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FAST-Jubiläum

20 Jahre First Assistance Samaritan Teams (FAST) – eine Erfolgsgeschichte internationaler Nothilfe

Wenn Naturkatastrophen ganze Regionen erschüttern, zählt jede Stunde. Seit zwei Jahrzehnten leisten die First Assistance Samaritan Teams (FAST) als Spezialeinheit der ASB-Auslandshilfe Unterstützung in Katastrophengebieten – und das weltweit. Ehrenamtliche Expertinnen und Experten versorgen Verletzte und Erkrankte, stellen sauberes Trinkwasser bereit und leiten Präventionsmaßnahmen ein, um die Ausbreitung von Infektionskrankheiten zu verhindern. In den vergangenen 20 Jahren waren FAST-Teams in 16 Ländern im Einsatz.

„Das FAST ist ein Aushängeschild des Arbeiter-Samariter-Bundes, mit seinen unterschiedlich aufgestellten Teams können wir in humanitären Krisensituationen je nach Bedarf schnell Hilfe leisten. Und wir sind ganz besonders stolz darauf, dass sich auch so viele Samariterinnen und Samariter im FAST engagieren“, sagte Edith Wallmeier, Geschäftsführerin Einsatzdienste und Bildung anlässlich der Jubiläumsfeier in der Kölner Bundesgeschäftsstelle. „Dieser Geburtstag ist ein Meilenstein: Wir waren mit dem FAST in 16 Ländern, haben humanitäre Hilfe geleistet und stehen nun vor einer völlig veränderten Weltlage als noch vor 20 Jahren – bei seiner Gründung. Wir müssen nun prüfen, wie sich das FAST an die Weltlage und die unterschiedlichen Katastrophen anpassen kann und inwieweit wir die Strukturen selbst verändern müssen. "

Gegründet wurde FAST im Jahr 2006 als Initiative des ASB-Bundesverbandes gemeinsam mit regionalen Gliederungen. Heute engagieren sich rund 120 ehrenamtliche Expert:innen aus ganz Deutschland in den Teams – unter ihnen Ärzt:innen, Rettungskräfte, Pflegekräfte, Techniker:innen und Logistiker:innen.

FASTler feiern gemeinsam in der Kölner ASB-Bundesgeschäftsstelle. Luftballon fliegen in der Luft.

Grund zum Jubel: FAST-Geburtstagsfeier am 14. März in der Kölner Bundesgeschäftsstelle.

Foto: ASB/B. Bechtloff

Was bedeutet FAST?

FAST ist ein Schnelleinsatzteam für die humanitäre Auslandshilfe, das medizinische Versorgung mit technischer Unterstützung kombiniert:

  • Medizinische Hilfe: Einsatz von Zeltambulanzen zur Erstversorgung von Verletzten und Kranken direkt in Krisengebieten.
  • Trinkwasseraufbereitung: Bereitstellung von sauberem Wasser (z. B. durch „Skyhydrant“-Filter), um die Ausbreitung von Krankheiten wie Cholera zu verhindern.
  • Autarkie: Das Team ist so ausgerüstet, dass es vor Ort völlig unabhängig von lokaler Infrastruktur arbeiten kann.

In ihrer Freizeit lassen sich die Team-Mitglieder zu Auslandshelfer:innen in den Bereichen Basismedizin, Trinkwasseraufbereitung und Infektionsprävention ausbilden. Geleitet werden sie von international erfahrenen Hauptamtlichen aus dem ASB-Bundesverband. Die Teamstärke pro Einsatz kann bis zu 20 Helfer:innen umfassen.

WHO-Klassifizierung seit 2017

2017 wurde FAST von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Emergency Medical Team (EMT Type 1) klassifiziert – und verzeichnet seitdem einen bedeutenden Qualitätssprung. Mit „EMT T 1" werden medizinische Nothilfeteams bezeichnet, die bei Naturkatastrophen ambulante medizinische Soforthilfe leisten. 2024 erneuerte FAST die Klassifizierung erfolgreich für weitere fünf Jahre.

Eindrucksvolle Historie

Die spannende Geschichte der ASB-Schnelleinsatzteams beginnt im Jahr 2009, nach einem verheerenden Erdbeben in Indonesien, zuletzt war das FAST-Team  Anfang März 2026 nach den Überschwemmungen in Mosambik im Einsatz. Hier finden Sie einige Bilder zu den FAST-Meilensteinen der vergangenen 20 Jahre:

zu den FAST Einsätzen

Medizinische Hilfe und sauberes Wasser

Die Einsätze zeigen deutlich, wie ehrenamtliches Engagement und professionelle Katastrophenhilfe erfolgreich Hand in Hand gehen. Die hoch motivierten Teams verbinden medizinische Versorgung mit technischer Unterstützung vor Ort. Zum Einsatzspektrum gehören:

  • Geschwindigkeit: „FAST“ ist Programm – das Team kann innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach einer Katastrophenmeldung aufbrechen.
  • Medizinische Erstversorgung: In mobilen Zeltambulanzen behandeln die Einsatzkräfte Verletzte und Erkrankte direkt im Katastrophengebiet.
  • Trinkwasser: Bereitstellung von sauberem Wasser durch verschiedene Wasserfiltersysteme, um die Ausbreitung von Krankheiten wie Cholera zu verhindern und das Team mit sicherem Trinkwasser zu versorgen.​​​​​​​
  • Prävention von Krankheiten: Hygienemaßnahmen und Aufklärung helfen, die Ausbreitung von Infektionskrankheiten wie Cholera zu verhindern.​​​​​​​
  • Autarker Einsatz: Die Teams sind so ausgestattet, dass sie unabhängig von lokaler Infrastruktur arbeiten können.
  • Nachhaltigkeit: Neben der Akuthilfe legt der ASB großen Wert darauf, Strukturen nach Einsatzende an lokale Behörden zu übergeben, um eine langfristige Versorgung zu sichern.
  • Professionalität: Pro Mission können bis zu 20 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer entsendet werden. Die Einsätze werden von erfahrenen hauptamtlichen Mitarbeitenden des ASB-Bundesverbandes koordiniert.

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Ehrenamt mit großer Wirkung

Das 20-jährige Jubiläum von FAST erinnert daran, wie unverzichtbar schnelle, koordinierte Hilfe in einer Welt mit zunehmenden Krisen und Katastrophen ist und wie wichtig engagierte Ehrenamtliche für die internationale Katastrophenhilfe sind – ihre erfolgreichen Einsätze zeigen, wie viel Gutes Menschen gemeinsam bewegen können. Respekt und von Herzen ein Dankeschön an alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die in diesen zwei Jahrzehnten ihr Können und ihre freie Zeit in den Dienst der Menschlichkeit gestellt haben!

Kontakt:

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Nina Stücke

Referentin FAST

Telefon: 0221/47605-245

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ASB Deutschland e.V.

Sülzburgstraße 140
50937 Köln

Florian
Florian Hauke

Referent FAST

Telefon: 0221/47605-332

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ASB Deutschland e.V.

Sülzburgstraße 140
50937 Köln