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Pressemitteilung: Kürzungen bei Entwicklungshilfe

"Politisch verantwortungslos": 150 NGOs fordern Kurskorrektur im Bundeshaushalt 2027

Berlin, 29. April 2026 - Minus 70 Prozent für humanitäre Hilfe seit 2022 trotz zahlreicher globaler Krisen, der Etat für Entwicklungshilfe liegt auf dem niedrigsten Stand seit 2018. Weitere massive Kürzungen drohen im Bundeshaushalt für das Jahr 2027, dessen Eckwerte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil heute vorstellt. VENRO, die Dachorganisation der entwicklungspolitischen und humanitären Organisationen, fordert daher stellvertretend für über 150 zivilgesellschaftliche Organisationen einen Kurswechsel von der Bundesregierung.

Globale Krisen und Extremwetterereignisse häufen sich, doch Deutschlands Solidarität schwindet

Globale Krisen und Extremwetterereignisse häufen sich, doch Deutschlands Solidarität schwindet.

 

“Die Etats für humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit brechen ein, während der Bundeshaushalt wächst. Das ist politisch verantwortungslos”,

sagt Edith Wallmeier, Geschäftsführerin Einsatzdienste und Bildung beim Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland (ASB).

"Der Arbeiter-Samariter-Bund schließt sich daher der Forderung unseres Dachverbandes VENRO an: Deutschland braucht im Haushalt 2027 dringend eine Kurskorrektur. Es geht um Menschen in Not und um globale Gerechtigkeit."

Millionen Menschenleben stehen auf dem Spiel


Auf einem gemeinsamen Termin mit der Entwicklungsorganisation ONE in der Bundespressekonferenz konkretisierte VENRO seine Forderungen: Für das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) braucht es im kommenden Jahr einen Etat von mindestens 11,2 Milliarden Euro (2026: 10 Milliarden Euro). Die Finanzierung humanitärer Hilfe muss von rund einer Milliarde Euro im laufenden Jahr auf mindestens 2,8 Milliarden Euro steigen. Ansonsten könnten mühsam erarbeitete Erfolge der Entwicklungszusammenarbeit zunichtegemacht werden und Millionen Menschen ihr Leben verlieren. 

Die Vorstellung der Eckwerte durch den Bundesfinanzminister setzt den finanziellen Rahmen für die kommende Haushaltsplanung. Die Bundesregierung erarbeitet im Anschluss den Haushaltsentwurf, der anschließend in Bundestag und Bundesrat beraten und nach Verabschiedung voraussichtlich im Dezember 2026 als Gesetz wirksam wird. 

Lesen Sie hier die gemeinsame Pressemitteilung: 

Pressekontakt:

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Diana Zinkler

Fachbereichsleitung Kommunikation und Public Affairs

Telefon: 030/2325786-122
Mobil Nummer: +49 152 247 552 09

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