header-Pflege.jpg
Betreutes Wohnen, Senioren-WGs und Pflegeeinrichtungen beim ASB

Wohnen im Alter

Die meisten Menschen wünschen sich, im Alter so selbstbestimmt wie möglich zu leben. Moderne Wohnformen können Menschen mit Unterstützungsbedarf dabei helfen, ihre Selbstständigkeit zu erhalten und bei Bedarf passende Unterstützung zu bekommen.

Betreutes Wohnen und Service-Wohnen beim ASB

Selbstständig wohnen und bei Bedarf Unterstützung erhalten:

Dafür stehen die Angebote des Betreuten Wohnens und Service-Wohnens beim ASB. Die Wohnformen richten sich an ältere Menschen, die in einer eigenen Wohnung leben möchten und sich zugleich mehr Sicherheit, Beratung oder Unterstützung im Alltag wünschen.

Je nach Angebot können Serviceleistungen, Hausnotruf, Alltagshilfen oder die Vermittlung ambulanter Pflege hinzukommen. Die genaue Ausgestaltung ist regional unterschiedlich. Teilweise wird von „Betreutem Wohnen“, teilweise von „Service-Wohnen“ gesprochen.

betreutes-wohnen-naehen.jpg

Foto: ASB/M. Ressel
Zwei Damen basteln im betreutem Wohnen

Foto: ASB/A. Behrendt

Altersgerecht und selbstständig wohnen

Beim Betreuten Wohnen oder Service-Wohnen leben Sie in einer eigenen, möglichst barrierearmen oder barrierefreien Wohnung. Zur Ausstattung können beispielsweise stufenlose Zugänge, breite Türen, Aufzüge oder altersgerecht gestaltete Badezimmer gehören.

Häufig kümmert sich ein Hausmeister- oder Gebäudeservice um Aufgaben rund um die Wohnanlage, etwa um kleinere technische Arbeiten, die Pflege gemeinschaftlich genutzter Flächen oder die Organisation notwendiger Reparaturen.

Je nach Wohnanlage können ergänzend Gemeinschaftsräume, Essen auf Rädern, Hilfe im Haushalt oder ein Hausnotruf angeboten werden.

Beratung und Unterstützung im Alltag

In vielen Wohnanlagen gibt es eine feste Ansprechperson. Sie berät bei Fragen des Alltags, informiert über Unterstützungsmöglichkeiten und hilft dabei, passende Angebote zu organisieren.

Dazu können zum Beispiel Haushaltshilfen, Einkaufs- und Begleitdienste, Mahlzeitenangebote, Fahrdienste sowie Freizeit- und Gemeinschaftsangebote gehören.

Welche Leistungen bereits enthalten sind und welche zusätzlich gebucht werden können, ist im jeweiligen Miet- und Servicevertrag geregelt.

Ein ASB-Mitarbeiterin hilft einer älteren Frau zuhause

Foto: ASB/M. Löwa
ASB_SST_Eidelstedt020.webp

Foto: ASB Hamburg/A. Schrader

Pflege bei Bedarf

Wird pflegerische Unterstützung notwendig, kann sie häufig durch einen ambulanten Pflegedienst erbracht werden. Zu den möglichen Leistungen gehören beispielsweise Hilfen bei der Körperpflege, bei der Haushaltsführung oder im Umgang mit Medikamenten.

Diese Leistungen gehören nicht automatisch zum Wohnangebot, sondern werden individuell vereinbart und abgerechnet. Auch Menschen mit Pflegebedarf können häufig weiterhin in ihrer Wohnung leben, solange die notwendige Versorgung ambulant sichergestellt werden kann.

Ob dies dauerhaft möglich ist, hängt vom persönlichen Unterstützungsbedarf und von den Gegebenheiten vor Ort ab. Betreutes Wohnen ist keine stationäre Pflegeeinrichtung und umfasst nicht automatisch eine Betreuung oder Pflege rund um die Uhr.

