Hilfe für geflüchtete Menschen in Deutschland und weltweit: Unterstützung, Integration und Perspektiven
Mehr als 122 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht – so viele wie nie zuvor. Kriege, gewalttätige Konflikte, Verfolgung und zunehmend auch die Folgen des Klimawandels zwingen immer mehr Menschen, ihre Heimat zu verlassen. Besonders dramatisch ist die Lage aktuell im Sudan, wo allein über zehn Millionen Menschen auf der Flucht sind. Auch in Afghanistan, der Ukraine und Syrien treiben anhaltende Krisen Millionen in die Vertreibung. Der ASB leistet in dieser globalen Krise tatkräftige Hilfe – im Inland wie im Ausland.
In vielen deutschen Städten und Gemeinden sind ASB-Helfer:innen für geflüchtete Menschen im Einsatz. Als humanitäre Organisation kümmern wir uns um ihre Versorgung: wir stellen Lebensmittel und Unterkünfte bereit, leisten medizinische Betreuung sowie psychologische Unterstützung.
In Deutschland leben aktuell rund 3,2 Millionen Schutzsuchende (Stand Ende 2025). Davon haben 2,7 Millionen einen humanitären Aufenthaltstitel, also einen anerkannten Schutzstatus. Die größte Gruppe unter ihnen sind Geflüchtete aus der Ukraine: Rund 1,35 Millionen Menschen halten sich aktuell (April 2026) mit vorübergehendem Schutzstatus in Deutschland auf. Insgesamt waren Ende 2025 rund 14,07 Millionen ausländische Personen mit Wohnort in Deutschland im Ausländerzentralregister erfasst.
Wie hilft der ASB geflüchteten Menschen?
Hilfe für geflüchtete Menschen beim ASB bedeutet Menschlichkeit, Solidarität und konkrete Unterstützung. Unsere Helfer:innen betreuen und begleiten Geflüchtete, übernehmen Verantwortung für Wohnprojekte und setzen sich für einen willkommenen Start ein. In vielen Hilfseinrichtungen für geflüchtete Menschen werden Unterstützer:innen gesucht – ob als Ehrenamtliche:r, Spender:in oder Organisator:in.
Werden Sie gemeinsam mit uns aktiv, helfen Sie mit und heißen Sie schutzsuchende Menschen in Deutschland willkommen!

Hilfe für geflüchtete Menschen in Deutschland: Notunterkünfte und Begleitung
In Deutschland leben rund drei Millionen Personen, die Schutz bekommen oder beantragt haben. In vielen Unterkünften für geflüchtete Menschen werden noch immer Helfende gesucht. Unsere Aufgaben umfassen:
- Aufbau und Betrieb von (Not-)Unterkünften
- Versorgung mit Lebensmitteln, medizinischer Hilfe und psychosozialer Betreuung
- Unterstützung beim Deutschlernen und Kennenlernen der Region und wichtigen Anlaufstellen
- Begleitung von geflüchteten Familien und Einzelpersonen zur Unterstützung bei Herausforderungen im Alltag
Zusätzlich engagieren sich unzählige Freiwillige in unseren Unterkünften. Sie betreuen Kleiderkammern, geben Deutschunterricht oder unterstützen geflüchtete Menschen bei Behördengängen. In vielen Projekten werden immer noch Freiwillige gesucht.
Hilfe für unbegleitete minderjährige Geflüchtete
Besonders schutzbedürftig sind unbegleitete minderjährige Geflüchtete, die ohne Eltern oder Erziehungsberechtigte in Deutschland ankommen. In ASB-Wohngruppen und Einrichtungen kümmern sich Sozialarbeiter:innen um die Kinder und Jugendlichen. Der ASB begleitet, stärkt und unterstützt sie in allen Lebensbereichen:
- Schule, Hausaufgaben und Sprachkurse,
- Suche nach Ausbildungsplätzen,
- Bewältigung des Alltags in der neuen Heimat,
- Klärung des rechtlichen Status.
Ehrenamtliche helfen zum Beispiel bei den Hausaufgaben oder bieten Sport- und Freizeitaktivitäten an. Projekte für unbegleitete minderjährige Geflüchtete gibt es unter anderem beim ASB Bremen, Frankfurt und Neu-Ulm. Ein weiteres Projekt ist das Projekt ZUG, das sich an Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund ab 16 Jahren richtet, die Interesse an einer Ausbildung in Gesundheitsberufen haben und in Mainz und Worms, im Landkreis Mainz-Bingen oder Alzey-Worms wohnen. Es unterstützt die jungen Geflüchteten dabei, einen Ausbildungs- oder Praktikumsplatz zu finden und bietet neben einem Beratungsangebot auch Lerngruppen und Lehrgänge an.

