Pressemitteilung

Nach Erdbeben in Haiti: ASB hilft mit Trinkwasseraufbereitung

Köln/Berlin, 26.08.2021 – Ein Team der ASB-Auslandshilfe befindet sich seit dem 20. August in Saint Louis du Sud in der südlichen Provinz Haitis, um die Nothilfe seitens des dortigen ASB-Teams (25 Personen) und der Partnerorganisationen zu unterstützen. Der Schwerpunkt liegt auf Maßnahmen im Bereich Wash bzw. dem Zugang zu Trinkwasser, da der Bedarf an einer sicheren Trinkwasserversorgung aufgrund von Schäden an Tanks und Leitungen sowie verschmutztem Oberflächenwasser sehr groß ist. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) kann bei seiner Nothilfe darauf aufbauen, dass er bereits seit 2010 kontinuierlich in Haiti tätig ist.

Ein ehemaliger Fahrer des ASB Büro in Saint Louis du Sud wir in der Installation und Wartung der Trinkwasseraufbereitungsanlagen durch Mitarbeiter des ASB geschult.

Ein Mitarbeiter des ASB Büro in Saint Louis du Sud wird in der Installation und Wartung der Trinkwasseraufbereitungsanlagen durch einen Mitarbeiter der ASB-Auslandshilfe geschult.

Köln/Berlin, 26.08.2021 – Ein Team der ASB-Auslandshilfe befindet sich seit dem 20. August in Saint Louis du Sud in der südlichen Provinz Haitis, um die Nothilfe seitens des dortigen ASB-Teams (25 Personen) und der Partnerorganisationen zu unterstützen. Der Schwerpunkt liegt auf Maßnahmen im Bereich Wash bzw. dem Zugang zu Trinkwasser, da der Bedarf an einer sicheren Trinkwasserversorgung aufgrund von Schäden an Tanks und Leitungen sowie verschmutztem Oberflächenwasser sehr groß ist. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) kann bei seiner Nothilfe darauf aufbauen, dass er bereits seit 2010 kontinuierlich in Haiti tätig ist.

Die südliche Provinz Haitis ist von dem Erdbeben massiv betroffen. Insbesondere in der Gemeinde Saint Louis du Sud, wo der ASB seit 2016 mit der Partnerorganisation CAPSL (Coopérative Agricole de Saint Louis du Sud) zusammenarbeitet, sind drei Viertel der Bevölkerung vom Erdbeben direkt betroffen, d.h. 10.000 Familien mit insgesamt rund 50.000 Personen. Über 100 Menschen verloren ihr Leben, eine Vielzahl von Menschen wurde verletzt. Mit über 5.000 zerstörten Häusern verzeichnet Saint Louis, neben der Gemeinde Pestel, die größten Schäden aller betroffener Gemeinden.

Das zweiköpfige ASB-Team der Auslandshilfe hat seit seiner Ankunft mit Hochdruck daran gearbeitet, dass die mitgebrachten mobilen Wasserfiltersysteme (Skyhydranten) in Betrieb genommen werden können. So wurden die erforderlichen Materialien wie z.B. Verbindungsrohre angeschafft; es wurden Mitarbeiter der Partnerorganisationen (CAPSL aus Saint Louis, FEODTI aus Tiburon) sowie Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung in der Handhabung der Filter geschult und es wurden geeignete Wasserstellen identifiziert. Ein besonderer Fokus wird dabei auf Inklusion gelegt, damit alle Personen an den Standorten der Trinkwasserfilter, die Bedarf haben, auch Zugang zu Wasser haben werden. Dazu zählen Menschen mit Behinderung, ältere Menschen sowie weitere marginalisierte Gruppen. Ein Skyhydrant kann 500 Liter sauberes Wasser pro Stunde erzeugen. Das ASB-Team hat insgesamt sechs Skyhydranten aus Deutschland mitgebracht, davon stammen drei von der Partnerorganisation arche noVa aus Dresden. Die erste Verteilung von Trinkwasser, das mit zwei bis drei Trinkwasserfiltern erzeugt wird, ist Ende der Woche vorgesehen.

dorothee_winden.jpg

Dorothee Winden

Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon : 030/2325786-122

d.winden(at)asb.de

ASB-Bundesgeschäftsstelle Berlin

Friedrichstraße 194-199
10117 Berlin