Service-Wohnen mit Anbindung an eine Pflegeeinrichtung

An einigen Standorten befindet sich das Service-Wohnen in unmittelbarer Nähe zu einer stationären Pflegeeinrichtung oder ist organisatorisch mit ihr verbunden. Die Bewohnerinnen und Bewohner leben weiterhin selbstständig in ihrer eigenen Wohnung. Je nach Angebot können sie einzelne Leistungen der benachbarten Einrichtung nutzen, etwa Mahlzeiten, Veranstaltungen, Freizeitangebote oder Beratung.

Die Nähe zu einer Pflegeeinrichtung kann zusätzliche Sicherheit geben und Wege verkürzen. Sie bedeutet jedoch nicht, dass alle Leistungen der stationären Einrichtung im Service-Wohnen enthalten sind. Wenn der Pflege- und Betreuungsbedarf deutlich zunimmt und eine Versorgung in der eigenen Wohnung nicht mehr ausreicht, kann ein Umzug in eine stationäre Pflegeeinrichtung notwendig werden.

Ein Anspruch auf einen Pflegeplatz entsteht durch das Wohnen in der benachbarten Wohnanlage nicht automatisch.

Pflege-ASB-4472_Florian Buettner (1).jpg

Foto: ASB/B. Bechtloff

Leben in einer Senioren-WG - eine Alternative

ASB_Seniorenheim_HR-2.webp

Foto: ASB/F. Büttner

Senioren-Wohngemeinschaften

Ambulant betreute Senioren-Wohngemeinschaften eignen sich für Menschen, die im Alltag Unterstützung benötigen, in Gemeinschaft leben und ihren Tagesablauf weiterhin möglichst selbstbestimmt gestalten möchten. In einer Senioren-WG haben die Bewohnerinnen und Bewohner in der Regel ein eigenes Zimmer. Küche, Wohnbereich und weitere Gemeinschaftsräume werden gemeinsam genutzt.

Die Bewohnerinnen und Bewohner gestalten den Alltag und das Zusammenleben so weit wie möglich gemeinsam. Dazu gehören beispielsweise die Auswahl der Mahlzeiten, gemeinsame Aktivitäten und die Gestaltung der Gemeinschaftsräume. Dabei können sie sich entsprechend ihren Interessen und Fähigkeiten einbringen.

Gemeinschaft und Alltag

Zentrale Wohnbereiche mit Küche bilden meist den Mittelpunkt der Wohngemeinschaft. Hier kommen die Bewohnerinnen und Bewohner zusammen, essen gemeinsam und nehmen am Alltag teil. Je nach Interesse und individuellen Möglichkeiten können sie sich beispielsweise beim Kochen, Tischdecken oder Aufräumen beteiligen. Vertraute Abläufe und wiederkehrende Tätigkeiten können dabei helfen, vorhandene Fähigkeiten zu erhalten und Orientierung zu geben.

Neben allgemeinen Senioren-Wohngemeinschaften gibt es besondere Wohnangebote für Menschen mit erhöhtem Unterstützungs- und Pflegebedarf. Dazu zählen beispielsweise ambulant betreute Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz sowie Wohngemeinschaften für jüngere pflegebedürftige Menschen. Überschaubare Gruppen, feste Bezugspersonen und vertraute Tagesstrukturen können Sicherheit und Orientierung fördern.

ASB Mitarbeiterin hilft einer älteren Dame beim Backen

Foto: ASB/F. Büttner

ASB-Seniorenheime & Pflegeeinrichtungen

Hausgemeinschaften in stationären Pflegeeinrichtungen

Stationäre Hausgemeinschaften sind ein besonderes Wohn- und Pflegekonzept innerhalb ausgewählter ASB-Senioreneinrichtungen. Die Bewohnerinnen und Bewohner leben in überschaubaren Gruppen zusammen und erhalten zugleich die notwendige Pflege und Betreuung durch die Einrichtung.

