Schöne Pflanzen können giftig sein

Die Natur zeigt im Sommer ihre ganze Pracht mit saftigen Beeren, bunten Blumen und Blättern. Besonders Kleinkinder können dieser Versuchung kaum widerstehen – sie stecken neugierig alles in den Mund, was lecker aussieht. Doch viele Pflanzen sind unverträglich oder sogar giftig.

Besonders Kleinkinder stecken neugierig gern alles in den Mund was lecker aussieht.
Foto: ASB/P. Nierhoff

Natürlich ist es am besten, giftige Pflanzen gar nicht erst ins Haus zu bringen. Doch wer weiß schon hundertprozentig, was alles giftig ist. Informationen dazu erhalten Sie bei den Informationszentralen für Vergiftungen.

Eine Vergiftung erkennen

Die Symptome einer Vergiftung können unterschiedlich sein. Typisch sind:

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Müdigkeit, Erregungs- und Rauschzustände, Atem- und Kreislaufstörungen, Anzeichen eines Schocks, Bewusstseinsstörung oder Bewusstlosigkeit.

Was ist zu tun?

Wenn Ihr Kind oder Ihr Enkel Anzeichen einer Vergiftung zeigt kann es für den Arzt eine wichtige Information sein, welche Pflanze es gegessen hat und wie viel davon. Folgende Erstmaßnahmen können Sie selbst leisten:

Prüfen Sie die lebenswichtigen Funktionen: Ist das Kind bewusstlos? Atmet es? Wenn das Kind bei Bewusstsein ist, sollte es erst einmal beruhigt werden. Dann sollte es eine kleine Menge Wasser, Tee oder Saft in kleinen Schlucken trinken. Das hilft, die giftige Substanz schnell zu verdünnen. Zeigt das Kind keine der oben genannten Symptome oder sind Sie sich nicht sicher, ob es wirklich etwas Giftiges gegessen hat, rufen Sie die Informationszentrale für Vergiftungen an. Falls das Kind schwerwiegende Vergiftungsanzeichen zeigt, wählen Sie den Notruf unter 112. Dabei ist es wichtig, Alter und Gewicht des Kindes anzugeben. Handeln Sie entsprechend den Regeln für lebensrettende Sofortmaßnahmen.

Was schadet, was hilft?

Bei Vergiftungen sollte keine Milch getrunken werden, weil sie die Giftaufnahme durch den Darm beschleunigen kann. Das Kind sollte weder durch Reizung mit dem Finger noch durch Salzwasser zum Erbrechen gebracht werden. Stattdessen sollten Sie dem Kind medizinische Kohle als Compretten oder eine wässrige Lösung geben.

Jetzt den passenden Erste-Hilfe-Kurs in Ihrer Nähe finden

Wie fit sind Sie in Erster Hilfe? Frischen Sie doch Ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse in einem ASB-Verband in Ihrer Nähe mal wieder auf. Übrigens: ASB-Mitglieder erhalten jedes Jahr einen Erste-Hilfe-Kurs ihrer Wahl gratis. 

Erste-Hilfe-Tipps

Erste Hilfe-Kurse