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Meilenstein für Ersthelfenden-App

„ASB SCHOCKT“ geht zwischen Elbe und Ostsee online

Meilenstein für „ASB SCHOCKT“: Die vom Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland (ASB) entwickelte Smartphone-App ist nun auch in großen Teilen von Mecklenburg-Vorpommern ans Netz gegangen. Das System zur Alarmierung von Ersthelfenden wird künftig in der Landeshauptstadt Schwerin sowie in den Landkreisen Ludwigslust-Parchim und Nordwestmecklenburg eingesetzt.

In enger Kooperation zwischen der Integrierten Leitstelle Westmecklenburg und dem ASB-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern entsteht so ein flächendeckendes Ersthelfer-System für den gesamten Leitstellenbereich zwischen Elbe und Ostsee. Ziel der Initiative ist es, die Überlebenschancen und die Möglichkeit einer vollständigen Genesung nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand deutlich zu erhöhen. 

Kooperation mit „KatRetter“

Über die App ASB SCHOCKT können sich interessierte Ersthelferinnen und Ersthelfer registrieren. Nach einem niederschwelligen Qualifikationsnachweis, beispielsweise durch einen Erste-Hilfe-Kurs, werden sie für Alarmierungen freigeschaltet. Die Verwaltung und Qualitätssicherung übernimmt der ASB- Landesverband Mecklenburg-Vorpommern. Das System ist an die bewährte Alarmierungsplattform „KatRetter“ angebunden.

Im Notfall alarmiert die Leitstelle registrierte Ersthelfende in der Nähe des Einsatzortes. Diese können den Einsatz direkt über die App annehmen und werden anschließend navigiert. Während des gesamten Einsatzes bleibt die Leitstelle als Ansprechpartner erreichbar. Parallel dazu wird der öffentliche Rettungsdienst mit Rettungswagen und Notarzt oder Notärztin alarmiert. Zudem können in der ASB-App die Standorte von Defibrillatoren eingetragen werden.

Auftakt auf Schweriner Bevölkerungsschutztag

Einen gelungenen Auftakt feierte das Projekt beim 1. Schweriner Bevölkerungsschutztag: Im Rahmen der Vorstellung vor Ort wurden Interessierte registriert und freigeschaltet – mit großem Erfolg: Allein nach dem Wochenende stieg die Zahl der Registrierungen mit gültigem Zertifikat um über 100 Personen. 

“Bereits über 220 Personen sind durch unseren Landesverband vor Ort registriert und bereit zu helfen, bis die Rettungskräfte vor Ort sind. Das sind die Minuten, die den Unterschied machen. Wir danken der Leitstelle in Schwerin für das Vertrauen und sind stolz, dieses System zur Verfügung zu stellen.”

Ruven Börger, Referent Digitalisierung  (ASB Bundesverband)

Gemeinsamer Startschuss in Schwerin: (v.l.n.r.) Bernd Nottebaum, stellvertr. Bürgermeister Stadt Schwerin, Ruven Börger, ASB-Digitalisierungsreferent, Dr. Ernst Golde, Ärztliche Leitung - Fachdienst Feuerwehr und Rettungsdienst sowie Stadtbranddirektor Dr

Gemeinsamer Startschuss in Schwerin: (v.l.n.r.) Bernd Nottebaum, stellvertr. Bürgermeister Stadt Schwerin, Ruven Börger, ASB-Digitalisierungsreferent, Dr. Ernst Golde, Ärztliche Leitung - Fachdienst Feuerwehr und Rettungsdienst sowie Stadtbranddirektor Dr. Stephan Jakobi

Foto: ASB MV/R. Backhaus

Tausende sind schon registriert

ASB SCHOCKT wurde gemeinsam mit den Kooperationspartnern KatRetter, Fraunhofer FOKUS und Worldiety entwickelt. In den kommenden Monaten soll die Initiative weiter intensiv beworben werden. Ziel ist es, möglichst viele Menschen für das Ersthelfer-System zu gewinnen – aus der Bevölkerung ebenso wie aus medizinischen Einrichtungen, Arztpraxen, Kliniken, dem Rettungsdienst sowie aus Feuerwehren und Hilfsorganisationen.

Aktuell sind mehr als 5.990 Defibrillatoren und rund 3.860 Ersthelfer:innen registriert. In insgesamt 17 Landkreisen und Städten wird ASB SCHOCKT über die Leitstellen in Berlin, Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern), Nienburg/Schaumburg (Niedersachsen), Zweibrücken (Rheinland-Pfalz), Bergstraße (Hessen) sowie Brandenburg an der Havel, Cottbus und Eberswalde (jeweils in Brandenburg) alarmiert.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter: www.asbschockt.de.