ASB-Hilfsmissionen in Guatemala
Hilfe für Menschen in Not

Neues von der ASB-Hilfe auf dem Balkan

In Serbien, Mazedonien, in Bosnien-Herzegowina und im Kosovo ist der ASB aktiv für Menschen in Not, für Rückkehrer und ihre Wiedereingliederung. Hier erfahren Sie Aktuelles aus unseren Projekten.


Aktuelle Neuigkeiten aus der ASB-Auslandshilfe finden Sie ab sofort hier.


Ein Mann füttert Fische in einem Aufzuchtbecken

Im Rahmen des Programms zur Förderung sozialen Unternehmertums hat diese Familie eine Fischzucht gegründet.

Foto: ASB SEE / UNOPS / Igor Pavićević

17. März 2016: Neustart für Familien, die beim Hochwasser 2014 ihre Existenz verloren haben

Die Wiederaufbauhilfe nach dem schweren Hochwasser auf dem Balkan 2014 geht weiter. Neben dem Wiederaufbau von Häusern setzt der ASB sich in Serbien vor allem auch für einen wirtschaftlichen Neustart der Betroffenen ein. Familien, die durch die Überschwemmungskatastrophe ihre gesamte Existenzgrundlage verloren haben, können sich beim ASB um Starthilfen für kleine oder mittlere Unternehmensgründungen bewerben.

In insgesamt neun Gemeinden unterstützt der ASB die Familien bei der Gründung der Unternehmen, die es ihnen ermöglichen, den Unterhalt für ihre Familien in Zukunft wieder selbst zu erwirtschaften. Zu den Starterpakten gehört neben Schulungs- und Mentoringprogrammen auch die Anschubfinanzierung für den Kauf von Materialien.

Nachdem in der ersten Wiederaufbauphase 174 Familien unterstützt wurden, können mit dem neuen Projekt 95 kleine und 55 mittlere Unternehmensgründungen unterstützt werden.

Möchten Sie uns helfen, weiteren Familien einen Neustart zu ermöglichen? Dann spenden Sie jetzt! 

Ein Mann erntet Salat in einem Gewächshaus

Diese Familie hat mit der ASB-Anschubfinanzierung ein Gewächshaus und Saatgut gekauft. Sie betreibt nun sehr erfolgreich eine kleine Gärtnerei.

Foto: ASB SEE / UNOPS / Igor Pavićević

9. März 2016: Mentoring-Programm des IRIS-Netzwerks

Das IRIS Netzwerk bietet einen Mentoren-Programm an. Sowohl zehn Nichtregierungsorganisationen, die zurzeit daran arbeiten, qualitative Managementzertifikate zu erwerben, als auch 15 Organisationen, die ihre bestehenden Sozialen Dienste lizenzieren lassen wollen, können dieses Mentoren-Programm nutzen.

Nachdem einige Länder im Südosten Europas Qualitätsstandards für Soziale Dienste eingeführt und verabschiedet haben, fehlen vielen Nichtregierungsorganisationen (NRO) die nötigen Ressourcen, um die Dokumente bereitzustellen, die für die Erfüllung der Standards notwendig sind. Die Lizensierung ist eine Voraussetzung dafür, öffentliche Gelder für die Finanzierung nutzen zu können. Darüber hinaus werden die NRO nicht als gleichberechtigter Partner angesehen, wenn sie nicht in der Lage sind, die Standards, die für die Lizensierung gebraucht werden, zu erfüllen. Dieser Umstand beeinflusst den staatlich- und zivilgesellschaftlichen Dialog auf allen Ebenen und schadet der Legitimität, Transparenz und Verantwortung von NRO, die soziale Dienste anbieten. 

Zerstörtes Wohnzimmer

Noch immer leben in der serbischen Gemeinde Obrenovac viele Familien in Behelfsunterkünften. Das Hochwasser im Mai 2014 hat ihre Häuser und Wohnungen unbewohnbar gemacht. Der ASB hilft beim Wiederaufbau.

Foto: ASB SEE

24. Februar 2016: Wiederaufbau nach dem Hochwasser in Obrenovac

Im Mai 2014 zerstörte ein schweres Hochwasser weite Teile von Serbien sowie Bosnien und Herzegowina. Der ASB setzte sein FAST-Team ein und hilft seither beim Wiederaufbau in den besonders stark zerstörten Regionen. In einigen Gemeinden kann der Wiederaufbau erst jetzt richtig starten, da die Aufräumarbeiten und juristische Fragen sich länger hinzogen. In Obrenovac zum Beispiel wird der ASB 167 Häuser instand setzen, die seit dem Hochwasser unbewohnbar waren. Die Instandsetzungsarbeiten sollen in 120 Tagen abgeschlossen sein, so dass die Familien noch vor dem Herbst einziehen können. Weitere 165 Familien wurden bereits für den zweiten Projektabschnitt ausgewählt. Die Arbeiten an ihren Häusern beginnen Mitte April 2016.

