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21. Juli 2010 ASB-Blog: Nach dem schweren Erdbeben - Neuanfang in Haiti |
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Das Erdbeben vom 12. Januar 2010 richtete verheerende Schäden in Haiti an. Der ASB startete unmittelbar nach der Katastrophe eine umfassende Hilfsaktion. Nach Abschluss der Nothilfe bündelt der ASB nun seine Kräfte in Petit-Goâve. Florian Meyer leitet dort seit Mai 2010 das ASB-Länderbüro und koordiniert den Wiederaufbau. In seinem Blog beschreibt er, wie die Hilfe voranschreitet und gewährt Einblicke in sein Leben als Helfer in Haiti.
Bau von Übergangshäusern in Haiti: Die ersten Hürden sind genommen |
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Petit-Goâve, 18. Juli 2010 - Anfang Juli ist unser Bauingenieur in Petit-Goâve eingetroffen. Sergio Tepedino wird den Bau der 300 Notunterkünfte koordinieren. Er hat langjährige Erfahrung in der Planung, Umsetzung und Kontrolle von Bauprojekten nach Naturkatastrophen. Unsere geplanten Übergangshäuser bieten fünf bis sechs Personen Schutz. Bei der Planung haben wir die örtlichen Lebensgewohnheiten und Bedürfnisse der Menschen berücksichtigt. Deshalb wurde auch eine Veranda eingeplant, die bei den hohen Temperaturen in Haiti unentbehrlich ist. Der überdachte Vorbau bietet den Familie Schatten und zusätzlichen Raum zum Arbeiten oder sogar zum Schlafen.
Doch zunächst musste Sergio das geplante Budget für die Übergangshäuser überarbeiten. Dies hängt zum einen damit zusammen, dass hier in Haiti die Preise für Baumaterial explosionsartig gestiegen sind. Ein weiteres Problem ist die Einfuhr von Waren. Denn in Haiti ist insbesondere Holz knapp und muss deshalb oft aus dem Ausland importiert werden. Einige Kollegen haben mir berichtet, dass ihre Container zum Teil bis zu drei Monaten im Zoll fest hingen. Wir mussten deshalb einen Weg finden, um einerseits die Baukosten zu senken, aber andererseits keine Kompromisse in Bezug auf die Größe oder Qualität der Häuser zu machen. Schließlich sollen so viele Menschen wie möglich ein stabiles Übergangshaus bekommen bis sie wieder ihre regulären, festen Häuser aufbauen können. |
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Außerdem gibt es seit kurzem eine Vorgabe der Vereinten Nationen (UN), die besagt, dass ein Übergangshaus nicht mehr als 1.800 US-Dollar kosten darf. Zugleich soll es aber mindestens 18 qm groß sein und dabei so robust gebaut sein, dass es mindestens drei Jahre hält. In einer Region wie Haiti, wo es immer wieder zu schweren Naturkatastrophen kommt, müssen die Häuser zudem auch Erdbeben- und Wirbelsturmsicher gebaut werden. Ganz schön viele Anforderungen, die da unter einen Hut gebracht werden mussten. Nach all diesen Abwägungen und einer intensiven Planungszeit haben wir jetzt ein gutes und praktikables Modell entwickelt. |
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Auch die letzten organisatorischen Fragen sind nun geklärt. Der ASB hat ein Materiallager in Petit-Goâve angemietet und die Ausschreibung für das Baumaterial der Häuser vorbereitet. Ich freu mich schon drauf, dass demnächst die Laster mit dem Material anrollen und wir endlich mit dem Bau beginnen können. |
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