„Die meisten Ratsuchenden informieren sich über Ausbildungen zur Pflegefachkraft, sowie Kranken- und Altenpflegehilfe“, berichtet die Projektleiterin Tülay Arslan. „Dabei brauchen sie besonders Unterstützung bei der Bewerbung und weitere Informationen über die Ausbildungsinhalte.“ Sie führt weiter aus: „Ein Highlight ist es, wenn die Teilnahmebescheinigung beim Lehrgang vergeben wird. Alle sind total aufgeregt und unsicher, ob sie diese erhalten. In der Regel bestehen fast alle den Lehrgang und sie freuen sich über die Bescheinigung.“
Integration von geflüchteten Menschen in Deutschland
Integration ist keine Einbahnstraße und gelingt nur gemeinsam. Der ASB setzt sich dafür ein, dass geflüchtete Menschen nicht nur ankommen, sondern auch Teil unserer Gesellschaft werden. Dazu gehören:
- Sprachkurse der ASB Bildung für die Kommunikation im Alltag und
- auf der Arbeit, Wohnprojekte für ein Ankommen an einem festen Wohnort,
- Berufsintegrationsmaßnahmen für Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt.
Eine neue Chance für Kefil
Minderjährige Flüchtlinge, die alleine in Deutschland ankommen, können beim ASB ein neues Zuhause finden - und Hilfe beim Start in ein neues Leben. So wie Kefil, den Sie in diesem Video kennenlernen.
Psychosoziale Unterstützung für geflüchtete Menschen
Flucht bedeutet oft Trauma, Verlust und Unsicherheit. Der ASB bietet psychosoziale Unterstützung, um Geflüchteten zu helfen, ihre Erlebnisse zu verarbeiten und neue Kraft zu schöpfen. Unsere Fachkräfte und Ehrenamtlichen hören zu, geben Halt und vermitteln bei Bedarf an spezialisierte Hilfsangebote.
Freiwillige Geflüchtetenhilfe: Ehrenamt in der Hilfe für geflüchtete Menschen
Sie wollen neu angekommenen geflüchteten Menschen helfen – aber wissen nicht, wie Sie konkret unterstützen können? Der ASB setzt ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und Fremdenhass und für Solidarität und soziales Engagement. Als Teil von Willkommensbündnissen in verschiedenen Städten initiieren wir Projekte, die Menschen stärken und zusammenbringen.
Bei den meisten Aktivitäten arbeiten professionelle Helfer:innen Hand in Hand mit Freiwilligen, die mit vielen Ideen und außerordentlichem Engagement dabei sind. In ihrer Freizeit setzen sie sich für geflüchtete Menschen ein:
- übernehmen Kinderbetreuung,
- bieten ehrenamtliche Deutschkurse an oder
- organisieren Begegnungsprojekte.
Jeder Beitrag zählt – und der ASB hilft Ihnen, den passenden Einsatz für Ihre Fähigkeiten und Interessen zu finden.

Gut zu wissen: Versicherungsschutz in der Flüchtlingshilfe
Freiwillige in der Geflüchtetenhilfe, die im Auftrag einer anerkannten Organisation wie dem ASB tätig sind, genießen in der Regel den gesetzlichen Unfallversicherungsschutz. Er ist kostenlos und greift bei Unfällen während der Tätigkeit oder auf dem Weg dahin oder zurück nach Hause.
Aktiv werden und mithelfen
Sprechen Sie die ASB-Mitarbeiter:innen in Ihrer Nähe am besten direkt an und fragen Sie, welche Hilfe aktuell benötigt wird. Werden Sie aktiv, helfen Sie mit und unterstützen Sie geflüchtete Menschen bei der Integration in Deutschland!
Weitere Informationen und Links
Für alle, die sich engagieren möchten, bieten folgende Seiten hilfreiche Informationen:
Erfolgsstories
Wie der ASB in Griechenland Kindern eine Chance auf Bildung gab – ein Rückblick
Aufgeregt laufen Nadima und Tahera zur Schultafel und stellen sich vor die Klasse. Sie sind mit ihrer Präsentation an der Reihe und erzählen, was sie später einmal werden wollen. „Ich möchte Ärztin werden“, sagt die 17-jährige Nadima. „Und ich Zahnärztin“, meint Tahera. Die anderen Schüler:innen, die in der Notunterkunft Filippiada in der griechischen Region Epirus unterrichtet werden, hören dem Vortrag ihrer Mitschülerinnen gespannt zu.
