Hilfseinsatz in NRW und Rheinland-Pfalz

Der ASB hilft den Menschen nach der Flutkatastrophe

Der Arbeiter-Samariter Bund (ASB) ist in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im Einsatz, um nach der Flutkatastrophe bei der Bewältigung der Schäden und beim Wiederaufbau zu helfen. In den ersten Wochen stand die Verteilung von Bautrocknern, Kühlschränken, Waschmaschinen sowie Lebensmitteln und Hygieneartikeln im Mittelpunkt. Zudem wurden Soforthilfen an Betroffene ausgezahlt. Nun werden langfristige Projekte geplant und umgesetzt, um die betroffenen Menschen zu unterstützen.

Der Arbeiter-Samariter Bund (ASB) ist in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im Einsatz, um nach der Flutkatastrophe bei der Bewältigung der Schäden und beim Wiederaufbau zu helfen. In den ersten Wochen stand die Verteilung von Bautrocknern, Kühlschränken, Waschmaschinen sowie Lebensmitteln und Hygieneartikeln im Mittelpunkt. Zudem wurden Soforthilfen an Betroffene ausgezahlt. Nun werden langfristige Projekte geplant und umgesetzt, um die betroffenen Menschen zu unterstützen.


Überblick über eine neu errichtete Gemeinschaftswohnanlage in Rheinland-Pfalz

Foto: ASB/ Alexander Sell

Der ASB im Einsatz: Hilfe beim Wiederaufbau

Der ASB unterstützt aktiv beim Wiederaufbau in der Region und schafft mit Spendengeldern Hilfsangebote für die Bevölkerung in den Flutgebieten, von der Beratung bis zu Wohnprojekten. Außerdem werden Spenden in Form von Soforthilfen an von der Flutkatastrophe betroffene Bürgerinnen und Bürger ausgezahlt.

Rheinland Pfalz:

In den Orten Dernau und Bad Neuenahr-Ahrweiler wurden zwei große Gemeinschaftswohnanlagen mit rund 60 Wohneinheiten errichtet und ausgestattet. Mehr als 83 vom Hochwasser betroffene Anwohner*innen bekommen damit wieder ein eigenes Dach über dem Kopf, bis ihre Wohnungen und Häuser wieder bewohnbar sind. Ebenso hat der ASB in den Gemeinden Heimersheim, Ramersbach und Bad Neuenahr-Ahrweiler 64 neue Mobilheime aufgebaut. Diese sind insbesondere für vom Hochwasser betroffene Familien geeignet, die vom ASB betreut und unterstützt werden.

Für die soziale Vernetzung und die Schaffung von Freizeitangeboten wurden an sieben Standorten Gemeinschaftstreffs eingerichtet. Der ASB Trier betreibt zusammen mit Partnern - und finanziert von der Aktion Deutschland Hilft - auf dem Bernd-Bohr-Platz in Trier eine Unterstützungs- und Begegnungsstätte. Diese ist seit Februar eröffnet und bietet ihren Besuchern neben Beratungsangeboten auch einen Ort für Veranstaltungen und Aktivitäten. Hier finden Bastelnachmittage oder Erzählcafés statt sowie Beratung zu Härtebeihilfen, Antragsstellungen oder Psychosozialer Betreuung. Auch können hier die Stadteilbewohner*innen ihre Bedarfe an Hilfsgütern wie Baustoffen oder weißer Ware direkt an den ASB richten.

Für den Wiederaufbau in den schwer gezeichneten Regionen werden bundesweit Handwerker*innen gesucht. Der ASB hat daher Unterkünfte für bis zu 60 Handwerker*innen in Heimersheim geschaffen. Ebenso werden weiterhin Baustoff- und Werkzeugausgaben betrieben, um Bauleistungen vor Ort zu gewährleisten. Dringend benötigte Hilfsgüter wie Bautrockner, Heizlüfter für die kalte Witterung sowie Weißware werden weiterhin verteilt.

 

Nordrhein Westfalen:
 

Aktuell werden mehr als 800 Soforthilfeanträge aus Aachen-Stolberg bearbeitet und ausgezahlt.