Insgesamt sieht das aktuelle Projekt Wiederaufbauhilfen für 475 Familien vor, deren Häuser oder Wohnungen so stark beschädigt wurden, dass sie unbewohnbar geworden sind. Weitere 15 Familien, deren Häuser oder Wohnungen vom Wasser oder Landrutschen komplett vernichtet wurden, bekommen vom ASB kleine Fertighäuser sowie eine Grundausstattung an Möbeln.

Damit die Familien sich in Zukunft wieder selbst versorgen und ihren Lebensunterhalt verdienen können, hat der ASB 150 Startpakete für kleine und mittlere Familienbetriebe ausgelobt. Die Jungunternehmer bekommen Startkapitel sowie Kurse in Unternehmensgründung oder Unternehmenswiederaufbau, so dass sie sich selbst und möglichst sogar andere beschäftigen und bezahlen können.

Gruppenfoto

Ein neues Trainingsprogramm fördert Mitarbeiter aus Organisationen des "IRIS-Netzwerks".

Foto: ASB SEE

17. Februar 2016: Trainings für NGO-Mitarbeiter im Westbalkan

Ein neues Trainingsprogramm fördert Mitarbeiter aus Organisationen des "IRIS-Netzwerks". Darin haben sich auf Initiative des ASB zehn gemeinnützige Organisationen zusammengeschlossen, die im Westbalkan soziale Dienstleistungen anbieten.

Die studierte Journalistin und Doktorandin Jasmina Hasanagić startet als erste Teilnehmerin über das Programm ein vierwöchiges Praktikum in Madrid. Dort wird sie die Möglichkeit bekommen, das Sozialsystem und die Bürgerrechtsbewegung in Spanien kennenzulernen.

Flüchtlinge wärmen sich an einem Feuer im Freien

Viele Flüchtlinge auf der Balkan-Route müssen im Freien übernachten. Der ASB baut daher eine weitere Notunterkunft und setzt Gebäude für flüchtende Familien instand.

Foto: Fulvio Zanettini/ADH

10. Februar 2016: Bau einer neuen Notunterkunft für Flüchtlinge in Serbien

Der ASB wird in Serbien eine neue, zusätzliche Notunterkunft für Migranten und Flüchtlinge errichten. In Abstimmung mit den serbischen Behörden werden die Bauarbeiten Ende des Monats in Dimitrovgrad beginnen. Die neue Unterkunft wird über 70 Betten verfügen. Das klingt auf den ersten Blick nach wenig, jedoch bietet das Gebäude Flüchtlingen auf dem Weg neben einer Schlafmöglichkeit auch Ruheräume, die Möglichkeit, sich zu wachsen und zu duschen und eine Küche, um etwas zu essen zuzubereiten. Alle Räume sind beheizbar und bieten so auch an kalten und regnerischen Tagen eine sichere Herberge.

Neben dem Bau und der Ausstattung der Unterkunft wird der ASB auch für die Schulung des Personals sorgen und zusätzlich Sozialarbeiter und Übersetzer beschäftigen.

Um vor allem Flüchtlingsfamilien eine menschenwürdige Unterkunft zu ermöglichen, renoviert der ASB zudem an verschiedenen Orten in ganz Serbien familiengerechte Häuser, um den schutzlostesten der Flüchtlinge noch besser zur Seite stehen zu können.

 

Kinder stehen lächelnd vor einem Haus

177 Familien, die seit den Balkankriegen in den 1990-er Jahren in Not- und Sammelunterkünften ausharren mussten, haben dank der Unterstützung durch den ASB ein neues Zuhause gefunden.

Foto: ASB SEE

3. Februar 2016: Hilfe auf der Balkanroute

Gemeinsam mit den Helferinnen und Helfern des serbischen Samariterbundes IDC hat der ASB Lebensmittel und Hygieneartikel an Flüchtlinge in Adasevci verteilt. Der Ort nahe der Grenze zwischen Serbien und Kroatien ist zurzeit einer der meistfrequentierten Grenzübergänge auf der Balkanroute. Als die Helfer dort ankamen, hatten sich in Adasevci mehr als 1.200 angesammelt, die nicht weiterziehen konnten, da Kroatien seine Grenzen gerade geschlossen hatte.

Die Samariter konnten mehr als 500 Hilfsgüterpakete an die Wartenden verteilen, von denen viele ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben. Zu den freiwilligen Helfern, die den Flüchtlingen - viele von ihnen Familien mit kleinen Kindern - beistehen, gehören Studenten, Sozialarbeiter, Psychologen und viele weitere Berufsgruppen. Seit dem Sommer 2015 unterstützen diese mobilen Teams nicht nur Menschen auf ihren Fluchtwegen, sondern setzen sich auch für Flüchtlinge in Belgrad und in einer Übergangsunterkunft in Principovici ein.