Der Unterricht findet in einem Schulcontainer in dem Camp statt, in dem die Kinder und Jugendlichen gemeinsam mit ihren Eltern in Notunterkünften leben. Heute ist es grau und regnerisch. Im Camp, dessen Boden von hellen Kieselsteinen bedeckt ist, bilden sich langsam Pfützen. Die Notunterkunft befindet sich in einer einsamen Berglandschaft, die nächsten Städte sind mehr als 13 Kilometer entfernt.
Nadima und Tahera haben in Afghanistan und auf ihrer Flucht belastende Erfahrungen gemacht. In Griechenland angekommen, sind sie zwar sicher vor Krieg, jedoch ist das Ankommen in einer neuen Gesellschaft und das Lernen einer neuen Sprache herausfordernd.
Der ASB half Kindern und Jugendlichen wie Nadima und Tahera dabei, Anschluss an den Schulunterricht in den griechischen Schulen zu bekommen. Dazu bot der ASB geflüchteten Kindern ein Förderprogramm an. In Epirus und Thessaloniki wurden insgesamt 712 Kinder mit dem Angebot unterstützt. Die Kinder besuchten die Kurse des ASB, die auf Griechisch und Englisch stattfanden, zusätzlich zum Unterricht in den öffentlichen Schulen.
Unter Ihnen auch die 13-jährige Aisha. Durch die Fluchterfahrung ist sie früh erwachsen geworden. Sie freut sich darüber, dass der ASB ihr die Chance gibt, Griechisch und Englisch zu lernen. „Wir bekommen hier Unterricht, sodass wir unsere Träume erfüllen können. Ohne Bildung kann ich meine Träume nicht erreichen“, erzählte das Mädchen nachdenklich.
Auch Sie können Kindern wie Aisha dabei helfen sich in einem fremden Land eine Zukunft aufzubauen. Wie Sie helfen können? Werfen Sie einen Blick auf unsere FAQs, um mehr zu erfahren.
Die Kinder lächeln wieder
Gewalt, Vertreibung und Ernährungsunsicherheit prägen den Alltag vieler Menschen in der Region Tahoua im Westen des Nigers. Unter ihnen ist auch Assibi Issaka, die mit ihren fünf Kindern aus Nigeria fliehen musste. Der ASB arbeitet gemeinsam mit seinem Partner Karkara daran, Geflüchteten eine Zukunft zu geben und die aufnehmenden Gemeinden widerstandsfähiger zu machen.
„Ehrlich gesagt haben wir früher nicht wirklich gelebt – nur überlebt“, sagt Assibi Issaka. Wenn sie von „früher“ spricht, meint sie die Zeit vor 2023. Die 47-Jährige hat fünf Kinder und weil sie nicht gehen kann, sitzt sie im Rollstuhl. Für die Versorgung der Kinder ist sie allein verantwortlich, denn ihr Ehemann ist bei einem Terroranschlag im Norden Nigerias ums Leben gekommen, er war damals auf der Suche nach Arbeit. Noch am selben Tag nahm Assibi ihre Kinder und flüchtete – wie tausende andere Menschen aus Nigeria – über die Grenze in den Niger.
Dort war die Familie zwar etwas sicherer vor Terror und Gewalt, doch Assibi hatte keine Möglichkeit, ihre Kinder auch nur mit dem Nötigsten zu versorgen. „Meine beiden älteren Töchter mussten mich von Dorf zu Dorf und von Tür zu Tür schieben. Wir haben gebettelt, aber die Dorfbewohner:innen hatten selbst nichts.“ Das Weinen ihrer Hunger leidenden Kinder ließ sie ihre eigene Hilflosigkeit nur noch mehr spüren, erinnert sie sich, „ich konnte nichts tun.“
Im Jahr 2023 startete der ASB mit seinem nigrischen Partner Karkara in der Region Tahoua ein humanitäres Hilfsprojekt. Verwitwet, körperlich beeinträchtigt, geflüchtet und alleine mit fünf Kindern – für den ASB galt Assibi als besonders vulnerable Person, der geholfen werden musste. Das Projekt setzt auf einen gendersensiblen und inklusiven Ansatz. Die am stärksten gefährdeten Menschen werden dabei besonders berücksichtigt, von rund 6.000 direkt Unterstützten haben etwa 600 eine Behinderung.
