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Häufig gestellte Fragen

Was Sie über den Bundesfreiwilligendienst wissen sollten

Sie haben noch Fragen? An dieser Stelle haben wir Ihnen die am häufigsten gestellten Fragen und deren Antworten zusammengetragen. Sollten Sie noch weitere Fragen haben, die hier nicht beantwortet werden, dann kontaktieren Sie uns bitte über die Seite Kontakt.

Wer kann einen BFD leisten?

Der Bundesfreiwilligendienst (BFD )ist generationenübergreifend angelegt. Das heißt, jeder Interessent ab 16 Jahren kann sich in diesem Freiwilligendienst engagieren. Geschlecht, Nationalität, Religion  oder die Art des Schulabschlusses spielen dabei keine Rolle. In der Regel wird der BFD in Vollzeit ganztägig geleistet, über 27-Jährige können ihn aber auch in Teilzeit mit mindestens 21 Stunden in der Woche absolvieren.

Wie lange dauert ein BFD?

In der Regel dauert ein BFD zwölf Monate. Ab sechs Monaten Dienstzeit wird Ihnen der Freiwilligendienst anerkannt. In Absprache mit Ihrer Einsatzstelle und dem Träger können Sie Ihren Einsatz bis auf 18 Monate verlängern. Erkundigen Sie sich bei der ASB-Einsatzstelle Ihrer Wahl, welche Möglichkeiten sie Ihnen anbieten kann.

Was bekomme ich dafür?

Sie erhalten ein monatliches Taschengeld, freie Verpflegung und Unterkunft oder Geldersatzleistungen. Sollte eine spezielle Arbeitskleidung erforderlich sein, dann stellt Ihnen diese Ihre Einsatzstelle zur Verfügung. Die Höhe des Auszahlungsbetrages ist regional unterschiedlich hoch. Auskünfte erteilen Ihnen die Einsatzstellen. 

Außerdem bekommen Sie einen Freiwilligenausweis. Mit diesem Ausweis können Sie Vergünstigungen im öffentlichen Personennahverkehr und bei einigen kulturellen Veranstaltungen/ Einrichtungen erhalten, wie sie auch Schülerinnen und Schülern, Auszubildenden, Studentinnen und Studenten gewährt werden. Dies ist jedoch regional unterschiedlich geregelt.

Hat der Freiwilligendienst Vorteile für meine berufliche Laufbahn?

Nutzen Sie den BFD, um Ihre Bewerbungschancen bei einer beruflichen Neuorientierung zu erhöhen! Außerdem wird ein Freiwilligendienst bei bestimmten sozialpflegerischen oder pädagogischen Ausbildungen als Vorpraktikum anerkannt und Sie dürfen, wenn Sie einen Freiwilligendienst geleistet haben, bei der Bewerbung um einen Studienplatz nicht benachteiligt werden. Wenn Sie also bereits wissen, was Sie nach Ihrem  Bundesfreiwilligendienst machen möchten, dann erkundigen Sie sich vorher bei der jeweiligen Ausbildungsstelle bzw. der Hochschule nach den Anerkennungsvoraussetzungen.

Habe ich auch einen Urlaubsanspruch?

Ja. Während des Freiwilligendienstes besteht bei einer Vollzeittätigkeit ein Urlaubsanspruch von mindestens 24 Werktagen (= 20 Arbeitstage), den Sie mit Ihrer Einsatzstelle abstimmen. Wird die Dauer des Dienstes verkürzt, so verringert sich auch der Urlaubsanspruch. Während festgelegter Fortbildungszeiten kann jedoch kein Urlaub genommen werden.

Bin ich bei meinem Bundesfreiwilligendienst versichert?

Während der BFD-Zeit sind Sie in der gesetzlichen Kranken-, Pflege-, Renten -, Arbeitslosen- und Unfallversicherung gemeldet, es besteht Versicherungspflicht. Die Beiträge übernehmen die Einsatzstellen.

Was muss ich als Rentner/in berücksichtigen?

Erhalten Sie bereits eine volle Altersrente, sind Sie in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungsfrei. Für Sie werden keine Beiträge gezahlt.

