Konferenzteilnahme

ASB stärkt inklusive Katastrophenvorsorge auf der Global Platform for Disaster Risk Reduction in Bali

Die ASB-Auslandshilfe ist vom 23. bis 27. Mai 2022 mit einer großen Delegation und einem Ausstellungsstand auf der Global Platform for Disaster Risk Reduction (GPDRR) in Bali vertreten. Die GPDRR ist die weltweit wichtigste Konferenz zur Verringerung des Katastrophenrisikos und zum Aufbau der Widerstandsfähigkeit (Resilienz) von Gemeinden und Nationen. Gemeinsam mit seinen Partnern wird der ASB auf der Konferenz innovative Ansätze im Bereich der inklusiven Katastrophenvorsorge vorstellen.

Chrysant Lily Kusumowardoyo, ASB-Länderbüroleiterin Indonesien und Philippinen, auf einer Podiusmdiskussion der GPDRR in Bali.

Foto: ASB Indonesia and Philippines

Die ASB-Auslandshilfe ist vom 23. bis 27. Mai 2022 mit einer großen Delegation und einem Ausstellungsstand auf der Global Platform for Disaster Risk Reduction (GPDRR) in Bali vertreten. Die GPDRR ist die weltweit wichtigste Konferenz zur Verringerung des Katastrophenrisikos und zum Aufbau der Widerstandsfähigkeit (Resilienz) von Gemeinden und Nationen. Gemeinsam mit seinen Partnern wird der ASB auf der Konferenz innovative Ansätze im Bereich der inklusiven Katastrophenvorsorge vorstellen.

„Für den ASB bietet die GPDRR die Möglichkeit, mit internationalen Entscheidungsträgern im Bereich Katastrophenvorsorge in den Austausch zu treten und innovative Ansätze des ASB - beispielsweise hinsichtlich der Identifizierung und Stärkung besonders gefährdeter Bevölkerungsgruppen - zu präsentieren“, sagt Martin Kunstmann, Asien-Referent der ASB-Auslandshilfe. „Gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern kann der ASB auf höchster Ebene für eine inklusivere Katastrophenvorsorge eintreten und Entscheidungsträgern aus aller Welt innovative Ansätze und Good Practises für die Umsetzung inklusiver Katastrophenvorsorge vermitteln“, erklärt er weiter. Der ASB setzt sich bei der Katastrophenvorsorge vor allem für Menschen mit Behinderungen sowie ältere Menschen ein.
 

ASB veröffentlicht gemeinsame Studie über die Politik und Praxis der inklusiven Katastrophenvorsorge

2021 hat ein Konsortium aus Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V. (ASB), Centre for Disability in Development (CDD), Christoffel Blindenmission
e. V. (CBM), International Disability Alliance (IDA) und Malteser International (MI) eine Studie über die Politik und Praxis der inklusiven Katastrophenvorsorge in acht Ländern Afrikas, Asiens sowie Süd-/Zentralamerikas in Auftrag gegeben. Die Studie beschreibt Fortschritte, Lücken und bewährte Praktiken im Einklang mit dem Sendai Framework for Disaster Risk Reduction 2015-2030 und beinhaltet Empfehlungen, wie die Katastrophenvorsorge behindertengerechter umgesetzt werden kann.

Folgende Empfehlungen sind dem ASB dabei besonders wichtig:

  • Katastrophen können jeden treffen. Bestimmte Personen, wie z. B. Menschen mit Behinderungen, sind jedoch aufgrund einer Vielzahl von    
        Barrieren, einschließlich sozialer Stigmatisierung und Diskriminierung, besonders gefährdet.

 

  • Die Bedürfnisse und Perspektiven älterer Menschen, von Menschen mit Behinderungen sowie anderer besonders gefährdeter
        Bevölkerungsgruppen müssen in allen Phasen des Katastrophenrisikomanagements berücksichtigt werden, einschließlich der Planung und
        Umsetzung von Maßnahmen.
      
  • Menschen mit Behinderungen können einen wichtigen Beitrag bei der Planung und Umsetzung von Programmen zur Minderung von
        Katastrophenrisiken leisten. Die Einbindung von Menschen mit Behinderungen sowie die Berücksichtigung ihrer Kenntnisse und Perspektiven sind
        unverzichtbar für die Konzeption und Umsetzung von Katastrophenvorsorgeplänen, die für die gesamte Gesellschaft von Nutzen sind.
     
    • Die Verfügbarkeit von Daten, die mindestens nach Alter, Geschlecht und Behinderung aufgeschlüsselt sind, ist unverzichtbar für eine solide
          Entscheidungsfindung.
       

Die Risiken von Naturkatastrophen, Ernährungskrisen oder Pandemien lassen sich durch spezielle Trainings für Menschen in besonders gefährdeten Ländern gezielt verringern. Deshalb ist der ASB in Ländern wie Indonesien, Guatemala oder Nicaragua im Einsatz, die besonders von Naturkatastrophen betroffen sind. Dort schult der ASB mit seinen Länderbüros die Entscheidungsträger:innen der Kommunen mit vielfältigen Maßnahmen, wie der Erstellung von Notfallplänen zur Evakuierung, und initiiert erdbebensicheres Bauen oder die Nutzung von Pflanzen, die weniger anfällig für Dürreperioden sind.


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Die Studie und die Zusammenfassung finden Sie hier in englischer Sprache:

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Dorothee Winden

Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon : 030/2325786-122

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