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Philippinen | ASB-Auslandshilfe

Inklusive Stärkung der Resilienz gegenüber Klima- und Katastrophenrisiken

In Zusammenarbeit mit der lokalen Partnerorganisation A2D stärkt der ASB in zehn besonders gefährdeten Gemeinden in der Provinz Cebu die Fähigkeiten der lokalen Bevölkerung, für Naturkatastrophen und Klimawandel vorzusorgen. Menschen mit Behinderung werden durch inklusive Schulungen in die Lage versetzt, aktiv an Planungs- und Entscheidungsprozessen mitzuwirken. In der Folge übernehmen sie in ihren Gemeinden eine Führungsrolle bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen der Katastrophenvorsorge und Klimaanpassung, wodurch die Bevölkerung und insbesondere Risikogruppen besser vor Naturkatastrophen und den Auswirkungen des Klimawandels geschützt sind.

Das Projekt

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    Projekttitel: Stärkung der Klima- und Katastrophenresilienz von zehn gefährdeten Küsten- und Inselgemeinden in der Provinz Cebu, Philippinen

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    Projektregion: Provinz Cebu, vier Munizipien und zehn Gemeinden

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    Finanzierung: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

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    Projektvolumen: 515.900 Euro

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    Laufzeit: 01.12.2022 – 28.02.2026

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    Zielgruppe: Menschen mit Behinderungen, Betroffene von Naturkatastrophen und Klimaauswirkungen, lokale Regierungsmitglieder

Aufgrund ihrer Lage am Pazifischen Feuerring sind die Philippinen einer Vielzahl von Katastrophenrisiken ausgesetzt, darunter Taifunen, Erdbeben und dem Anstieg des Meeresspiegels, die durch die Auswirkungen des Klimawandels weiter verschärft werden. Obwohl bei der inklusiven Katastrophenvorsorge erste Fortschritte erzielt wurden, sind Menschen mit Behinderung nach wie vor weitgehend von Initiativen zu Katastrophenvorsorge und Klimaschutz ausgeschlossen. Die Erfahrungen mit den Taifunen Haiyan und Rai sowie der COVID-19-Pandemie zeigen, dass Menschen mit Behinderung aufgrund bestehender Barrieren und fehlender Teilhabemöglichkeiten noch immer besonders gefährdet durch Naturkatastrophen sind.

Das Projekt verfolgt das Ziel, die Widerstandsfähigkeit von zehn Gemeinden in Cebu und insbesondere der Menschen mit Behinderungen, die in diesen Gemeinden leben, durch eine Katastrophen- und Klimarisikovorsorge zu stärken, die ihre Bedürfnisse einbezieht und sie in führender Rolle an der Umsetzung beteiligt.

So hilft der ASB auf den Philippinen

Organisationen von Menschen mit Behinderung (OPDs) stärken

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Organisationen von Menschen mit Behinderung sollen sich aktiv an lokalen Planungs- und Entscheidungsprozessen beteiligen können. Zu diesem Zweck bietet der ASB den Mitgliedern der Organisationen Schulungen und Mentoring-Programme an, die die Kenntnisse der Teilnehmenden in den Bereichen Behindertenrechte und inklusiver Katastrophenvorsorge vertiefen. So werden die Organisationen in die Lage versetzt, sich aktiv in lokalen Strukturen der Katastrophenvorsorge zu engagieren. Um ihre laufenden Kosten zu decken, betreiben die Organisationen kleine Gewerbe wie die Vermietung von Lautsprechern und Stühlen für Feiern oder den Betrieb kleiner Läden. Zu diesem Zweck erhalten sie Schulungen in Unternehmertum und Finanzmanagement und lernen, wie sie ihr Unternehmen auch bei unerwarteten Ereignissen wie Naturkatastrophen handlungsfähig halten können. 

Sensibilisierung lokaler Regierungsstellen zu Inklusion und Teilhabe

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Ein grundlegender Baustein für die Teilhabe von Organisationen von Menschen mit Behinderung ist eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit den lokalen Regierungsstellen. Ziel ist es, Menschen mit Behinderung aktiv in die Planungs- und Entscheidungsprozesse in Katastrophenvorsorge und Anpassung an den Klimawandel einzubeziehen. Hier setzt der ASB an, indem er lokale Regierungsstellen und Behörden zu den Fähigkeiten, Rechten und Bedürfnissen von Menschen mit Behinderung schult. Diese sogenannten Train-the-Trainer-Schulungen zur inklusiven Katastrophenvorsorge vermitteln Kenntnisse zu inklusiven Frühwarnsystemen oder barrierefreien Evakuierungszentren und bieten praktische Ansätze zu inklusiver Kommunikation und der Mobilisierung der Menschen vor Ort. In Zusammenarbeit mit lokalen Regierungsstellen und unter der Leitung von Menschen mit Behinderung fördern zudem Social-Media- und Sensibilisierungskampagnen Inklusion, Barrierefreiheit und die Sichtbarkeit von Menschen mit Behinderung.

Stärkung der inklusiven Katastrophenvorsorge und Klimaanpassung

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Organisationen von Menschen mit Behinderung, lokale Regierungsstellen sowie die Bevölkerung – darunter besonders Menschen mit Behinderungen, ihre Angehörigen und andere gefährdete Gruppen – werden besser informiert und mit den nötigen Fähigkeiten und Ressourcen ausgestattet, um Katastrophen und Klimarisiken frühzeitig zu erkennen und zu bewältigen. Dazu arbeitet der ASB gemeinsam mit Betroffenen an der Analyse von Risiken und entwickelt zusammen mit verschiedenen Interessengruppen inklusive Notfall- und Katastrophenmanagementpläne. Außerdem bietet der ASB Schulungen zur Katastrophenvorsorge für Menschen mit Behinderung oder andere besonders schutzbedürftige Personen an und führt Simulationsübungen durch, in denen die Notfallpläne praktisch erprobt und überarbeitet werden.


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