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ASB-Mehrgenerationenhäuser

ASB will Zukunft seiner Mehrgenerationenhäuser sichern

Zum Sommer 2011 beginnt das Bewerbungsverfahren für das neue Förderprogramm von Mehrgenerationenhäusern. An ihm werden sich auch die ASB-Mehrgenerationenhäuser beteiligen. Kritik übt der ASB-Bundesverband am Finanzierungskonzept des Bundesfamilienministeriums.

Lesepatenschaft im ASB-Mehrgenerationenhaus in Falkensee.
ASB/F. Zanettini

Zum Sommer 2011 können sich Mehrgenerationenhäuser um die Teilnahme an einem weiteren Förderprogramm bewerben. Denn für einige der 500 Einrichtungen endet das erste Förderprogramm bereits in diesem Jahr. An dem Bewerbungsverfahren werden auch die ASB-Mehrgenerationenhäuser teilnehmen. „Unsere acht Mehrgenerationenhäuser sind eine große Bereicherung für die Stadtteile, in denen sie stehen. Diese Erfolgsgeschichte möchten wir natürlich fortsetzen“, sagt Arnd Kortwig, Referent für Kinder- und Jugendhilfe beim ASB-Bundesverband.

Als problematisch sieht Kortwig das Finanzierungskonzept des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. So soll ein Mehrgenerationenhaus in Zukunft nur dann vom Bund einen jährlichen Zuschuss von 30.000 Euro erhalten, wenn es gewährleisten kann, dass seine Kommune 10.000 Euro beisteuert. „Arme Kommunen oder solche mit Haushaltssperre können diesen Zuschuss aber nicht leisten. Einige Länder haben schon signalisiert, dass sie nicht einspringen können“, sagt Kortwig. Er fordert deshalb von der Politik eine andere Lösung. „Es darf nicht von der Zahlungsfähigkeit oder Willkür einer Kommune oder Landes abhängen, ob ein Haus seine Arbeit fortsetzen kann. Vielmehr sollte von vorneherein klar sein, wer die 10.000 Euro Zuschuss zahlt.“

An dem dreijährigen Folgeprogramm können insgesamt 450 Mehrgenerationenhäuser teilnehmen. Auch Einrichtungen, die bisher noch nicht als Mehrgenerationenhaus gearbeitet haben, können sich bewerben. Inhaltlich hat das Bundesfamilienministerium neue Schwerpunkte gesetzt:

Alter und Pflege
Beratungsangebote für ältere Menschen, Pflegebedürftige und Demenzkranke und ihre Angehörigen

Integration und Bildung
Integrationsfördernde und bildungsunterstützende Angebote

Haushaltsnahe Dienstleistungen
Die Mehrgenerationenhäuser als Dienstleistungsdrehscheiben in der jeweiligen Standortkommune

Freiwilliges Engagement
Stärkere Vernetzung mit Einrichtungen und Initiativen wie Freiwilligenagenturen, Seniorenbüros und Jugendmigrationsdiensten

Astrid Königstein 18-04-2011

Wenn Sie mehr wissen möchten

Kontakt für dieses Thema

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Arnd Kortwig

       
Telefon (0221) 47 60 5-314