ASB-Hilfsmissionen in Guatemala
Projektabschluss in Niger

ASB sorgt für Wasser und Weideflächen in Niger

In Niger wurde im Mai 2018 ein Projekt der ASB-Auslandshilfe nach zwei Jahren Laufzeit erfolgreich abgeschlossen. Mit Fördermitteln des Auswärtigen Amts konnten in der Region Tahoua zahlreiche Menschen mit Wasser, Arbeit und finanzieller Nothilfe versorgt werden.

Foto: @ASB/Desiree von Trotha

Die seit 2012 anhaltenden bewaffneten Konflikte in der Region zwangen über 150.000 Menschen zur Flucht in das angrenzende Niger, allein 2017 kamen rund 57.000 Menschen aus Mali. Das ASB-Projekt soll die Aufnahmeregionen Tilia und Tassara unterstützen, den verstärkten Zuzug zu bewältigen.

Zur Stärkung der Infrastruktur wurden zehn Brunnen gegraben, die die Menschen und ihre Weidetiere mit Wasser versorgen. Die zentrale Rolle vom Zugang zu Wasser betont der Hirte Ibrahim Mohamed: „In dieser Region bedeutet Wasser Leben. Der neue Brunnen in Touloukamest erspart uns eine Reise von 40 Kilometern, wofür wir sehr dankbar sind.“

Weide statt Wüste: Wie die Versandung von Weideflächen gestoppt wird

Neben der Wasserversorgung sind Weideflächen für Tiere der Viehhirten von entscheidender Bedeutung. Niger leidet unter langen Dürreperioden, die Wüste rückt immer weiter vor ins Landesinnere und zerstört dabei landwirtschaftliche Flächen. Um diesen Prozess aufzuhalten, hat der ASB das Projekt „Cash for Work“ ins Leben gerufen. Rund 2.000 Menschen, sowohl Geflüchtete wie auch Ansässige der Region, haben über 200.000 halbrunde Saatlöcher (sogenannte „Halbmonde“) angelegt und darin dürreresistentes Saatgut ausgebracht. In diesen Saatlöchern kann sich das rare Regenwasser in der Regenzeit sammeln wodurch ein Aufgehen des Saatgutes gewährleistet wird.  Dem weiteren Vorrücken der Wüste kann hier somit Einhalt geboten werden. Mit dieser Maßnahme wurden Arbeitsplätze geschaffen und langfristig in die Infrastruktur des Landes investiert.

Ein weiterer Baustein des Projekts ist die Vergabe von Bargeld an Bedürftige, die durch Krankheit und Dürre bedroht sind. Hirten sind durch solche Schicksalsschläge häufig gezwungen, Tiere ihrer Herden zu schlachten, was ihnen langfristig die Lebensgrundlage entzieht. Mit diesen Bargeldtransfers  können sie solche Engpässe überbrücken und so eine nachhaltige und langfristig orientierte Wirtschaftsweise betreiben.