5 Jahre nach der Hochwasserflut in NRW und Rheinland-Pfalz: Wie krisenfest ist Deutschland?
Neue Studienergebnisse des ASB-Resilienzprogramms zu Vorsorge, Vertrauen, Engagement und gesellschaftlicher Resilienz.
Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz stellt sich eine zentrale Frage: Welche Lehren wurden aus den Krisenerfahrungen der vergangenen Jahre gezogen und wie gut ist unsere Gesellschaft heute auf zukünftige Krisen vorbereitet?
Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) hat gemeinsam mit der Krisen- und Katastrophenforschungsstelle an der FU Berlin (KFS) und der Hochschule Bielefeld (HSBI) im Rahmen des ASB-Resilienzprogramms untersucht, welche Faktoren Menschen und Gemeinschaften widerstandsfähig machen und welche Voraussetzungen es braucht, um Krisen besser bewältigen zu können.
Die Studien basieren auf Untersuchungen in den nordrhein-westfälischen Kommunen Erftstadt und Mechernich, die von der Flutkatastrophe 2021 betroffen waren, sowie in Neustadt in Sachsen, das bereits 2013 ein Hochwasser erlebt hatte. Die Ergebnisse ermöglichen damit einen vergleichenden Blick auf Krisenerfahrungen und Resilienz in unterschiedlichen regionalen Kontexten.

Das Hochwasser 2021 führte zu großflächiger Zerstörung, wie hier in Blessem, einem Stadtteil von Erftstadt in Nordrhein-Westfalen.
Foto: ASBDas ASB-Resilienzprogramm verbindet wissenschaftliche Forschung mit der Entwicklung praxisnaher Ansätze zur Stärkung gesellschaftlicher Resilienz. Die Ergebnisse werden erstmals im Rahmen dieser Pressekonferenz vorgestellt. Die Studien zeigen unter anderem:
- warum viele Menschen trotz zunehmender Krisen weiterhin nicht ausreichend vorbereitet sind,
- welche Rolle Gemeinschaft, Engagement und Vertrauen für die Bewältigung von Krisen spielen,
- und welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, um die Resilienz unserer Gesellschaft zu stärken.
Darüber hinaus wird mit der Resilienz-Kartenbox ein im Projekt entwickeltes Angebot vorgestellt, das Menschen niedrigschwellig dabei unterstützen soll, sich mit Krisenvorsorge, Gemeinschaft und Resilienz auseinanderzusetzen.
Es sprechen
- Knut Fleckenstein, Bundesvorsitzender des ASB Deutschland e. V.
- Edith Wallmeier, Geschäftsführerin Einsatzdienste & Bildung des ASB Bundesverband
- Dr. Cordula Dittmer, Katastrophenforschungsstelle Berlin
- Max Aulenbacher, Hochschule Bielefeld
- Johannes Thormann, Geschäftsführer ASB Rhein-Erft/Düren e. V. und Einsatzkraft beim Hochwasser 2021
Moderation:
Diana Zinkler, Fachbereichsleiterin Kommunikation & Public Affairs, ASB Deutschland e. V.
Der ASB lädt Vertreter:innen von Medien sowie interessierte Akteur:innen aus Politik, Wissenschaft, Hilfsorganisationen und Zivilgesellschaft herzlich zur hybriden Pressekonferenz in die Berliner ASB-Bundesgeschäftsstelle oder zur Teilnahme per Livestream ein.
Datum: 7. Juli 2026
Uhrzeit: 11.00 Uhr
Ort: Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e. V.
Bundesgeschäftsstelle Berlin
Alte Jakobstraße 79-80
10179 Berlin
Livestream: https://streamyard.com/watch/stgayehmCfH2
Wir bitten um Anmeldung bis zum 6. Juli 2026 unter . Bitte geben Sie dabei an, ob Sie vor Ort oder online teilnehmen möchten.
