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Bevölkerungsschutz

ASB bei Bundesinnenminister Alexander Dobrindt: Ehrenamt und Krisenvorsorge im Fokus

Berlin, 22. Juni 2026 – Wie kann Deutschland widerstandsfähiger werden? Welche Rahmenbedingungen brauchen die Menschen, die sich ehrenamtlich im Bevölkerungsschutz engagieren? Und wie lässt sich die Bevölkerung besser auf Krisen vorbereiten? Über diese Fragen hat der Bundesvorsitzende Knut Fleckenstein am 22. Juni mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt im Bundesinnenministerium (BMI) in Berlin gesprochen.

Im Mittelpunkt des Austauschs standen drei zentrale Themen: die Stärkung des Ehrenamts im Bevölkerungsschutz, die Zukunft des Mobilen Betreuungsmoduls 5000 (MBM 5000) sowie der weitere Ausbau der Ersten Hilfe mit Selbstschutzinhalten (EHSH).

ASB setzt sich für Helfendengleichstellung ein

Der ASB machte deutlich, dass die mehr als 22.000 ehrenamtlich Engagierten des Verbands eine tragende Säule des Bevölkerungsschutzes in Deutschland sind. Ob bei Hochwasserlagen, während der Corona-Pandemie oder in der Unterstützung von Geflüchteten aus der Ukraine – Ehrenamtliche leisten einen unverzichtbaren Beitrag. Um dieses Engagement langfristig zu sichern, setzt sich der ASB für eine bessere rechtliche Absicherung und eine bundeseinheitliche Helfendengleichstellung für Einsätze, aber auch für Ausbildungen und Übungen insbesondere im Zivilschutz ein. 

“Leider haben wir eine Zwei-Klassen-Gesellschaft im Ehrenamt, auch unsere Helfer:innen brauchen klare Freistellungsregelungen, wie zum Beispiel beim THW und den Feuerwehren. Es kann nicht sein, dass unsere Ehrenamtlichen sich für ihre Ausbildungen und Übungen Urlaub nehmen müssen. Das muss der Bund regeln", sagte Fleckenstein.

EHSH-Programm wird fortgeführt

Ein weiteres Thema war der Ausbau des MBM 5000. Gemeinsam mit dem Bundesinnenministerium arbeitet der ASB derzeit am Aufbau des ASB-Moduls für die Versorgung von bis zu 5000 Menschen in großen Schadenslagen. 

Zudem tauschten sich Bundesinnenminister Dobrindt und die Vertreter des ASB über das Thema “Erste Hilfe mit Selbstschutzinhalten” (EHSH) aus. Der ASB hat zwischen 2020 und 2026 bundesweit rund 200.000 Menschen in den geförderten Kursen geschult. Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürger zu befähigen, in Krisen- und Katastrophensituationen handlungsfähig zu bleiben und sich selbst sowie anderen zu helfen. Der ASB begrüßte die Fortführung des Programms und sprach sich für einen weiteren Ausbau aus. Knut Fleckenstein betonte, EHSH-Kurse seien wichtige Bausteine zur Steigerung der Resilienz in der Bevölkerung.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt dankte dem ASB für den “unermüdlichen Einsatz im Ehrenamt und die gute Zusammenarbeit”.