Der ASB Rhein-Erft/Düren betreibt in Erftstadt eine Materialausgabestelle für Baustoffe und Werkzeug. Außerdem wird weiterhin Weißware sowie Bautrockner und Heizgeräte durch die Einsatzkräfte ausgeliefert.
Das Bürgermobil sowie das mobile Beratungsbüro (siehe Punkt: Hilfe bei den Aufräumarbeiten) werden weiterhin angeboten und werden stark nachgefragt. Seit dem 4. April 2022 wird eine Traumaberatung im Kreis Rhein-Erft/Düren  angeboten. Ein vierköpfiges Team aus Sozialarbeiter*innen und Sozialpädagog*innen bietet Hilfe für von der Flut traumatisierte Menschen an, die in Form von Einzelgesprächen oder auch Hausbesuchen stattfindet. Ziel ist es die Menschen nachhaltig zu unterstützen und ihnen bei Herausforderungen im Alltag zu helfen.

Im Bergischen Land sind die Auszahlungen von Sorforthilfen abgeschlossen. Es wurden Soforthilfeanträge aus den Orten Leverkusen-Opladen, Wuppertal-Beyenburg, Leichingen und Rösrath bearbeitet und ausgezahlt. Neben der Ausgabe von Werkzeugen, Entschimmelungsanlagen und Baustoffen stellt der ASB auch einen Radlader zur Verfügung, um Bau-, Abbruch- und Bodenarbeiten zu unterstützen. Geplant ist der Wiederaufbau von Spielplätzen in Wuppertal-Beyenburg sowie die Schaffung von Freizeitangeboten für die Anwohnerinnen und Anwohner.

Der ASB Münsterland betreibt seit Januar ein Hebammenmobil. Das mobile Angebot versorgt das Ahrtal, Erftstadt und Umgebung mit einer qualifizierten Betreuung durch Hebammen. Unter www.asb-hebammenmobil.de können werdende Mütter einen Termin vereinbaren.

Auch die Rechtsberatung für Flutbetroffene in der Gemeinde Mechernich im Kreis Euskirchen wird fortgeführt.



Der ASB im Einsatz: Hilfe bei den Aufräumarbeiten

Im Rahmen des ASB-Hilfseinsatzes wurden bisher u.a. 778 Bautrockner sowie etliche dieselbetriebene Hochdruckreiniger und Notstromaggregate bereitgestellt. Zudem wurden bislang 300 Kühlschränke und 350 Waschmaschinen verteilt.

Der ASB leistet außerdem Soforthilfe. In Erftstadt hat der ASB in Zusammenarbeit mit den Maltesern und der Gemeinde Erftstadt Soforthilfen an Betroffene aus Erftstadt-Blessem und Erftstadt-Bliesheim überweisen, 2.500 Euro pro Haushalt. Die Soforthilfe wurde aus Spendengeldern der Aktion Deutschland hilft (ADH) bereitgestellt. Bislang wurden allein in Erftstadt knapp 1,1 Mio. Euro Soforthilfe ausgezahlt. Die Soforthilfen aus Spendengeldern sind ein Baustein der Hilfeleistung für die von der Flutkatastrophe Betroffenen. Dazu zählen die Lieferung von Hilfsgütern ebenso wie mittel- und langfristige finanzielle Wiederaufbauhilfen, die nachgeordnet zu staatlichen Hilfen und Versicherungsleistungen bereitstehen.

Zusätzlich zu den Aufräumarbeiten und der Verteilung von Material werden in den betroffenen Gebieten Projekte durch den ASB geplant und umgesetzt . In Erftstadt in Nordrhein-Westfalen fährt ein Kleinbus als „Bürgermobil“, damit mobilitätseingeschränkte Menschen befördert werden können oder Material für Renovierung oder Wiederaufbau transportiert werden kann. Zudem wird seit Anfang Oktober in Erftstadt und Umgebung eine mobile Beratung durch Bauingenieure und Anwälte angeboten. Ab Mitte Oktober wird im Kreis Euskirchen eine Beratungsstelle für traumatisierte Menschen eröffnen.

