ASB-Nothilfeteam in Mosambik mit ersten Erfolgen im Kampf gegen Cholera
FAST bedeutet schnell: Nur anderthalb Wochen nach Ankunft der ASB-Nothilfeteams in Mosambik ist die erste Cholera-Behandlungsstation bereits in Betrieb und versorgt viele Erkrankte. In der Provinz Tete im Nordwesten des Landes hat unsere FAST-Einheit (First Assistance Samaritan Team) in Abstimmung mit der WHO und den örtlichen Behörden akuten Bedarf ausgemacht und sofort gehandelt.
Im Distrikt Moatize befindet sich die weit abgelegene, selbst organisierte Siedlung Nhansosa. Geschätzt 4000 Menschen, darunter viele Familien und Kinder, versuchen hier unter äußerst prekären Verhältnissen Gold zu schürfen und ihrer Armut zu entkommen – ohne Zugang zu Strom oder sauberem Wasser und weitgehend abgeschnitten von medizinischer Versorgung.
Schnelle und effektive Behandlung von Cholera
Der Cholera-Ausbruch nach den schweren Überschwemmungen in Mosambik kann in Nhansosa ohne schnelle Unterstützung verheerend werden, auch wegen der steten Zu- und Abwanderung in der provisorischen Ansiedlung. Viele Menschen kehren nach einigen Wochen oder Monaten in ihre Heimat zurück und verbreiten die unbehandelt lebensgefährliche Infektionskrankheit dadurch weiter.
Der Arbeiter-Samariter-Bund hat in Zusammenarbeit mit seinen Partnern Watsan Mozambique und Apotheker ohne Grenzen eine erste Behandlungsstation für rund 1000 Menschen etabliert. Erkrankte können durch Verabreichung einer Trinklösung mit Traubenzucker, Kochsalz und anderen Elektrolyten schnell und effektiv therapiert werden.
Ein weitere Cholera-Behandlungsstation entsteht derzeit für ein Einzugsgebiet von etwa 3000 Menschen und soll ebenfalls in Kürze ihren Betrieb aufnehmen. Freiwillige aus den Gemeinden werden aktuell von FAST-Ehrenamtlichen für den Betrieb der Stationen und der Ausgabe der Trinklösung trainiert sowie in Maßnahmen zu Hygiene und Infektionsprävention geschult.
Endlich sauberes Trinkwasser
Außerdem hat das FAST-Team bereits zwei neue Wasserstellen in der weitläufigen Siedlung in Betrieb genommen, an denen durch den Einsatz von Filtern des Typs Skyhydrant sauberes Trinkwasser aufbereitet wird – ein elementarer Baustein zur Verbesserung der Hygiene und zur Vorbeugung von Durchfallerkrankungen.
Der Schlüssel für den schnellen Erfolg des ASB-Nothilfeteams – neben seinem hohen Maß an Erfahrung und Flexibilität – ist die hohe Akzeptanz der Menschen vor Ort, die unsere Ehrenamtlichen mit offenen Armen empfingen und diverse Bauarbeiten selbst übernahmen. Eine hervorragende Grundlage für den weiteren Verlauf des Nothilfe-Einsatzes nach den Überschwemmungen in Mosambik.

Zwei neue Wasserstellen liefern durch den Einsatz von speziellen Filtern sauberes Trinkwasser und verhindern so auch eine weitere Verbreitung der Cholera.
Foto: ASBJetzt spenden und helfen
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Weitere Informationen zum FAST-Einsatz
Hintergrundinfo FAST
In den Schnelleinsatzteams, den sogenannten First Assistance Samaritan Teams (FAST), engagieren sich ASB-Mitarbeiter:innen aus dem gesamten Bundesgebiet. In ihrer Freizeit lassen sie sich zu Auslandshelfer:innen im Bereich Basismedizin und Trinkwasseraufbereitung ausbilden. Die FAST-Teams stellen ein wichtiges Soforthilfeinstrument der ASB-Auslandshilfe dar und bieten in internationalen Krisensituationen Unterstützung in den Bereichen Trinkwasserversorgung und medizinische Betreuung.

