die Initiative soll alle Bereiche des Verbandes erfassen, die mit Kinder- und Jugendarbeit bzw. -hilfe zu tun haben. Dem Arbeitskreis der Initiative gehören daher Referenten und Leiter der Kinder- und Jugendhilfe, der ASJ, der Freiwilligendienste, der Notfallvorsorge sowie der Auslandshilfe des ASB an. „Mit der Initiative möchten wir unsere Mitarbeiter und Freiwilligen für das Thema des sexuellen Missbrauchs sensibilisieren. Wir wollen im ASB den aktiven Kinder- und Jugendschutz verstärken und damit sexuell intendierte Übergriffe verhindern“, erklärt Gabriele Osing, Leiterin der Sozialen Dienste beim ASB-Bundesverband.
Der Arbeitskreis erstellt zurzeit Entwürfe für Leitlinien der zukünftigen Präventionsarbeit im Verband. „Diese sollen dann in allen Bereichen des ASB-Verbandes weiterentwickelt werden und uns als Handlungsplan für die nächsten Jahre dienen“, erläutert Gabriele Osing. Die ASB-Initiative mit dem Titel „wachSam“ wird im Herbst 2010 starten. |