Der ASB ist bereits seit 2005 in Niger mit einem Landesbüro in der Hauptstadt Niamey sowie zwei Projektbüros in Tahoua und Maradi aktiv. Der Binnenstaat in Westafrika ist eines der ärmsten Länder der Welt. Die Lebenserwartung im Land ist mit 54 Jahren eine der niedrigsten, jedes zehnte Kind stirbt in Niger vor seinem fünften Geburtstag.
Der Militärputsch 2023 und die zahlreichen bewaffneten Konflikte in der Region haben die aufgrund von Klima- und Wirtschaftskrise ohnehin angespannte humanitäre Situation in den vergangenen Jahren zusätzlich verschärft. Die Region Tahoua im Westen des Nigers ist mit am stärksten von der herrschenden Ernährungskrise betroffen. Hinzu kommen massive Zuströme von Menschen aus den Nachbarländern Mali und Nigeria, die vor Gewalt und Terror fliehen.
„Zum ersten Mal, seitdem mein Mann gestorben war, hatten wir wieder etwas zu essen in der Küche“, erzählt Assibi, wie sich ihr Leben seit Projektbeginn verändert hat. „Lange konnten wir gar nicht richtig kochen, jetzt manchmal sogar zweimal am Tag.“ Neben monatlichen Lebensmittelhilfen und Unterstützung in einer Frauenkooperative haben Assibi und ihre Kinder auch drei Ziegen erhalten, mit denen sie ein kleines Einkommen verdienen können.
Der ASB und seine Partner-NGO unterstützen in Tahoua in den Bereichen Klimaanpassung, Trinkwasser- und Lebensmittelversorgung sowie Konfliktprävention. Zusammen mit den Bewohner:innen vor Ort werden Wasserstellen saniert, Grundschulen mit Lebensmitteln versorgt, Weideland durch Anpflanzungen wiederhergestellt und wird speziell Frauen geholfen, ihre wirtschaftliche Situation zu verbessern.
Das Projekt – durch die Aktion Deutschland Hilft (ADH) im Rahmen des WDR-Weihnachtswunders finanziert – unterstützt dabei einerseits die binnenvertriebenen und geflüchteten Menschen, andererseits auch die aufnehmenden Gemeinden. Denn die Solidarität mit den Geflüchteten ist zwar groß, der Spielraum zu helfen jedoch klein.
„Meine Kinder haben wieder angefangen zu lächeln. Seit sie regelmäßig essen können, sind sie viel gesünder“, erzählt Assibi. „Meine größte Hoffnung ist, dass meine Kinder nie wieder Hunger leiden müssen. Dass sie die gleichen Chancen haben wie andere Kinder. Dass sie zur Schule gehen können, in Sicherheit leben und sich ein besseres Leben aufbauen können.“
Mohammed startet als Pflegekraft durch
Stellen Sie sich vor, Sie müssen alles zurücklassen – Ihr Zuhause, Ihre Arbeit, Ihre Träume. Doch eines nehmen Sie mit: Ihr Wissen, Ihre Fähigkeiten oder einfach nur den Wunsch, im Gesundheitsbereich durchzustarten. Genau hier setzt das Projekt ZUG („Zugang zu Gesundheitsberufen“) des ASB Rheinland-Pfalz an.
Seit 2020 werden in der Region Mainz Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund auf ihrem Weg in Pflege- und Gesundheitsberufe begleitet und vorbereitet. Neben einem individuellen Coaching und Beratung werden sie beim Erwerb von Qualifizierungen, wie zum Beispiel in Sanitätshelferkursen, und beim Sammeln von Erfahrungen in Praktika unterstützt – damit aus Träumen Realität wird.
Unter ihnen ist auch Mohammed. Der junge Geflüchtete bewarb sich mithilfe von der Projektleiterin Tülay Arslan als Krankenpflegehelfer. Die Ausbildung macht ihm Spaß und sein Arbeitgeber ist sehr zufrieden. Mittlerweile startete Mohammed in eine dreijährige Ausbildung zur Pflegefachkraft.
