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Wärmepunkte in Kyiv
Durchschnittlich rund 80 Menschen pro Tag, je nach Lage zwischen etwa 50 und über 100 Personen
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Warme Mahlzeiten
Rund 200 warme Mahlzeiten pro Tag über alle Wärmepunkte hinweg
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Schutzräume
43 Betten verfügbar, weitere 20 Etagenbetten im Aufbau
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Winterhilfsgüter
- Rund 1.000 Gaskocher mit Gaskartuschen
- 837 Powerbanks (200 verteilt)
- 325 Sets Thermowäsche (Verteilung startet)
- 450 Akku-Lampen (200 verteilt)
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Energieversorgung
Generatoren und mobile Stromspeicher zur Aufrechterhaltung der Hilfe bei Stromausfällen
Der ASB steht an der Seite der Bevölkerung in Kyiv – mit Wärme, Schutz und verlässlicher humanitärer Unterstützung
Der Winter verschärft die humanitäre Lage in der Ukraine dramatisch, besonders in Kyiv. Durch anhaltende Angriffe auf die Energieinfrastruktur fallen Strom, Heizung und Wasser immer wieder für Stunden oder sogar Tage aus. In vielen Wohnungen sinken die Temperaturen auf unter zehn Grad – eine Situation, die für viele Menschen lebensgefährlich ist.
Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) setzt seine humanitäre Hilfe in der Ukraine daher konsequent fort und baut sie gemeinsam mit europäischen Partnern weiter aus.
„Der ASB und seine europäischen Partner bauen daher ihre Ukrainehilfe aus. Wir lassen die Menschen in Kiew nicht im Stich. Im Gegenteil! Sie können sich weiterhin auf uns verlassen. In dieser Situation sind Wärmepunkte und Schutzräume für viele Menschen buchstäblich lebensrettend. Sie bieten Wärme, Sicherheit und einen Ort zum Durchatmen inmitten der Krise. Deshalb setzen wir unsere humanitäre Hilfe in den Wintermonaten konsequent fort – mit Notstromversorgung, Schutzräumen, Winterhilfsgütern und warmen Mahlzeiten. Unsere Teams und Partner arbeiten trotz extremer Bedingungen unermüdlich weiter, um die Menschen durch diesen Winter zu unterstützen.“

Knut Fleckenstein, ASB-Bundesvorsitzender
Die aktuelle Lage
Der Winter bringt für die Menschen in der Ukraine erneut extreme Herausforderungen mit sich. Besonders in Kyiv ist die Lage dramatisch: Durch anhaltende Angriffe auf die Energieinfrastruktur fallen Strom, Heizung und Wasser immer wieder aus. Zerstörte Kraftwerke, beschädigte Energie- und Wassersysteme sowie nicht funktionierende Heizungen prägen den Alltag vieler Menschen.
Der ASB konzentriert sich gemeinsam mit seinen ukrainischen Partnern auf Maßnahmen, die die Bevölkerung unmittelbar schützen und versorgen. Gerade jetzt zeigen sich Wirkung und Bedeutung der gemeinsamen Wintervorbereitungen.
Wärmepunkte
Die von den ukrainischen Samaritern (SSU) betriebenen Wärmepunkte sind derzeit buchstäblich lebensrettend. In den vergangenen Tagen haben dort durchschnittlich rund 80 Menschen pro Tag Schutz gesucht, je nach Lage schwankend zwischen etwa 50 und über 100 Personen täglich.
Die Wärmepunkte bieten Wärme, warme Mahlzeiten, medizinische Versorgung, Strom zum Aufladen von Mobiltelefonen sowie einen sicheren Aufenthaltsort. Zusätzlich sind die Teams inzwischen verstärkt mobil im Einsatz. In Kooperation mit dem städtischen Rettungsdienst werden Zelte in dicht besiedelten Wohnvierteln aufgebaut, insbesondere dort, wo Hochhäuser länger ohne Heizung oder Strom sind. Dort stellen die Teams heißes Wasser, warme Getränke, Essen sowie psychosoziale und psychologische Erste Hilfe bereit.
Verteilung von Winterhilfsgütern
Im Rahmen der laufenden Projekte werden dringend benötigte Winterhilfsgüter beschafft und verteilt. Dazu gehören insgesamt rund 1.000 Gaskocher mit Gaskartuschen, die bereits verteilt wurden oder sich aktuell in der Verteilung befinden.
Darüber hinaus unterstützen die Teams die Menschen mit weiteren Hilfsgütern. Dazu zählen 837 Powerbanks, von denen bereits 200 verteilt wurden, 325 Sets Thermowäsche, deren Verteilung aktuell beginnt, sowie 450 Akku-Lampen, von denen bereits 200 ausgegeben wurden.
Zusätzlich werden an den Wärmepunkten und im Rahmen der Outreach-Aktivitäten täglich warme Mahlzeiten ausgegeben. Über alle Standorte hinweg werden derzeit rund 200 warme Mahlzeiten pro Tag bereitgestellt.
Schutzräume und soziale Infrastruktur
Neben der Rehabilitierung eines Luftschutzbunkers wurde das Sozialzentrum der SSU erweitert. Ein neuer barrierefreier Schutzraum dient nicht nur als Zuflucht bei Angriffen, sondern auch als Schutz vor der Kälte.
Aktuell stehen dort 43 einfache Betten in den Gängen zur Verfügung. Zusätzlich sollen weitere 20 Etagenbetten aufgebaut werden, um die Kapazitäten weiter zu erhöhen.
Energieversorgung und Vorsorge
Dank vorausschauender Planung in den vergangenen Wintern konnten Partnerorganisationen und Einrichtungen – wo möglich – mit Generatoren und mobilen Stromspeichern ausgestattet werden. So bleibt wichtige Hilfe auch bei anhaltenden Stromausfällen möglich und Versorgungsangebote können aufrechterhalten werden.
Psychosoziale Unterstützung
Auch die psychosozialen Unterstützungsangebote sowie Projekte zur Rehabilitierung sozialer Infrastruktur laufen weiter – trotz Kälte, Stromausfällen und schwieriger Arbeitsbedingungen.
Ukraine: ASB-Winterhilfe in Zahlen
Hier können Sie die Pressemitteilung herunterladen:
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