ASB Fahrdienst

Foto: ASB/F. Büttner

Unterstützung im Alltag und bei der Pflege

In ambulant betreuten Senioren-Wohngemeinschaften stehen den Bewohnerinnen und Bewohnern feste Ansprechpersonen zur Seite. Präsenzkräfte unterstützen bei der Gestaltung des Alltags, organisieren das Zusammenleben und begleiten gemeinsame Aktivitäten. Sie sind jedoch nicht automatisch für die individuelle pflegerische Versorgung zuständig.

Wie die Pflege organisiert ist, hängt vom jeweiligen Wohnkonzept ab. In einigen Wohngemeinschaften kommt ein ambulanter Pflegedienst zu vereinbarten Zeiten ins Haus. In anderen sind Pflegekräfte regelmäßig oder dauerhaft vor Ort. In spezialisierten Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz oder für jüngere Menschen mit hohem Pflegebedarf sind Betreuung und pflegerische Versorgung auf die besonderen Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner ausgerichtet.

Je nach Konzept sind Präsenz- und Pflegekräfte regelmäßig oder rund um die Uhr vor Ort beziehungsweise erreichbar. Die genaue personelle Besetzung richtet sich nach dem jeweiligen Wohnkonzept, dem Bedarf der Bewohnerinnen und Bewohner und den geltenden Vorgaben. So können Alltagsbegleitung, Betreuung und Pflege eng miteinander verbunden werden, ohne den gemeinschaftlichen und möglichst selbstbestimmten Charakter der Wohnform aufzugeben.

Das passende Angebot finden

Betreutes Wohnen, Service-Wohnen und ambulant betreute Wohngemeinschaften bieten unterschiedliche Möglichkeiten, selbstständig zu leben und zugleich Unterstützung im Alltag zu erhalten. Während Bewohnerinnen und Bewohner im Betreuten Wohnen in einer eigenen Wohnung leben, verfügen sie in einer Wohngemeinschaft in der Regel über ein eigenes Zimmer und nutzen Gemeinschaftsbereiche zusammen.

Vor Abschluss eines Vertrages sollten Sie sich unter anderem darüber informieren,

  • welche Leistungen im Mietpreis enthalten sind,
  • ob ein zusätzlicher Servicevertrag erforderlich ist,
  • welche Angebote gesondert bezahlt werden müssen,
  • wer als Ansprechperson zur Verfügung steht,
  • wie Unterstützung und Pflege organisiert werden,
  • welche Möglichkeiten bei zunehmendem Pflegebedarf bestehen.

 

Die regionalen ASB-Gliederungen informieren Sie über die vor Ort

verfügbaren Wohnformen, Leistungen und Kosten.

Häufige Fragen zum Thema "Betreutes Wohnen, Senioren-WGs und Pflegeeinrichtungen" beim ASB

Die Kosten unterscheiden sich je nach Standort, Wohnungsgröße und gewünschten Serviceleistungen. Genaue Informationen erhalten Sie direkt beim jeweiligen ASB-Angebot.

Wenn ein Pflegegrad vorliegt, kann die Pflegekasse bestimmte Pflege- und Unterstützungsleistungen übernehmen. Miete und allgemeine Wohnkosten müssen in der Regel selbst getragen werden.

Im Betreuten Wohnen leben die Bewohnerinnen und Bewohner weitgehend selbstständig in einer eigenen Wohnung. In einer stationären Pflegeeinrichtung stehen Betreuung und Pflege stärker im Mittelpunkt.

Das kann möglich sein, wenn die notwendige Pflege und Unterstützung ambulant organisiert und in der Wohnung sichergestellt werden kann. Ob dies dauerhaft möglich ist, hängt vom individuellen Bedarf und vom jeweiligen Wohnangebot ab.

In der Regel gibt es keine feste zeitliche Begrenzung. Ein Verbleib ist möglich, solange die Wohnform den persönlichen Bedürfnissen entspricht und die notwendige Versorgung sichergestellt werden kann.

Informationen zu Angeboten in Ihrer Nähe erhalten Sie beim ASB vor Ort oder beim zuständigen ASB-Landes- oder Regionalverband.