Statements zum Thema
„Die Menschen, für die wir arbeiten – und mit denen wir arbeiten – sind vielfältig. Diese Vielfalt sichtbar zu machen und zu verteidigen, gehört zu unserem Selbstverständnis als Hilfs- und Wohlfahrtsorganisation“ (Dr. Uwe Martin Fichtmüller ASB-Hauptgeschäftsführer)
Der ASB setzt sich als Gründungsmitglied von Aktion Deutschland Hilft seit Jahren für die Seenotrettung ein. Mehrere Bündnisorganisationen haben in den zurückliegenden Jahren gemeinsam die Arbeit von SOS Humanity mit Förderprojekten gestärkt. Seit 2019 hat der ASB über die Konsortialprojekte rund 640.000 Euro für die Arbeit von SOS Humanity zur Verfügung gestellt. Zudem verlieh der ASB im Jahr 2023 den Annemarie Renger Preis an die Seenotrettungsorganisation. Im Frühjahr 2026 besuchte der Bundesvorsitzende Knut Fleckenstein die Humanity 1 im Hafen von Syrakus in Sizilien.

„Wer heute im Mittelmeer Menschen rettet, handelt nicht politisch, sondern menschlich. Und doch erleben wir weiterhin, dass zivile Seenotrettung behindert wird – durch Gesetze, durch Festsetzungen von Schiffen und durch politische Maßnahmen, die Einsätze erschweren“, sagt Knut Fleckenstein. „Das ist inakzeptabel. Wir stellen uns klar dagegen, dass Organisationen wie SOS Humanity unter Druck geraten und kriminalisiert werden. Es ist nicht hinnehmbar, dass Rettungsschiffe behindert werden, während das zentrale Mittelmeer eine der tödlichsten Fluchtrouten der Welt bleibt.“
(Knut Fleckenstein, ASB-Bundesvorsitzender)
Häufig gestellte Fragen
Hilfe für geflüchtete Menschen umfasst alle Maßnahmen, die Geflüchteten sowohl Schutz, Versorgung und Unterstützung bieten, als auch gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. Dazu gehören u.a.:
- Akute Nothilfe (Unterkünfte, Lebensmittel, medizinische Versorgung),
- Rechtliche Beratung (Asylverfahren, Aufenthaltsstatus),
- Integration und gesellschaftliche Teilhabe (Sprachkurse, Arbeitsvermittlung, Wohnraum),
- Psychosoziale Betreuung (Traumaverarbeitung, psychologische Unterstützung).
- Anlauf- und Beratungsstellen bei denen sich geflüchtete Menschen bei Diskriminierung Unterstützung suchen können.
Der ASB unterstützt Geflüchtete praktisch und langfristig:
- Notunterkünfte aufbauen und betreiben,
- Medizinische Versorgung und Grundbedürfnisse sichern,
- Sprach- und Integrationskurse anbieten,
- Unbegleitete Minderjährige in Wohngruppen betreuen,
- Psychosoziale Unterstützung durch Fachkräfte,
- Alltagshilfe (Begleitung bei Behördengängen, Kinderbetreuung, Freizeitangebote).
Sie können auf vielfältige Weise unterstützen:
- Ehrenamtlich engagieren (zum Beispiel in Unterkünften, bei Sprachkursen oder Freizeitaktivitäten),
- Zeit spenden (Begleitung zu Ämtern, Hausaufgabenhilfe),
- Finanziell unterstützen (Spenden für ASB-Projekte),
- Wohnraum anbieten (zum Beispiel über lokale Initiativen).
Kontakt: Sprechen Sie Ihre lokale ASB-Geschäftsstelle an – sie vermittelt gerne passende Einsatzmöglichkeiten.
Das sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die ohne Eltern oder erwachsene Begleitpersonen aus ihren Heimatländern geflohen und in Deutschland angekommen sind. Sie brauchen besonderen Schutz, da sie ohne ihre Eltern in einem fremden Land zurechtkommen müssen. Sie gelten in Deutschland als besonders schutzbedürftig und erhalten einen gesetzlichen Vormund.
Sie benötigen besonderen Schutz und Unterstützung, weil viele der Kinder- und Jugendlichen:
- Traumata durch Flucht und Gewalt erlebt haben, die Folgen bis ins Erwachsenenalter haben können und deshalb entsprechend psychologische Unterstützung benötigen
- Rechtliche Hürden (Asylverfahren, Aufenthaltsstatus) noch nicht allein bewältigen können,
- Sprachliche und kulturelle Barrieren trotz ihres jungen Alters alleine überwinden müssen,
- Sichere Unterbringung und stabile Bezugspersonen brauchen.
