Neues Zuhause für junge Flüchtlinge

In unserer Reihe „Leuchttürme im ASB“ stellen wir besondere Projekte zur Integration und Betreuung von Geflüchteten im ASB vor. Heute: Beim ASB in Falkensee finden unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ein neues Zuhause. Sie leben in den Einrichtungen des ASB und in Gastfamilien.

  • Spielerisch die deutsche Sprache und Alltagskultur kennenlernen: Das Leben in der Gastfamilie fördert die Integration von jungen Flüchtlingen.
    Foto: ASB/B. Bechtloff
  • Kazem lernt mit seiner Gastmutter Gabriele Engelhardt Deutsch.
    Foto: ASB/B. Bechtloff
  • Während des Clearingsverfahrens dürfen die jungen Geflüchteten noch nicht die Schule besuchen. Sie erhalten deshalb Deutschunterricht im ASB-Mehrgenerationenhaus. Hier: Der 16-jährige Munir lernt Deutsch mit Regina Ayuk-Tetteh, einer freiwilligen Helferin.
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  • Mit dem Projekt „Betreutes Wohnen in Gastfamilien“ geht Ulf Hoffmeyer-Zlotnik neue Wege. Der Psychologe leitet seit 25 Jahren die Kinder-, Jugend- und Familienhilfe des ASB in Falkensee.
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  • Das Ehepaar Falkner-Musial hat zwei Brüder auf Afghanistan aufgenommen und empfindet das Zusammenleben mit ihnen als Bereicherung. Aus Angst vor Repressalien gegen ihre Familie in der Heimat wollten die Jungen nicht mit aufs Bild.
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  • Die Jugendlichen leben zwar in Gastfamilien, sie werden aber weiterhin vom ASB intensiv betreut. Zum sechsköpfigen Team, das sich um die Jugendlichen in den Gastfamilien kümmert, gehört Koordinatorin Katja Paul.
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  • Der ASB arbeitet eng mit der Initiative „Willkommen in Falkensee“ zusammen. Die Initiative betreibt zum Beispiel eine Kleiderkammer auf dem Gelände des ASB. Viele Mitglieder beteiligen sich am ASB-Projekt „Betreutes Wohnen in Gastfamilien“.
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In der Betreuung von Jugendlichen in schwierigen Lebenslagen ist der ASB in Falkensee schon seit Jahrzehnten Spezialist. In seinem Heim und seinen betreuten Wohngruppen leben Kinder und Jugendliche, die aus verschiedenen Gründen derzeit nicht von ihren Eltern betreut werden können.

Seit vergangenem Sommer wohnen auch junge Geflüchtete im Alter von 14 bis 17 Jahren beim ASB in Falkensee. Sie sind ohne ihre Eltern nach Deutschland gelangt. Ulf Hoffmeyer-Zlotnik, Geschäftsführer des ASB Falkensee, hatte sich beim Havelländer Jugendamt für die Aufnahme von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in seinen Einrichtungen stark gemacht. „Wir verfügen ja über die passenden Strukturen", erklärt er.

Betreutes Wohnen in Gastfamilien

Da sich Familien aus der Initiative „Willkommen in Falkensee" als Paten anboten, startete der ASB im November 2015 eines neues Projekt: Betreutes Wohnen in Gastfamilien. Das Besondere an dem Konzept: „Die Jugendlichen leben in Gastfamilien, wir tragen aber weiterhin die Verantwortung für sie und betreuen sie genauso professionell wie beim Betreuten Wohnen", sagt Ulf Hoffmeyer-Zlotnik.

15 Kinder und Jugendliche konnte der ASB seitdem in Gastfamilien in Falkensee und Umgebung unterbringen. Unter ihnen sind auch die Brüder Kazem und Mehmet. Vor drei Monaten sind sie ohne ihre Familie vor dem Terror in der IS-Hochburg Rakka im Norden von Syrien nach Deutschland geflohen. Bei Familie Engelhardt haben sie ein neues Zuhause gefunden. Noch ist die Sprachverständigung schwierig. Aber die Jungen lernen eifrig Deutsch mit ihrer Gastmutter. Die Familientherapeutin stellt sich darauf ein, dass die Brüder mindestens bis zu ihrer Volljährigkeit bei ihnen wohnen werden.

„Wir wollten helfen und haben uns gedacht, wenn nicht wir, wer dann", erklären Gabriele Engelhardt und ihr Mann ihr Engagement. Sie sind gestandene Eltern von vier erwachsenen Kindern.

Schon einige Monate nach dem Start hat sich das Projekt „Betreutes Wohnen in Gastfamilien" bewährt. Ulf Hoffmeyer-Zlotnik sucht nun Gastfamilien für weitere 15 Jugendliche.

  • ASB-Leuchttürme der Flüchtlingshilfe und Integration

    In „Jahr der Integration" macht der ASB auf das außergewöhnliche Engagement und den großen Einsatz unzähliger hauptamtlicher, ehrenamtlicher und freiwilliger Helferinnen und Helfer in der Flüchtlingshilfe und Integration aufmerksam.

  • Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

    In ASB-Wohngruppen und Einrichtungen kümmern sich Sozialarbeiter um Minderjährige, die ohne ihre Eltern in Deutschland ankommen. Der ASB begleitet, stärkt und unterstützt sie.

  • Wer seine Heimat verliert, findet bei uns eine neue

    2016 ist für den ASB das "Jahr der Integration". Erfahren Sie mehr darüber, wie wir diese wichtige Aufgabe angehen und die Integration von Flüchtlingen und Neubürgern unterstützen.

  • Hier hilft der ASB. Helfen Sie mit!

    Derzeit betreut der ASB in 206 Unterkünften rund 53.000 Flüchtlinge deutschlandweit. In vielen Notunterkünften und Flüchtlingseinrichtungen werden Unterstützer gesucht. Werden Sie aktiv, helfen Sie mit und heißen Sie Flüchtlinge in Deutschland willkommen.