Außerdem werden in Rheinland-Pfalz Übergangslösungen für zerstörte oder überflutete Kindertageseinrichtungen geplant. In Bad Neuenahr planen Samariter*innen gemeinsam mit der Gemeinde moderne, modulare Container, die anstelle der zerstörten Kitas zum Einsatz kommen sollen.


Der ASB im Einsatz: Hilfe nach der Flut

Neben Hilfsgütern wie Bautrocknern, Notstromaggregaten, Hochdruckreinigern, Tauchpumpen sowie Powerbanks für Handys brachte der ASB auch Hygieneartikel in die betroffenen Regionen. Zum Beispiel hat der ASB in Erftstadt Hygienekits verteilt, die Duschgel, Shampoo, Zahnpasta, Zahnbürste, Insektenschutzmittel, Desinfektionsschutzmittel und FFP2-Masken enthielten. Weitere Informationen zur Hilfsgüterlieferung finden Sie hier.
Neben Erftstadt und Bad Münstereifel waren die ASB-Helfer*innen insbesondere im Kreis Euskirchen, Erkrath, Leverkusen, Wuppertal, Bochum, Witten, Bad Neuenahr, Heppingen, Altenahr, den Ahrtalgemeinden und Heimersheim im Einsatz. In Erftstadt verteilte der ASB Hilfsgüter und vermittelte auch Bagger oder Kontakte zu Handwerkern. In Bad Münstereifel verteilten Samariter*innen dringend benötigte Werkzeuge für den Wiederaufbau.

Die ASB-Helfer*innen aus NRW und Rheinland-Pfalz wurden von zahlreichen ASB-Einsatzkräften aus anderen Bundesländern unterstützt, z.B. aus Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Hamburg und Berlin. Diese leisten in den betroffenen Gebieten medizinische Hilfe, führten Transporte durch und sorgten mit einer Feldküche für die Verpflegung von Betroffenen und Einsatzkräften. Zudem hielten sich weitere ASB-Kräfte in Bereitschaft für die Ablösung von Einsatzeinheiten und für weitere Einsätze.


Der ASB im Einsatz: Hilfe während der Überschwemmungen

In den ersten Tagen nach der Unwetterkatastrophe Mitte Juli waren rund 2.000 ASB -Einsatzkräfte im Hilfseinsatz, um Menschen aus überfluteten Häusern und Fahrzeugen zu retten, Notunterkünfte einzurichten und Evakuierte zu betreuen und zu verpflegen. In Nordrhein-Westfalen waren nach der Flutkatastrophe Helferinnen und Helfer des ASB in den am schlimmsten betroffenen Gebieten im Einsatz, vor allem in den Regierungsbezirken Köln, Düsseldorf, in Hagen, Wuppertal, im Bergischen Land, am Niederrhein und im Kreis Mettmann.
In Rheinland-Pfalz waren zahlreiche Orts- und Kreisverbände des ASB im Hilfseinsatz: Während der Flutkatastrophe halfen Einsatzkräfte des ASB u.a. in Trier bei der Evakuierung eines Krankenhauses und eines Altenpflegeheims. In Harscheid versorgte der ASB rund 250 Menschen mit Lebensmitteln und Wasser, ebenso in Heimersheim im Kreis Ahrweiler. Hier richteten ASB-Helfer*innen eine Notunterkunft ein und betreuten Menschen, die evakuiert worden waren.

Weitere Informationen

 

Die Aktion Deutschland Hilft beantwortet auf ihrer Website die wichtigsten Fragen zum Einsatz in den Hochwassergebieten in einem FAQ.

Zum FAQ

Für Betroffene gibt es auf der Website der Aktion Deutschland Hilft ebenso einen Bereich mit Antworten zur Beantragung von Hilfen.

Informationen für Betroffene



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YouTube-Video: ASB rettet Menschen aus überfluteten Häusern in Wuppertal



Kontakt

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Dorothee Winden

ASB-Pressestelle

Telefon : 030/23 25 78 6-122

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ASB Deutschland e.V.

Alte Jakobstraße 79-80
10179 Berlin

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