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Niger | ASB-Auslandshilfe

Nachhaltige Lebensgrundlagen und Ernährungssicherheit im Grenzgebiet von Niger und Nigeria

Seit 2005 unterstützt der ASB in Niger Geflüchtete, Vertriebene und Gemeinden, die Menschen auf der Flucht aufnehmen. In diesem grenzübergreifenden Projekt konzentrieren sich der ASB und seine Partner auf gefährdete junge Menschen und Frauen in der Region Maradi im südlichen Niger im Grenzgebiet zu Nigeria. Ziel ist es, deren Ernährungssicherheit, Lebensgrundlage und Sicherheitslage zu verbessern. Zu diesem Zweck fördert der ASB die berufliche Ausbildung junger Menschen, insbesondere in den Bereichen Landwirtschaft und klimaangepasstes Handwerk, unterstützt den sozialen Zusammenhalt zwischen den Gemeinschaften und stärkt die wirtschaftliche Unabhängigkeit der Teilnehmenden.

Das Projekt

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    Projekttitel: Verbesserung der Lebensgrundlagen und Ernährungssicherheit von gefährdeten Jugendlichen und Frauen im Grenzgebiet von Niger und Nigeria

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    Projektregion: Maradi (Niger), Katsina (Nigeria)

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    Finanzierung: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

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    Projektvolumen: Gesamtvolumen 10,2 Mio Euro, davon ASB 3,5 Mio Euro

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    Laufzeit: November 2024 - Dezember 2028

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    Zielgruppe: armutsgefährdete Jugendliche und junge Erwachsene, gefährdete Frauen, Binnenvertriebene, Geflüchtete, Rückkehrende, Gemeinden, die Menschen auf der Flucht aufnehmen

Seit mehreren Jahren ist die Sicherheitslage in der Grenzregion zwischen Niger und Nigeria durch grenzüberschreitende Kriminalität gekennzeichnet. Nichtstaatliche bewaffnete Gruppen bedrohen Bauern und Viehzüchter und haben immense Fluchtbewegungen in beiden Ländern ausgelöst. In Katsina auf nigerianischer Seite kommt es zu Entführungen, Lösegelderpressungen, gewalttätigen Übergriffen, Zusammenstößen zwischen bewaffneten Gruppen und ständigen Gegenoffensiven der Regierung. Der Zugang zu Ackerland, Produktionsmitteln und Lagereinrichtungen ist zunehmend erschwert, und Dörfer werden durch gewaltsame Angriffe zerstört. In Maradi auf nigrischer Seite haben Viehdiebstähle, Entführungen und Angriffe durch bewaffnete und kriminelle Gruppen aus Nigeria seit 2017 zugenommen. Der Klimawandel und eine unsichere Ernährungslage bedrohen die Bevölkerung, für die die Landwirtschaft die Haupteinnahmequelle darstellt. Unregelmäßiger Niederschlag, häufige extreme Wetterereignisse, Wüstenbildung, Überschwemmungen, Überweidung und Entwaldung tragen zur Bodendegeneration bei, verringern die Produktivität der landwirtschaftlichen Flächen und sind Schlüsselfaktoren für Nahrungsmittelknappheit und steigende Lebensmittelpreise.

So hilft der ASB in Niger

Einkommensmöglichkeiten für Jugendliche und junge Frauen

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Gefährdete Jugendliche und junge Frauen werden durch praxisorientierte Schulungen, Praktika und Stipendien unterstützt. In zehn Berufsbildungszentren werden Lehrpläne entwickelt, Lehrkräfte geschult sowie Werkzeuge und Maschinen bereitgestellt. Fünf verschiedene Berufsausbildungen ermöglichen den rund 1000 Teilnehmenden, marktrelevante Fähigkeiten zu erwerben, die ihnen den Einstieg in stabile Einkommensverhältnisse ermöglichen. Ergänzend erhalten Jugendliche und Frauen gezieltes Coaching, betriebswirtschaftliche Schulungen, Zugang zu kleinen Krediten, Netzwerken und weiteren Starthilfen zur Gründung kleiner Unternehmen. Neben den Neugründungen von Kleinunternehmen werden bestehende lokale Unternehmen in Ausbildungs- und Coachingprozesse eingebunden. So kann sichergestellt werden, dass die Beschäftigungsfähigkeit und Einkommenschancen für die beteiligten Menschen nachhaltig steigen.

Ernährungssicherheit durch klimaangepasste Landwirtschaft

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An elf Feldschulen nehmen Jugendliche und Frauen an Ausbildungen teil, die Wissen zu klimaangepasster Landwirtschaft und Viehzucht vermitteln. Die Schulen verfügen über wiederhergestelltes Weideland und sichere Wasserstellen, deren nachhaltige Nutzung durch Komitees zur Verwaltung der Wasserressourcen sichergestellt wird. Die Teilnehmenden wenden die erlernten Inhalte auf den eigenen Feldern an und verbessern so die Erträge und ihre Ernährung. Sie erhalten Training in wichtigen Kompetenzen wie Management, Produktion und Verkauf ihrer Produkte sowie Startkapital und Ausrüstung für ihre landwirtschaftliche Arbeit.

Ergänzend werden im Rahmen des Projekts lokale Kooperativen in Landwirtschaft und Viehzucht gegründet oder gestärkt. Diese Zusammenschlüsse bündeln die Ressourcen ihrer Mitglieder, ermöglichen Wissensaustausch und einen besseren Marktzugang für landwirtschaftliche Produkte. Auf diese Weise werden Ernährungssicherheit, der nachhaltige Umgang mit natürlichen Ressourcen und die Widerstandskraft gegenüber Krisen langfristig gestärkt.

Konfliktprävention und sozialer Zusammenhalt

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Das Projekt setzt sich dafür ein, den sozialen Zusammenhalt der Gemeinden zu verbessern und eine friedliche Konfliktlösung zu fördern. Zu diesem Zweck bietet der ASB Kurse für Jugendliche und Frauen zu Lebenskompetenzen und Empowerment, Austauschformate und Sensibilisierungsmaßnahmen an. Gemeinsame Workshops, Dialogangebote und Mediationsveranstaltungen tragen dazu bei, gegenseitiges Verständnis und ein friedliches Zusammenleben aufzubauen.

Gleichzeitig werden lokale Ausschüsse zur Konfliktvermittlung gegründet oder gestärkt, an denen Frauen und Männer mit und ohne Behinderungen beteiligt sind. Diese Gruppen initiieren gemeinschaftliche Friedensaktivitäten – etwa Kultur- und Sportveranstaltungen oder die gemeinsame Instandsetzung lokaler Infrastruktur.


Unterstützt durch:

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In Kooperation mit:

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