Der ASB bietet ihnen in Wohngruppen ein Zuhause und unterstützt sie in Schule, Alltag und Ausbildungsplatzsuche.
Geflüchtete stehen vor zahlreichen Hürden:
- Sprachbarrieren (Deutschkenntnisse für Alltag und Arbeit),
- Zunehmende Diskriminierung und Alltagsrassismus
- Bürokratie (komplexe Asyl- und Aufenthaltsverfahren, zahlreiche zu stellende Anträge für den Zugang zu Bildungs- und Betreuungsangeboten sowie den Erhalt von Hilfeleistungen wie beispielsweise Kindergeld oder Familienhilfe),
- Wohnraumsuche (knapper und teurer Wohnraum, Benachteiligungen und Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt),
- Arbeitsmarktzugang (Anerkennung ausländischer Qualifikationen, Benachteiligungen und Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt),
- Psychische Belastungen (Trauma, Verlust, unsichere Bleibeperspektive, zunehmende Erfahrungen von Diskriminierungen und Alltagsrassismus),
- Soziale Isolation durch Unterbringung in Unterkünften, die überwiegend außerhalb von Stadtzentren errichtet wurden (Aufbau eines neuen Netzwerks ohne ausreichende Anbindung an Infrastruktur und Nachbarschaft).
Integration ist der Schlüssel für ein selbstbestimmtes Leben in Deutschland. Sie ermöglicht:
- Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und soziale Einbindung (Sprachkurse, Begegnungsangebote, Patenschaften),
- Selbstständigkeit (Wohnprojekte, Berufsintegration).
Der ASB fördert Integration durch Sprachkurse, Berufsvorbereitung, niedrigschwellige Begegnungsangebote sowie ehrenamtliche Begleitung.
Der ASB bietet:
- Psychosoziale Beratung durch Fachkräfte,
- Traumatherapie in Kooperation mit Psycholog:innen,
- Gruppenangebote zur Verarbeitung von Erlebnissen,
- Vermittlung an spezialisierte Hilfsangebote.
Aktuell (Juni 2026) sind die Hauptursachen:
- Kriege und Konflikte: Sudan (Mehr als zehn Millionen Vertriebene), Ukraine, Afghanistan, Syrien,
- Klimawandel: Dürren, Überschwemmungen, Naturkatastrophen (zum Beispiel in verschiedenen Ländern in Afrika/Asien),
- Menschenrechtsverletzungen: Verfolgung aufgrund von Ethnie, Religion oder politischer Überzeugung,
- Wirtschaftliche Not: Armut und Perspektivlosigkeit.
Aktuelle Zahl: Über 122 Millionen Menschen weltweit sind auf der Flucht (UNHCR, 2026)
Teilweise ja, es gibt bestimmte Regelungen, die in den vergangenen Jahren mehrfach gesetzlich geändert wurden. Zur Aktualität der Regelungen sollten die zuständigen Aufenthaltsbehörden befragt werden. Momentan gilt eine Arbeitserlaubnis für:
- Anerkannte Geflüchtete (mit Aufenthaltstitel), sie haben freien Arbeitsmarktzugang.
- Geflüchtete aus der Ukraine (mit vorübergehendem Schutz) dürfen sofort arbeiten.
- Auch Asylbewerber:innen mit offenem Verfahren und als „Geduldete“ eingestufte Menschen können grundsätzlich arbeiten, jedoch oft erst nach Wartefristen und mit behördlichen Auflagen.
Geflüchtete Menschen, die noch unter eine Wartefrist fallen, zur Ausreise aufgefordert wurden, aus sicheren Herkunftsstaaten stammen oder deren Identität nicht nachgewiesen ist, erhalten laut aktueller Rechtsprechung (Stand Juli 2026) keine Arbeitserlaubnis.
Der ASB unterstützt bei der Anerkennung beruflicher Qualifikationen, die im Ausland erlangt wurden, und bei der Arbeitsvermittlung.
Der ASB ist in vielen Städten und Gemeinden aktiv. Sie können:
- Die ASB-Geschäftsstelle in Ihrer Region über die ASB-Suche finden,
- Lokale Geflüchtetenunterkünfte kontaktieren (oft in Kooperation mit dem ASB),
- Sich an Kommunen oder Sozialämter wenden, die mit dem ASB zusammenarbeiten.