01. Februar 2016: Einsatz für Binnenvertriebene der Balkankriege

177 Familien, die während der Balkankriege in den 1990-er Jahren ihr Zuhause verloren haben, konnten nun endlich aus Not- und Sammelunterkünften ausziehen. Der ASB setzt sich seit vielen Jahren dafür ein, auch die letzten dieser Unterkünfte zu schließen und Familien, die seit Jahrzehnten mit vielen anderen Menschen in Hallen oder anderen großen Gebäuden leben, ein menschenwürdiges Zuhause und einen Neubeginn in eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

In der serbischen Stadt Smederevo hat der ASB 45 Fertighäuser gebaut, in die nun Flüchtlingsfamilien und Rückkehrer aus Zeiten der Balkankriege einziehen konnten. Auch in Požarevac und Vranje sowie in der Kleinstadt konnten Familien endlich ein neues, sicheres Zuhause beziehen. Insgesamt konnten in diesem Projektabschnitt 177 Familien in ein neues Heim ziehen. Die meisten von ihnen mussten während des Krieges aus dem Kosovo oder aus Bosnien und Herzegowina fliehen. Andere waren aus ihren Heimatregionen geflohen und konnten nun zurückkehren.

28. Januar 2016

Der Vorsitzende des ASB-Landesverbandes Bayern, Hans-Ulrich Pfaffmann, ist derzeit in Serbien unterwegs, um sich ein Bild davon zu machen, wie es den Flüchtlingen auf ihrer Route Richtung Westeuropa ergeht. Gemeinsam mit serbischen ASB-Helfern war Pfaffmann heute an einem Rasthof kurz vor der Grenze zu Kroatien. Dort sind hunderte Flüchtlinge gestrandet; darunter viele Kinder, manchmal sogar Babys. Sie alle werden vom ASB mit Wasser, Brot, Fischkonserven und Keksen, aber auch Hygieneartikeln versorgt. Pfaffmann: "Was der ASB und andere NGOs hier leisten ist grandios."

Eindrücke von Hans-Ulrich Pfaffmann, Vorsitzender des ASB-Landesverbandes Bayern, der sich im Januar 2016 in Serbien ein Bild von der Lage der Menschen auf der Flucht machte.

25. Januar 2016

Sichere Unterkunft für Flüchtlinge auf der Balkanroute im serbischen Subotica: Flüchtlinge aus dem Mittleren und Nahen Osten, vor allem aus Syrien, dem Irak und Afghanistan, suchen zurzeit Zuflucht in der ASB-Notunterkunft im nordserbischen Subotica. Gefördert vom Auswärtigen Amt hat der ASB in der Grenzstadt zu Ungarn eine Notunterkunft instandgesetzt und ausgestattet, so dass die Menschen sich dort aufwärmen, waschen und ausruhen können. Neuankömmlinge werden mit heißen Getränken und Lebensmitteln begrüßt. Ein medizinisches Team behandelt Kranke und Verletzte.

In der vergangenen Woche sanken die Temperaturen in Serbien auf bis zu -20°C. Die Anstrengungen im Herbst, das Notquartier rechtzeitig fertig zu stellen, haben sich daher voll ausgezahlt. 

22. Januar 2016

Seit dem Sommer 2015 hat der ASB in Abstimmung mit nationalen Autoritäten und gemeinsam mit seinen lokalen Partnern bisher etwa 70.000 Flüchtlinge auf der Transitroute durch den Balkan unterstützt. Mit finanzieller Unterstützung durch das Auswärtige Amt und die Europäische Union konnten die engagierten Helferinnen und Helfer zahlreiche Hilfsprojekte umsetzen und tausende Menschen, die alles verloren haben, auf ihrer Flucht in die Sicherheit unterstützen.

Schwerpunkte der Aktivitäten waren und sind die Versorgung der Menschen mit Nahrungsmitteln und (Winter-)kleidung, die Errichtung und Ausstattung von Notunterkünften sowie die Erbringung von mobilen Hilfsdiensten vor allem im medizinischen Bereich. Eine Ausweitung der Maßnahmen ist in Planung.

ASB-Mitarbeiterin im Gespräch mit Flüchtlingen in Serbien

Neben Projekten für Rückkehrer, Hilfe für Roma-Familien und Katastrophenhilfsmaßnahmen steht die Hilfe für Flüchtlinge auf dem Balkan im Mittelpunkt der ASB-Aktivitäten.

Foto: ASB/Hannibal
Aktion Deutschland Hilft
Aktion Deutschland Hilft

Gemeinsam schneller helfen

Seit rund 15 Jahren bündeln deutsche Hilfsorganisationen unter dem Dach des Bündnisses "Aktion Deutschland Hilft" ihre Kräfte, um im Katastrophenfall effizienter zu helfen.