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Myanmar | ASB-Auslandshilfe

Soforthilfe nach Erdbeben in Zentral-Myanmar

In Zusammenarbeit mit arche noVa und lokalen Partnern wird in sieben besonders stark betroffenen Gemeinden am Inle-See der Zugang zu sauberem Trinkwasser durch die Reparatur von Wasserinfrastruktur verbessert. Darüber hinaus erhalten vom Erdbeben betroffene Haushalte Hygienepakete, die die persönliche Körperhygiene sicherstellen und wasserbedingten Krankheiten vorbeugen. Außerdem werden Planen und Shelter-Kits mit Hilfsgütern wie Matten oder Moskitonetzen verteilt, um beschädigte Dächer abzudichten und Schutz vor Witterung und Krankheitserregern zu bieten.

Das Projekt

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    Projekttitel: ESCAPE - Emergency Support & Community Assistance Post-Earthquake

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    Projektregion: sieben Gemeinden am Inle Lake, Shan State, Myanmar

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    Finanzierung: Aktion Deutschland Hilft (ADH)

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    Projektvolumen: 140.870 Euro

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    Laufzeit: 01.04.2025 – 30.06.2025

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    Zielgruppe: Besonders gefährdete Menschen wie alleinerziehende Frauen, ältere Menschen, Menschen mit Behinderung oder in Armut lebende Haushalte

Am 28. März 2025 erschütterte ein starkes Erdbeben Zentral-Myanmar und verursachte weitreichende Schäden. Eine hohe Zahl von Wohnhäusern wurde zerstört, maßgeblich bedingt durch die vor Ort übliche Bauweise aus Holz und auf Stelzen. Auch wurde der Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen massiv beeinträchtigt.

Erschwerend kam hinzu, dass sich die betroffenen Gemeinden zum Zeitpunkt des Erdbebens von den Überschwemmungen infolge des Zyklons Yagi erholten, sodass das Erdbeben die ohnehin schon prekäre Lage noch einmal erheblich verschärfte. Die Inle-See-Region liegt auf einer Höhe von rund 830 Metern über dem Meeresspiegel und ist klimatisch extremen Bedingungen mit heißen Tagen und kalten Nächten ausgesetzt.

Durch das Projekt wird dringend benötigte humanitäre Hilfe geleistet, die nicht nur unmittelbare Bedarfe deckt, sondern auch zur längerfristigen Stabilisierung der betroffenen Gemeinden beiträgt. Der ASB arbeitet gezielt mit Akteuren vor Ort wie lokalen Partnerorganisationen und bestehenden Village Development Committees (VDCs), aber auch Binnenvertriebenen in Gastgemeinden zusammen – einer Gruppe, die leicht übersehen wird, da die Haushalte vielfach nicht offiziell registriert sind. So wird nicht nur sichergestellt, dass die Hilfsmaßnahmen diejenigen erreichen, bei denen die Bedarfe am größten sind, sondern es wird auch ein wichtiger Beitrag zur Förderung des Zusammenhalts in der Krisensituation geleistet.

So hilft der ASB in Myanmar

Trinkwasser- und Sanitärversorgung

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In den vom Erdbeben betroffenen Gemeinden rund um den Inle-See wurde im Vorfeld eine umfassende Analyse der Infrastruktur in Sachen Trinkwasserzugang, Sanitärversorgung und Hygiene vorgenommen. Durch die so gewonnenen Erkenntnisse konnten die am dringendsten benötigten Maßnahmen zur Wiederherstellung von Wasser- und Sanitärinfrastruktur identifiziert werden. Zunächst werden drei erhöhte Wassertanks saniert, die die Trinkwasserversorgung für über 600 Haushalte sichern; weitere Sanierungen sind für die nächste Projektphase geplant.

Bereitstellung von Hygieneartikeln

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An 2.500 Haushalte werden Hygiene-Kits verteilt, jedes davon ausgelegt auf die Bedürfnisse eines Haushalts von etwa fünf Personen für einen Monat. Die Kits enthalten u.a. Wassereimer, Zahnpflegeprodukte, Körper- und Waschseifen, Damenbinden, Unterwäsche und Handtücher. Die Produkte dienen der Sicherstellung der persönlichen Hygiene und schützen präventiv vor der Ansteckung durch Krankheiten, die durch verunreinigtes Wasser übertragen werden. Die Hygiene-Kits sind so konzipiert, dass sie auch geschlechtsspezifische Bedürfnisse wie Menstruationshygiene berücksichtigen.

Schutz und Privatsphäre durch Planen und Shelter-Kits

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1.500 Haushalte erhalten sogenannte „Tarp-Kits“, Planen-Kits, die zur Abdichtung beschädigter Dächer dienen und eine temporäre Lösung zum Schutz vor Wind und Wetter bieten. Sie bestehen aus einer großen Plane und Draht zur Befestigung.

Welche Haushalte unterstützt werden, wird anhand des Schadensausmaßes der Wohnhäuser entschieden, das von teilweiser Beschädigung bis zur vollständigen Unbewohnbarkeit reicht. Die Entscheidung erfolgt in enger Abstimmung mit lokalen Akteuren und dem Southern Shan Shelter Cluster.

Darüber hinaus erhalten 1.000 Haushalte Shelter-Kits, bestehend aus Moskitonetzen und Kunststoffmatten als Schlafunterlage. Ziel hierbei ist es, die Schlafqualität und den Schutz vor Krankheiten wie Dengue, die von Insekten übertragen werden, zu verbessern.


Unterstützt durch:

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In Kooperation mit:

 
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