Offenheit, Teamgeist und eine warme Mahlzeit, die Menschen zusammenbringt: Die Samariterküche des ASB-Regionalverband Kiel/Rendsburg-Eckernförde
Jeder, der ein warmes Essen und Gesellschaft sucht, ist willkommen, wenn die ehrenamtlichen Helfer:innen der Samariterküche am letzten Sonntag im Monat beim ASB in Kiel kochen. Entstanden ist ein offener Ort für Begegnung und Miteinander, der zeigt, wie ehrenamtliches Engagement Solidarität und sozialen Zusammenhalt fördert.
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Berlin/Köln, 24. März 2026 – Einmal im Monat wird im ASB-Regionalverband Kiel/Rendsburg-Eckernförde geschnippelt, gerührt und gebrutzelt. Wenn am letzten Sonntag im Monat die Tische gedeckt sind, kommen bis zu 40 Gäste und manchmal sogar mehr. Was serviert wird, ist mehr als ein warmes Mittagessen: Es ist Gemeinschaft. Eingeladen sind alle, die einfach mal in Gesellschaft essen möchten, sowie Menschen die finanziell eingeschränkt sind. Wer kann, gibt eine Spende; wer nicht, ist genauso willkommen. Seit der Gründung im Jahr 2012 steht die Samariterküche für Offenheit, Würde und Miteinander. Die ehrenamtlichen Helfer:innen der Samariterküche des ASB-Regionalverbands wurden nun durch den ASB als „Freiwillige des Monats“ geehrt. Edith Wallmeier, Geschäftsführerin Einsatzdienste und Bildung beim ASB-Bundesverband, würdigte damit das herausragende Engagement des Teams.
Doch was bewegt die Ehrenamtlichen selbst, regelmäßig ihre Zeit zu schenken?
Johanna ist seit Mitte 2023 Teil des Teams. Für ihr Studium zog sie 2022 nach Kiel und begann kurz darauf als Social-Media-Managerin beim ASB Schleswig-Holstein. „Dadurch bin ich auf die Samariterküche aufmerksam geworden“, erzählt sie. Ehrenamtliches Engagement war für sie nie neu. Doch durch Arbeit und Studium ist ihre Zeit begrenzt. „Die Samariterküche ist gut planbar, weil sie nur einmal im Monat stattfindet.“ Was sie besonders motiviert? „Ich mache anderen gerne eine Freude und mag es, etwas mit gesellschaftlichem Wert zu tun. Ich bin meist im Gastraum, decke die Tische, sorge je nach Jahreszeit für kleine Wildblumensträuße und serviere immer mit einem Lächeln.“ Neben den Gästen ist es vor allem das Team, das sie begeistert: „Mit unserer bunten Truppe zusammenzuarbeiten ist einfach schön. Und unseren Gästen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, sowieso das Beste.“
Auch Jens engagiert sich seit etwas mehr als einem Jahr in der Samariterküche. Vermittelt wurde ihm der Kontakt über das Ehrenamtsbüro „Nette Kieler“. Besonders berühren ihn die Begegnungen: „Mich motivieren die Freundlichkeit und Dankbarkeit der Gäste und die Menschlichkeit im Team. Ich empfinde Demut und Dankbarkeit, einen kleinen Beitrag zu einem besseren Miteinander leisten zu können.“
Eine der dienstältesten Ehrenamtlichen ist Irma Zaddach. Bereits seit 1989 engagiert sie sich beim ASB und ist seit der Gründung in der Samariterküche tätig. „Als Rentnerin ist das eine wunderbare Aufgabe, die meine Freizeit sinnvoll füllt“, sagt sie. Für sie stehen Gemeinschaft und Zusammenarbeit im Mittelpunkt: „Die zufriedenen Gesichter im Gastraum sind meine Motivation. Ich bin nicht ohne Grund so lange dabei. Ich fühle mich einfach wohl mit dem Team.“
Gegründet wurde die Samariterküche 2013 von Heidemarie Beiß. Aus der Anfrage eines Kochs, der sich ehrenamtlich engagieren wollte, entstand die Idee eines offenen Mittagstisches. Trotz personeller Wechsel und einer coronabedingten Pause blieb das Projekt bestehen. „Für mich war immer klar, auch im Ruhestand aktiv zu bleiben“, betont sie. Dass die Küche bis heute so viel Anklang findet, bestätigt sie in ihrem Engagement.
Die organisatorische Leitung liegt heute bei Randie Beiß. 2011 kam sie im Zuge einer Umschulung zum ASB und blieb. Ab etwa 2014 unterstützte sie die Samariterküche. Schritt für Schritt übernahm sie mehr Verantwortung. „Es ist ein fester Termin im Monat und klar strukturiert. Das lässt sich wunderbar mit Beruf und Privatleben vereinbaren“, sagt sie. Was sie antreibt, ist der Gedanke, etwas Sinnvolles zu leisten: „Zu sehen, wie Menschen zusammenkommen, miteinander reden, lachen und gemeinsam essen – das gibt mir ein schönes Gefühl.“
Seit April 2022 steht Frank am Herd. Über seine Partnerin, die seit ihrer Kindheit im ASB aktiv ist, wurde er auf die Samariterküche aufmerksam. Da er beruflich selten am Wochenende arbeiten muss, war die Entscheidung leicht. „Mit unserem tollen Team anderen Menschen mit leckerem Essen in Gesellschaft eine Freude zu machen, motiviert mich.“ Seine Leidenschaft für gutes Handwerk schmeckt man: Frische, saisonale Zutaten und Sorgfalt bei der Zubereitung sind für ihn selbstverständlich.
Damit der Mittag reibungslos gelingt, sind mindestens drei Helfer:innen plus Koch im Einsatz. Je nach Menü wird schon am Sonnabend vorbereitet, am Sonntag werden Aufgaben verteilt: vom Kochen über das Dekorieren bis zum Servieren. Denn hier gilt: Auch das Auge isst mit.
Kontakt für Anfragen:
ASB Regionalverband Kiel/Rendsburg-Eckernförde
Tel. 0431/ 66165-0
Die Auszeichnung als „Freiwillige des Monats“ würdigt nicht nur viele helfende Hände, sondern vor allem die Haltung dahinter: Respekt, Gemeinschaft und die Überzeugung, dass eine warme Mahlzeit Menschen zusammenbringen kann. Weitere Freiwillige sind jederzeit willkommen, Teil dieses besonderen Projekts zu werden.
Nominiert eure Freiwilligen des Monats!
Ihr seid unglaublich dankbar für eure freiwilligen Unterstützer und möchtet ihre wertvolle Arbeit gerne anerkennen? Vielleicht habt ihr auch ein besonderes Projekt, das ihr gerne ins Rampenlicht rücken möchtet?
Seit 2017 ehrt unsere Bundesgeschäftsführung persönlich zahlreiche Engagierte, um ihnen für ihren selbstlosen Einsatz zu danken. Ohne ihre Hilfe und Engagement wäre vieles im ASB einfach nicht möglich!
Jetzt habt auch ihr die Möglichkeit, euren Ehrenamtlichen und Projekten eine wohlverdiente Wertschätzung entgegenzubringen und gleichzeitig die Vielfalt des Engagements vor Ort zu zeigen.
Nehmt euch bitte einen Moment Zeit, um den folgenden Nominierungsbogen auszufüllen, und lasst uns gemeinsam diejenigen erkennen, die im Stillen Großes leisten:

