Menschen laufen nach der Flut durch die verwüstete Stadt.
Unterstützung mit Perspektive

Nach Hurrikan Melissa: Hilfe und Hoffnung für Familien in Haiti

Nach Hurrikan Melissa standen viele Familien in Haiti vor dem Nichts. Mit Trinkwasser, Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Bargeldhilfen unterstützte der ASB besonders betroffene Gemeinden im Süden des Landes. Ein halbes Jahr nach Beginn der Nothilfe zieht das Team vor Ort eine positive Bilanz.

Als Hurrikan Melissa Ende Oktober 2025 über Haiti hinweg zog, verlor Joseph Pierre innerhalb weniger Stunden seine Lebensgrundlage. Die heftigen Regenfälle zerstörten die Felder des Bauern aus Camp-Perrin. Mais, Erbsen und Süßkartoffeln wurden von den Wassermassen vernichtet.

„Alles, wovon ich lebte, ist verloren“, sagt er.

Josephs Geschichte steht stellvertretend für Tausende Menschen im Süden Haitis. Der Hurrikan der Kategorie 5 brachte Windgeschwindigkeiten von über 200 Kilometern pro Stunde, verursachte Überschwemmungen und Erdrutsche und zwang viele Familien zur Flucht. Nach Angaben des haitianischen Zivilschutzes kamen 43 Menschen ums Leben, fast 14.000 wurden vertrieben.

Sauberes Wasser und Lebensmittel für betroffene Familien

In den besonders betroffenen Gemeinden unterstützte der ASB die Menschen mit Trinkwasser, Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Bargeldhilfen. In Camp-Perrin wurden Teile der Wasserversorgung durch die Überschwemmungen zerstört. Viele Familien waren dadurch gezwungen, auf verunreinigtes Wasser zurückzugreifen.

Mithilfe mobiler SkyHydrant-Filtersysteme bereitete der ASB 100.000 Liter Trinkwasser auf und versorgte mehr als 4.000 Menschen mit sicherem Wasser.

Viele Familien hatten nicht nur ihr Zuhause, sondern auch ihre Ernten und Nahrungsvorräte verloren. Der ASB verteilte deshalb Lebensmittelpakete an besonders betroffene Haushalte. Rund zwei Drittel der Pakete gingen an frauengeführte Haushalte, die von den Folgen solcher Katastrophen häufig besonders stark betroffen sind.

Für Joseph Pierre kam die Unterstützung genau zum richtigen Zeitpunkt: „Das Lebensmittelpaket kam in einem entscheidenden Moment.“

Unterstützung für den Weg zurück in den Alltag

Auch die hygienischen Bedingungen verschlechterten sich nach dem Sturm erheblich. Um Gesundheitsrisiken vorzubeugen, erhielten Frauen und Mädchen Hygiene-Sets mit wichtigen Artikeln für die Körper- und Menstruationshygiene.

Neben der unmittelbaren Nothilfe unterstützte der ASB besonders gefährdete Haushalte in Port-Salut mit Bargeldhilfen. Vorrang hatten Familien mit Kindern unter fünf Jahren, von Frauen geführte Haushalte, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen oder schweren gesundheitlichen Einschränkungen sowie vertriebene Familien, deren Häuser überflutet oder schwer beschädigt worden waren.

So konnten die Betroffenen selbst entscheiden, wofür sie die Unterstützung am dringendsten benötigten – etwa für Lebensmittel, Reparaturen, Gesundheitsversorgung oder Schulgebühren.

Für Raymond Jean-René bedeutete die Hilfe, die Ausbildung seiner Kinder fortsetzen zu können. „Ich konnte nicht einmal die Prüfungsgebühr bezahlen. Der ASB hat mir geholfen, dafür aufzukommen.“

Besser vorbereitet auf künftige Katastrophen

Gleichzeitig setzte der ASB auf Vorsorge für die Zukunft. In Gemeinden des Südens Haitis informierten Mitarbeitende über Risiken durch Zyklone, Überschwemmungen, Erdrutsche und Erdbeben sowie über Möglichkeiten, sich besser auf Katastrophen vorzubereiten. Denn Hurrikan Melissa hat erneut die Anfälligkeit der dortigen ländlichen Gemeinden und Küstengebiete deutlich gemacht.

Ende April 2026 endete das sechsmonatige Nothilfeprojekt, der ASB Haiti blickt trotz erheblicher logistischer Einschränkungen und einer instabilen Infrastruktur auf einen erfolgreichen Einsatz zurück. Gemeinsam mit lokalen Behörden und kommunalen Strukturen konnten die Hilfsmaßnahmen die unmittelbare Not vieler Familien lindern und gleichzeitig dazu beitragen, Gemeinden besser auf künftige Katastrophen vorzubereiten.

Hurrikan Melissa zog zwischen dem 21. und 31. Oktober 2025 über die Karibik und traf Haiti mit Windgeschwindigkeiten von über 200 km/h. Nach Angaben des haitianischen Zivilschutzes (DGPC) kamen 43 Menschen ums Leben, 21 wurden verletzt und fast 14.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

Das sechsmonatige Nothilfeprojekt des ASB wurde in enger Abstimmung mit lokalen Behörden und kommunalen Strukturen umgesetzt. Schwerpunkte der Hilfe lagen in den Gemeinden Camp-Perrin, Jérémie und Port-Salut sowie weiteren Orten im Süden Haitis.

Dort bereitete der ASB 100.000 Liter Trinkwasser auf und erreichte damit mehr als 4.000 Menschen. Darüber hinaus wurden 300 Lebensmittelpakete sowie 300 Hygiene-Sets verteilt und 150 besonders gefährdete Haushalte finanziell unterstützt. 

Bis zu 3.000 Menschen nahmen an Gemeindeversammlungen, mobilen Informationskampagnen und Aufklärungsmaßnahmen zur Katastrophenvorsorge teil. 

Das Projekt wurde durch die Unterstützung von Aktion Deutschland Hilft (ADH) und die Spender:innen des ASB ermöglicht.

Hilfe nach Hurrikan Melissa auf einen Blick

Hurrikan Melissa zog zwischen dem 21. und 31. Oktober 2025 über die Karibik und traf Haiti mit Windgeschwindigkeiten von über 200 km/h. Nach Angaben des haitianischen Zivilschutzes (DGPC) kamen 43 Menschen ums Leben, 21 wurden verletzt und fast 14.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

Das sechsmonatige Nothilfeprojekt des ASB wurde in enger Abstimmung mit lokalen Behörden und kommunalen Strukturen umgesetzt. Schwerpunkte der Hilfe lagen in den Gemeinden Camp-Perrin, Jérémie und Port-Salut sowie weiteren Orten im Süden Haitis.

Dort bereitete der ASB 100.000 Liter Trinkwasser auf und erreichte damit mehr als 4.000 Menschen. Darüber hinaus wurden 300 Lebensmittelpakete sowie 300 Hygiene-Sets verteilt und 150 besonders gefährdete Haushalte finanziell unterstützt. 

Bis zu 3.000 Menschen nahmen an Gemeindeversammlungen, mobilen Informationskampagnen und Aufklärungsmaßnahmen zur Katastrophenvorsorge teil. 

Das Projekt wurde durch die Unterstützung von Aktion Deutschland Hilft (ADH) und die Spender:innen des ASB ermöglicht.

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