ASB zeichnet gemeinsamen Appell zum Fossilen Ausstieg
In einem Bündnis aus Kirchen, Gewerkschaften, Umwelt- und Sozialverbänden fordert der ASB anlässlich des am 30. Juni 2026 auslaufenden Tankrabatts einen schrittweisen aber entschiedenen Ausstieg aus der Abhängigkeit von Öl und Gas sowie mehr Tempo beim Ausbau erneuerbarer Energien.
Berlin/Köln, 29. Juni 2026 – Mit dem Auslaufen des Tankrabatts werden die wirtschaftlichen Auswirkungen der Energiekrise wieder direkt sichtbar. „Zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre wird deutlich, wie abhängig wir von Energieimporten sind. Das ist teuer für uns alle“, heißt es zu Beginn des heute gemeinsam veröffentlichten Appells „Ausstieg aus Öl und Gas beschleunigen, Kosten für alle senken!“: 17 Institutionen aus dem Kreis der Klima-Allianz Deutschland, darunter auch der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e. V. (ASB), nehmen den 30. Juni 2026 zum Anlass, um auf die Kostenrisiken bei der Nutzung fossiler Energieträger und Abhängigkeit Deutschlands von Öl und Gas hinzuweisen. Sie fordern mehr Tempo bei der Energiewende sowie eine Senkung der Stromsteuer und mehr Investitionen in den Ausbau des ÖPNV. Zum selben Datum erwartet wird außerdem der jährliche Klimaschutzbericht der Bundesregierung.

Hintergrund:
Klima-Allianz Deutschland
Der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e. V. (ASB) ist seit dem 15. September 2021 Mitglied der Klima-Allianz Deutschland e.V. – einem breiten gesellschaftlichen Bündnis für ambitionierten und sozial gerechten Klimaschutz. Mit mehr als 150 Mitgliedsorganisationen aus Umwelt, Kirche, Sozialem, Bildung, Kultur, Gesundheit, Verbraucherschutz, Jugend und Gewerkschaften repräsentiert die Allianz rund 32 Millionen Menschen.
Klimaschutzbericht
Der Klimaschutzbericht der Bundesregierung muss jährlich zum 30. Juni veröffentlicht und dem Bundestag zugesandt werden. Er dokumentiert, wie stark Deutschland zum Klimawandel beiträgt, welche Maßnahmen die Bundesregierung ergreift und ob diese ausreichen, um die gesetzlich festgelegten Klimaziele zu erreichen. Mit Blick auf die bisherigen Veröffentlichungen des Expertenrats für Klimafragen (Prüfbericht) ist zu erwarten, dass Deutschland insbesondere in den Sektoren Verkehr und Gebäude zu wenig tut und die Ziele verfehlt.
