Zivildienstleistender beim ASB-Mahlzeitendienst
ASB/W. Krüper
Mit Artikel 4 des deutschen Grundgesetz fing alles an: „Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst an der Waffe gezwungen werden.“ Dieser Grundsatz verpflichtete die deutschen Politiker bei der Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht 1956 darauf, auch eine zivile Alternative zum Dienst an der Waffe zu schaffen. Dieser „zivile Ersatzdienst“ wurde 1960 in Gesetzesform gebracht. Im darauf folgenden Jahr traten die ersten 340 anerkannten Kriegsdienstverweigerer ihren zwölfmonatigen Dienst an.
Vom "Drückeberger" zum "Heinzelmann"
Nachdem die Wehrdienstverweigerer zu Anfang in der Gesellschaft häufig als „Drückeberger“ verschrieen waren, entwickelte sich der „zivile Ersatzdienst“ schnell zu einem Angebot, das man im sozialen Bereich nicht mehr missen wollte. Die ersten Zivis betreuten und pflegten alte und kranke Menschen in Seniorenheimen und Krankenhäusern oder halfen bei der Versorgung und Förderung von Behinderten. Weil der Dienst an der Gesellschaft so gut ankam, wurde er in den 70er Jahren auf die Einsatzfelder Rettungsdienst, Krankentransport und Behindertenfahrdienste ausgeweitet. Auch in den Arbeitsbereichen „Essen auf Rädern“, im Mobilen Sozialen Hilfsdienst und in der Individuellen Schwerstbehindertenbetreuung leisteten die Zivis bald wertvolle Unterstützung. Die jungen Männer taten dabei nicht nur einen Dienst an der Gesellschaft, sie nutzten diese Zeit auch dazu, Erfahrungen zu sammeln, die ihre Persönlichkeitsentwicklung und die soziale Kompetenz förderte. Teilweise mit weitreichenden Konsequenzen: So haben viele von ihnen den sozialen Bereich als spannendes und bereicherndes Arbeitsfeld entdeckt und sich beruflich in diese Richtung weiterentwickelt.
Zivildienstleistende beim ASB
Beim ASB begannen die ersten Zivis im Jahr 1970. Danach wuchs das Engagement rasant: Von 49 engagierten jungen Männern im ersten Jahr verzwanzigfachte sich die Zahl bis 1980 auf über 1.000 Zivis und stieg weiter an auf über 5.000 Engagierte pro Jahr in den 90er Jahren. Bis zum März 2011 beschäftigte der ASB bundesweit über 78.000 junge Männer als Zivildienstleistende. Besonders häufig engagierten sich die jungen Männer bei der Pflege und Betreuung von alten, kranken, behinderten oder in anderer Weise hilfsbedürftigen Menschen, aber auch im Bereich mobile soziale Hilfen sowie im Krankentransport und im Unfallrettungsdienst.
Fazit einer Ära
Wenn nun am 16. Dezember 2011 die letzten Zivildienstleistenden ihre Einrichtungen verlassen, geht eine Ära zu Ende, von der alle ein wenig profitiert haben. Zum einen die 2,5 Millionen jungen Männer, die bundesweit bei verschiedenen Einrichtungen einen Einblick in eine andere Lebenswelt erhalten haben, der ihr Leben bereichert und manchmal auch in eine andere Richtung geführt hat. Die Einsatzstellen, die die Arbeitskraft und den frischen Wind der jungen Leute gut gebrauchen konnten. Und nicht zuletzt die vielen alten Menschen, Kranken, Kinder oder Menschen mit Handicap, die durch die Zivis vielfältige Hilfestellungen und Dienstleistungen erhalten haben, die ihnen das Leben oder das Lernen erleichtert und die Freizeit bereichert haben.
Mit Artikel 4 des deutschen Grundgesetz fing alles an: „Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst an der Waffe gezwungen werden.“ Dieser Grundsatz verpflichtete die deutschen Politiker bei der Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht 1956 darauf, auch eine zivile Alternative zum Dienst an der Waffe zu schaffen. Dieser „zivile Ersatzdienst“ wurde 1960 in Gesetzesform gebracht. Im darauf folgenden Jahr traten die ersten 340 anerkannten Kriegsdienstverweigerer ihren zwölfmonatigen Dienst an.
Vom "Drückeberger" zum "Heinzelmann"
Nachdem die Wehrdienstverweigerer zu Anfang in der Gesellschaft häufig als „Drückeberger“ verschrieen waren, entwickelte sich der „zivile Ersatzdienst“ schnell zu einem Angebot, das man im sozialen Bereich nicht mehr missen wollte. Die ersten Zivis betreuten und pflegten alte und kranke Menschen in Seniorenheimen und Krankenhäusern oder halfen bei der Versorgung und Förderung von Behinderten. Weil der Dienst an der Gesellschaft so gut ankam, wurde er in den 70er Jahren auf die Einsatzfelder Rettungsdienst, Krankentransport und Behindertenfahrdienste ausgeweitet. Auch in den Arbeitsbereichen „Essen auf Rädern“, im Mobilen Sozialen Hilfsdienst und in der Individuellen Schwerstbehindertenbetreuung leisteten die Zivis bald wertvolle Unterstützung. Die jungen Männer taten dabei nicht nur einen Dienst an der Gesellschaft, sie nutzten diese Zeit auch dazu, Erfahrungen zu sammeln, die ihre Persönlichkeitsentwicklung und die soziale Kompetenz förderte. Teilweise mit weitreichenden Konsequenzen: So haben viele von ihnen den sozialen Bereich als spannendes und bereicherndes Arbeitsfeld entdeckt und sich beruflich in diese Richtung weiterentwickelt.
Zivildienstleistende beim ASB
Beim ASB begannen die ersten Zivis im Jahr 1970. Danach wuchs das Engagement rasant: Von 49 engagierten jungen Männern im ersten Jahr verzwanzigfachte sich die Zahl bis 1980 auf über 1.000 Zivis und stieg weiter an auf über 5.000 Engagierte pro Jahr in den 90er Jahren. Bis zum März 2011 beschäftigte der ASB bundesweit über 78.000 junge Männer als Zivildienstleistende. Besonders häufig engagierten sich die jungen Männer bei der Pflege und Betreuung von alten, kranken, behinderten oder in anderer Weise hilfsbedürftigen Menschen, aber auch im Bereich mobile soziale Hilfen sowie im Krankentransport und im Unfallrettungsdienst.
Fazit einer Ära
Wenn nun am 16. Dezember 2011 die letzten Zivildienstleistenden ihre Einrichtungen verlassen, geht eine Ära zu Ende, von der alle ein wenig profitiert haben. Zum einen die 2,5 Millionen jungen Männer, die bundesweit bei verschiedenen Einrichtungen einen Einblick in eine andere Lebenswelt erhalten haben, der ihr Leben bereichert und manchmal auch in eine andere Richtung geführt hat. Die Einsatzstellen, die die Arbeitskraft und den frischen Wind der jungen Leute gut gebrauchen konnten. Und nicht zuletzt die vielen alten Menschen, Kranken, Kinder oder Menschen mit Handicap, die durch die Zivis vielfältige Hilfestellungen und Dienstleistungen erhalten haben, die ihnen das Leben oder das Lernen erleichtert und die Freizeit bereichert haben.