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Haiti | Karibik

Nothilfe nach Hurrikan Melissa

Nach Hurrikan Melissa leistet der ASB in Haiti Soforthilfe in den Gemeinden Port-Salut, Camp-Perrin und Jérémie und versorgt betroffene Familien mit Lebensmitteln, sicherem Trinkwasser und Hygieneartikeln. Bargeld und Maßnahmen zur Vorsorge für zukünftige Katastrophen ergänzen die Unterstützung. So werden die Lebensbedingungen rasch stabilisiert, Gesundheits- und Sicherheitsrisiken verringert und die Grundlage für Wiederaufbau und mehr Resilienz gelegt.

Das Projekt

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    Projekttitel: Nothilfeprojekt nach Hurrikan Melissa

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    Projektregion: Camp-Perrin, Port-Salut und Jérémie, Haiti

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    Finanzierung: Aktion Deutschland Hilft (ADH), ASB-Eigenmittel

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    Projektvolumen: 39.775 Euro

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    Laufzeit: 01.11.2025 – 30.04.2026

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    Zielgruppe: vertriebene und besonders schutzbedürftige Familien, Frauen und Mädchen in Notunterkünften, von Frauen geführte Haushalte, Familien mit Kindern unter fünf Jahren, ältere Menschen und Menschen mit Erkrankungen, Familien in von zukünftigen Katastrophen bedrohten Gebieten

Im Oktober 2025 traf Hurrikan Melissa Haiti mit starken Winden und heftigen Regenfällen. Überschwemmungen beschädigten Häuser, zerstörten Ernten und legten die Wasserversorgung in mehreren Teilen des Landes lahm. Besonders im Süden verloren viele Familien durch den Sturm schlagartig ihre Lebensgrundlagen und Einkommensquellen. Allein in Port-Salut wurden rund 1.900 Menschen in überfüllte Notunterkünfte evakuiert; in Jérémie und Camp-Perrin herrschen ähnliche Bedingungen. In dieser Situation ermöglicht der ASB betroffenen Familien, ihre dringendsten Bedürfnisse zu decken, und unterstützt sie in den ersten Wochen nach der Katastrophe.

So hilft der ASB in Haiti

Lebensmittel für besonders betroffene Familien

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Um Familien, die durch den Hurrikan ihre Ernte oder Vorräte verloren haben, bei der Deckung ihrer unmittelbaren Bedürfnisse zu unterstützen, verteilt der ASB Notfall-Lebensmittelpakete an 300 Familien in Port-Salut, Camp-Perrin und Jérémie. Viele dieser Familien waren erst 2025 aus der Hauptstadt vor der Bandengewalt geflohen. Die Pakete versorgen die Haushalte in den ersten Wochen nach der Katastrophe mit lebensnotwendigen Lebensmitteln. Besonderer Schwerpunkt liegt auf Familien, die besonders stark vom Hurrikan getroffen worden sind, etwa innerhalb Haitis vertriebenen Familien und von Frauen geführten Haushalten.

Hygiene und Prävention von Krankheiten

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Aufgrund überfüllter Notunterkünfte und beengter Wohnverhältnisse stieg nach Hurrikan Melissa das Risiko für die Ausbreitung von Krankheiten. Um den betroffenen Familien eine grundlegende Hygiene zu ermöglichen, verteilt der ASB 300 Hygiene-Sets an Frauen und Mädchen in Notunterkünften in Port-Salut, Camp-Perrin und Jérémie. Jedes Set enthält Hygieneartikel für die Menstruation sowie wichtige Körperpflegeprodukte.

Versorgung mit sicherem Trinkwasser

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Überschwemmungen und beschädigte Wasserversorgungssysteme erschweren nach der Katastrophe in vielen Gemeinden den Zugang zu sicherem Trinkwasser. Mithilfe von SkyHydrant-Filtersystemen bereitet der ASB fast 100.000 Liter an sicherem Trinkwasser auf. Diese Maßnahme trägt dazu bei, das Risiko von durch Wasser übertragenen Krankheiten zu verringern, die nach Naturkatastrophen häufig zunehmen.

Bargeldhilfen

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In einer späteren Phase des Projekts stellt der ASB Bargeldhilfen für 150 Haushalte mit besonders hohem Bedarf an Unterstützung zur Verfügung, um den Wiederaufbau in Port-Salut zu unterstützen. Auf diese Weise können die Familien individuell auf Bedürfnisse reagieren, die durch Lebensmittel- und Hygiene-Pakete nicht vollständig gedeckt werden. Von Frauen geführte Haushalte, Familien mit kleinen Kindern, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen oder ernsten Erkrankungen erhalten hierbei Vorrang.

Sensibilisierung für Katastrophenvorsorge

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Neben der Linderung der unmittelbaren Folgen nach Hurrikan Melissa umfasst das Projekt Maßnahmen, die die Bevölkerung für Anpassungen an den Klimawandel sensibilisieren und auf zukünftige Katastrophen besser vorbereiten. Durch mobile Aufklärungsarbeit durch geschulte Gemeindemitarbeitende, Megafone und öffentliche Durchsagen in Hochrisikogebieten wird vermittelt, wie Frühwarnzeichen rechtzeitig erkannt werden, durch welche Maßnahmen sich Haushalte auf Katastrophen vorbereiten können und wie jede:r Einzelne im Evakuierungsfall richtig handelt. Antworten auf die Fragen, wie sich Gemeinden an den Klimawandel anpassen und welche Maßnahmen die Auswirkungen von Katastrophen verringern können, sind ebenso Teil der Aufklärungsarbeit. Auf diese Weise zielt das Projekt darauf ab, die Vorsorge und den richtigen Umgang mit Katastrophen in Gemeinden zu stärken, die tropischen Stürmen besonders stark ausgesetzt sind, und eine stärkere Resilienz auf lokaler Ebene zu schaffen.


Unterstützt durch:

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