Wenn Sie den BFD leisten und bereits eine Altersrente als Vollrente vor Erreichen der Regelaltersgrenze bekommen, müssen Sie die Hinzuverdienstgrenzen beachten.

Auf weitere Besonderheiten ist zu achten, wenn Sie bereits Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit beziehen.

Unser Tipp: Bitte klären Sie vorab mit Ihrem Rentenversicherungsträger, inwieweit die Zahlungen aus dem Bundesfreiwilligendienst auf andere Leistungen angerechnet werden, zum Beispiel auf die Grundsicherung. 

Ich bin Bezieher von ALG II. Was muss ich wissen?

Zunächst ist die Teilnahme an einem Freiwilligendienst als wichtiger persönlicher Grund anzusehen, der der Ausübung einer Arbeit entgegensteht, so dass Sie während des Bezugs  von ALG II während des BFD nicht verpflichtet sind, eine Arbeit aufzunehmen. Wird der BFD in Teilzeit geleistet, prüft die zu­ständige Behörde allerdings, ob neben dem BFD die Aufnahme einer weiteren Beschäftigung zumutbar ist. 

In welcher Höhe das gezahlte Taschengeld und die Sachleistungen bzw. Geldersatzleistungen auf andere Leistungen angerechnet werden, erfahren Sie bei der für Sie zuständigen Behörde.

Ich will keine Bildungstage besuchen, kann ich trotzdem einen BFD machen?

Nein, das ist nicht möglich. Der Bundesfreiwilligendienst gehört zu den Bildungs- und Orientierungsdiensten und der Besuch von Bildungstagen (mindestens ein Tag pro Dienstmonat für über 27-Jährige) ist gesetzlich vorgeschrieben. Der Besuch der  Bildungstage gilt dabei als Arbeitszeit und ist verpflichtend. Sie sprechen aber Art und Umfang der Bildungstage mit Ihrer Einsatzstelle ab. Sind die Bildungstage einmal festgelegt, können Sie in dieser Zeit keine Urlaubstage nehmen.

Gibt es eine Bescheinigung oder ein Zeugnis?

Nach Ende Ihrer Freiwilligendienstzeit erhalten Sie von Ihrer Einsatzstelle eine Bescheinigung über die Dauer der abgeleisteten Zeit und ein qualifiziertes Zeugnis. Es informiert ausführlich über die Art Ihrer freiwilligen Tätigkeit.

Wie oft kann ich einen Freiwilligendienst machen?

Wenn Sie während Ihres weiteren Lebensweges gerne noch einmal eine Auszeit nehmen oder sich neu orientieren möchten, und Ihnen der Freiwilligendienst gut gefallen hat, können Sie alle fünf Jahre einen BFD leisten.

Wann startet ein BFD?

Die meisten Freiwilligen starten zwischen dem 1. August und dem 1. Oktober jeden Jahres.  Der ASB bietet Ihnen aber ganzjährig die Möglichkeit, einen Freiwilligendienst zu beginnen. Fragen Sie bitte Ihre Wunsch-Einsatzstelle bzw. den zuständigen Träger nach den nächstmöglichen Einstiegsterminen oder suchen Sie in unserem Freiwilligen-Stellenmarkt nach aktuellen Angeboten.

Wie kann ich mich bewerben?

Eine allgemeine Bewerbungsfrist gibt es beim ASB nicht. Bei uns können Sie sich direkt an die Einsatzstellen wenden. Rufen Sie einfach an! Das hat den Vorteil, dass Sie sofort erfahren, ob und ab wann ein freier Platz angeboten wird, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, wie viel Taschengeld Sie bekommen und an wen Sie sich mit Ihrer Anfrage  wenden können. Freie Freiwilligendienstplätze finden Sie aber auch in unserem Freiwillig-Aktiv-Stellenmarkt. Oder wenden Sie sich an die zuständigen Ansprechpartner bei unseren Landesverbänden.

Möglicherweise bietet man Ihnen einen „Schnuppertag“ beim ASB an. Diese Gelegenheit sollten Sie nutzen, um einen oder mehrere Einsatzbereiche kennen zu lernen. Das kann bei der Entscheidung für ein Einsatzfeld sehr hilfreich sein.

Werden Sie aktiv! Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.

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