Europäische Rettungsdienste testen ihr Können

Wie schnell ein Rettungswagen nach einem Hilferuf am Unfallort ist, wie die Sanitäter ausgerüstet sind und welche medizinischen Maßnahmen sie durchführen dürfen: Selbst zwischen den EU-Nationen unterscheiden sich die Kompetenzen im Rettungsdienst erheblich. Mit einer gemeinsamen Großübung fördert das länderübergreifende Samariterbündnis „Samaritan International (SAM.I.)“ den Austausch zwischen den europäischen Rettungsdiensten.

  • Die Samariterteams sind bester Dinge: Bei den verschiedenen Einsatzübungen können Sie ihr Können unter Beweis stellen.
    Foto: SAM.I./Paul Wardenga
  • Die Teams müssen zeigen, wie sie an einer Unfallstelle vorgehen.
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  • Verletzte Personen in schwer zugänglichen Gebieten sichern und abtransportieren - auch das ist eine der Aufgaben, denen sich die Rettungssanitäter stellen müssen.
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  • Erst auf den zweiten Blick ist sichtbar, dass beim Rescue Camp ganz unterschiedliche Teams vertreten sind: Samariter aus sieben Nationen nehmen an der Großübung teil.
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  • Die erste schwere Aufgabe ist schon einmal geschafft: Alle Teams haben ihre Zelte und Materialien aufgebaut und auf die Wettkämpfe vorbereitet.
    Foto: SAM.I./Paul Wardenga

Vom 25. bis 28. Mai 2017 findet zum ersten Mal das SAM.I. Rescue Camp statt. Im österreichischen Mörbisch sind auf Einladung des Arbeiter-Samariter-Bundes Österreich zehn Teams aus sieben Nationen zusammengekommen, die gemeinsam verschiedene fiktive Einsatzszenarien bewältigen müssen. Aus Deutschland nimmt der ASB Gera an der Großübung teil, zu der etwa 200 Einsatzkräfte gekommen sind.

Zunächst geht es darum, festzustellen, unter welchen Voraussetzungen und mit welchen Kompetenzen die einzelnen Rettungsdienste arbeiten. „Wir sehen schon jetzt, dass die Teams sehr unterschiedliche rechtliche Handlungsspielräume haben. Während es für die einen schon problematisch ist, Blutzucker zu messen, dürfen Rettungskräfte aus benachbarten Ländern in vielen Situationen selbstverantwortlich Medikamente verabreichen", erklärt Michael Schnatz, der für den ASB als Referatsleiter Bevölkerungsschutz die Übung beobachtet. „Es ist aber sehr erfreulich zu sehen, dass alle Rettungsdienste auf einem sehr hohen Niveau ausgebildet sind".

In einer gemeinsamen Übung werden die Rettungsteams anschließend austesten, wie sie trotz der unterschiedlichen Voraussetzungen zusammenarbeiten können. „Bei großen Schadenslagen mit sehr vielen Verletzten müssen wir in der Lage sein, als Rettungsdienste auch grenzübergreifend zu kooperieren. Darauf bereiten wir uns hier vor", so Schnatz.

26.5.2017