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Süd- und Südostasien | ASB-Auslandshilfe

Grüne Einkommenschancen für junge Menschen

In Indonesien, Nepal und auf den Philippinen sind viele junge Menschen mit Klimarisiken, hoher Arbeitslosigkeit und begrenzten Zukunftsperspektiven konfrontiert. Das Programm unterstützt daher marginalisierte junge Menschen dabei, Kompetenzen in nachhaltigen Wirtschaftsfeldern aufzubauen, eigene Kleinunternehmen zu gründen, Umwelt und natürliche Ressourcen zu schützen und aus Klimaherausforderungen neue Perspektiven für Beschäftigung und Einkommen zu schaffen.

Das Projekt

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    Projekttitel: Wegbereiter für eine grüne Zukunft: Grüne Einkommensperspektiven für marginalisierte junge Menschen

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    Projektregion: Indonesien, Nepal, Philippinen

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    Finanzierung: Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

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    Projektvolumen: 1.067.584 Euro

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    Laufzeit: 01.09.2025 - 31.08.2028

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    Zielgruppe: Junge Frauen, junge Menschen mit Behinderung oder aus einkommensschwachen Haushalten, von jungen Menschen geführte Organisationen und Netzwerke, Organisationen von Menschen mit Behinderung, Bildungseinrichtungen, staatliche Akteure von der lokalen bis zur nationalen Ebene, Akteure aus der Privatwirtschaft

In den Projektländern wachsen viele junge Menschen in Gegenden auf, die in hohem Maße von Klimawandel, Katastrophen und Umweltschäden betroffen sind. Die Gemeinden, in denen sie leben, sind von natürlichen Ressourcen wie landwirtschaftlich nutzbarem Land, Wäldern und Küstenökosystemen abhängig, die zunehmend durch Überschwemmungen, Stürme oder Umweltverschmutzung bedroht sind. Wenn Katastrophen eintreten oder Ökosysteme zerstört werden, sind junge Menschen oft die Ersten, die ihre Lebensgrundlage verlieren.

Trotz ihrer Motivation und ihres Engagements für Umweltschutz fehlt es vielen jungen Menschen an den notwendigen Kompetenzen, um in umweltfreundlichen Geschäftszweigen Beschäftigung zu finden oder selbst unternehmerisch tätig zu werden. Ausbildungsprogramme sind begrenzt, Finanzmittel schwer zu erhalten, und von der Politik werden junge Menschen nur unzureichend berücksichtigt. Infolgedessen arbeiten viele junge Menschen in informellen und unsicheren Beschäftigungsverhältnissen oder sehen sich zur Migration gezwungen, während das Potenzial für grüne und nachhaltige Lebensgrundlagen weitgehend ungenutzt bleibt.

So hilft der ASB in Süd- und Südostasien

Praxisnahe Ausbildungen für nachhaltige Zukunftsperspektiven junger Menschen

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Viele junge Menschen haben ein großes Interesse daran, in „grünen“ Branchen zu arbeiten, verfügen jedoch über kaum Möglichkeiten, die dafür erforderlichen Fähigkeiten zu erwerben. Ausbildungsangebote in Bereichen wie nachhaltiger Landwirtschaft, erneuerbaren Energien oder Ökotourismus sind kaum vorhanden, unterfinanziert und gerade für junge Menschen aus einkommensschwachen Familien in ländlichen Gemeinden unerreichbar.

Das Projekt greift diesen Umstand auf und vermittelt praxisnah grüne Kompetenzen. Zunächst werden in Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen, Berufsbildungseinrichtungen und Branchenexpert:innen zwölf Ausbildungsmodule entwickelt, die sowohl auf die Bedürfnisse der Projektteilnehmenden als auch die tatsächlichen Marktpotentiale und Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt zugeschnitten sind. Mit Hilfe dieser Module absolvieren über 800 marginalisierte junge Menschen eine praktische Ausbildung in grünen Branchen. Ausgestattet mit neuem Wissen, praktischen Fähigkeiten und Selbstvertrauen sind sie nach Abschluss ihrer Ausbildung darauf vorbereitet, ihr Wissen in die Tat umzusetzen und nachhaltige Lebensgrundlagen in ihren Gemeinden zu schaffen.

Von jungen Menschen geführte nachhaltige Kleinunternehmen

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In den Projektgemeinden sind die meisten jungen Menschen auf traditionelle Lebensgrundlagen wie Kleinerwerbslandwirtschaft, Fischerei oder informellen Handel angewiesen. Diese Tätigkeiten bieten zwar kurzfristig Einkünfte, sind jedoch sehr anfällig für die Auswirkungen von Katastrophen und Klimawandel. Die Gründung eines eigenen Kleinunternehmens ist für die meisten jungen Menschen aufgrund begrenzter Kapitalmittel, technischer Kenntnisse und fehlenden Marktzugangs unerreichbar.

Das Projekt hilft daher jungen Menschen dabei, Ambitionen in die Tat umzusetzen. Durch gezielte Schulungen und Mentoring entwickeln rund 300 junge Menschen praktische Ideen und Pläne für umweltfreundliche Unternehmen, die in ihrem lokalen Kontext verwurzelt sind. Anschließend unterstützt das Projekt Kleinunternehmer:innen mit besonders überzeugenden Konzepten bei der Gründung oder Stärkung nachhaltiger und umweltfreundlicher Unternehmen. Dadurch werden schädliche Praktiken reduziert, Ressourcen effizienter genutzt und Einkommen geschaffen. Langfristiges Mentoring und Coaching sowie Unterstützung bei Vernetzung und Marktzugang tragen dazu bei, dass sich die Kleinunternehmen etablieren und nachhaltig wachsen können.

Ein unterstützendes Umfeld für Kleinunternehmertum junger Menschen

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Junge Menschen mit innovativen Geschäftsideen stoßen oft auf verschlossene Türen. So räumen staatliche Programme grünem Unternehmertum insbesondere von jungen Menschen nur selten Priorität ein, es fehlt an Koordination zwischen relevanten Behörden und Institutionen, und die Unterstützung durch den privaten Sektor ist begrenzt. Infolgedessen erweist es sich oft als schwierig, ein neues Unternehmen zu registrieren, Zugang zu Finanzmitteln zu erhalten oder von Fördermaßnahmen zu profitieren.

Durch das Projekt werden relevante Akteure an einen Tisch gebracht. Regierungsvertreter:innen sowie Vertreter:innen des Privatsektors erlangen durch Schulungen, Dialogveranstaltungen und gemeinsames Lernen ein besseres Verständnis bezüglich Herausforderungen und Potenzialen von grünem Unternehmertum junger Menschen. Das neu geschaffene Bewusstsein ermöglicht es, bestehende Richtlinien und Rahmenwerke gemeinsam mit jungen Menschen zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Durch kontinuierliche Dialog- und Koordinierungsveranstaltungen entstehen neue Partnerschaften, die ein unterstützendes Umfeld schaffen, in dem junge Menschen mit Zuversicht und langfristiger Unterstützung grüne Unternehmen aufbauen können.


Unterstützt durch:

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In Kooperation mit:

 

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