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Balkan | ASB-Auslandshilfe

Empowered: Inklusion von Menschen mit Behinderungen auf dem Balkan

Das länderübergreifende Projekt „Empowered“ setzt sich für mehr Teilhabe und Rechte von Menschen mit Behinderungen in sechs Ländern des westlichen Balkans ein. Durch regionale Netzwerke, gezielte Lobbyarbeit und Initiativen in fünfzehn Gemeinden auf dem Balkan fördert es den Zugang zu Arbeit, den Ausbau der Barrierefreiheit und eine stärkere Sichtbarkeit. Gemeinsam mit sechs Partnerorganisationen bietet der ASB Schulungen an, stärkt Unterstützungsleistungen und bringt Menschen mit Behinderung mit Entscheidungsträger:innen ins Gespräch, um langfristige Verbesserungen anzustoßen.

Das Projekt

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    Projekttitel: Empowered - Inklusion von Menschen mit Behinderungen, regionale Zusammenarbeit und Entwicklung in den westlichen Balkanstaaten

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    Projektregion: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien

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    Finanzierung: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Gemeinden aus 6 Westbalkanländern, ASB-Eigenmittel

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    Projektvolumen: 3,33 Mio. Euro

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    Laufzeit: September 2024 - April 2028

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    Zielgruppe: Menschen mit Behinderungen, die lokale Zivilgesellschaft, einschließlich Organisationen von Menschen mit Behinderung, lokale Behörden und öffentliche Einrichtungen, lokale Unternehmen

Trotz bestehender rechtlicher Rahmenbedingungen wie der UN-Behindertenrechtskonvention sind Menschen mit Behinderungen auf dem Balkan noch immer mit Ausgrenzung, Diskriminierung und einem eingeschränkten Zugang zu Beschäftigung, Bildung und Dienstleistungen konfrontiert. Menschen mit Behinderungen bleiben in der öffentlichen Politik oft unsichtbar und von Entscheidungsprozessen ausgeschlossen. Inklusive Maßnahmen scheitern an strukturellen Barrieren, unzureichender institutioneller Unterstützung und einem noch immer zu geringen öffentlichen Bewusstsein für die Belange von Menschen mit Behinderung.  Hinzu kommen soziale Stigmatisierung und noch immer verbreitete negative Stereotype. Es braucht wirksamere inklusive Mechanismen, ein stärkeres Bewusstsein und grenzüberschreitende Zusammenarbeit, damit die rechtlichen Verpflichtungen im Alltag der Menschen umgesetzt werden.

So hilft der ASB auf dem Balkan

Eine gemeinsame Stimme für die Rechte von Menschen mit Behinderungen

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Durch Kampagnen, Konferenzen und politische Dialoge bringt das Projekt Ministerien, die Zivilgesellschaft und Menschen mit Behinderung aus sechs Ländern zusammen. Zwei regionale Konferenzen bieten Vertreter:innen der nationalen und lokalen Regierungen die Gelegenheit, bewährte Verfahren auszutauschen, sich auf gemeinsame Ziele zu einigen und Prioritäten zu formulieren. Um in der breiten Öffentlichkeit ein Bewusstsein für die Herausforderungen von Menschen mit Behinderungen zu schaffen, finden zeitgleich Sensibilisierungskampagnen in sozialen und traditionellen Medien statt. So entsteht eine gemeinsame Stimme über Ländergrenzen hinweg, die gezielt für die Rechte von Menschen mit Behinderungen eintritt und nachhaltige Sichtbarkeit schafft.​​​​

Initiativen für mehr Inklusion und Barrierefreiheit auf kommunaler Ebene

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Um auf kommunaler Ebene mehr Inklusion und Barrierefreiheit zu schaffen, arbeiten in jeder der fünfzehn Gemeinden Arbeitsgruppen mit lokalen Behörden, Organisationen von Menschen mit Behinderungen und mit der Privatwirtschaft zusammen, um Bedürfnisse und Barrieren zu identifizieren sowie lokale Strategien und praxisnahe Lösungen zu entwickeln. Das Projekt fördert Pilotmaßnahmen wie die Einrichtung taktiler Blindenleitsysteme, eines barrierefreien Bürgerzentrums oder die Ausstattung von sensorischen Räumen in Tageszentren für Menschen mit Behinderungen. Diese kleinen, aber wirkungsvollen Maßnahmen tragen dazu bei, den Alltag für Menschen mit Behinderung inklusiver und zugänglicher zu machen.

Psychosoziale Unterstützung und Zugang zum Arbeitsmarkt

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Rund 600 Menschen mit Behinderung in fünfzehn Gemeinden erhalten psychosoziale Unterstützung und Beratung, um das Bewusstsein für ihre Rechte, ihr Selbstvertrauen und ihre kreativen Fähigkeiten zu stärken. Das Projekt bietet weiteren 300 Menschen mit Behinderung die Möglichkeit, an Programmen zur beruflichen Bildung teilzunehmen und Unterstützung beim Zugang zu Arbeitsmöglichkeiten zu erhalten. Die Programme sind auf die tatsächlichen Bedürfnisse des Arbeitsmarkts zugeschnitten - etwa in den Bereichen Tischlerei, Kochen oder Reparaturdienste - und bereiten Menschen mit Behinderung auf eine Erwerbstätigkeit vor. Zukünftige Arbeitgeber aus der Privatwirtschaft nehmen an unterschiedlichen Projektaktivitäten teil und werden auf diese Weise sensibilisiert, durch das Projekt geschulte Menschen einzustellen und Arbeitsplätze barrierefrei zu gestalten.


Unterstützt durch:

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In Kooperation mit:

 

ADRF - Albanian Disability Rights Foundation, Alfa Centre (Montenegro), LIR CD (Bosnien und Herzegowina), IDC - Initiative for Development and Cooperation (Serbien), PREDA Plus (Kosovo), CDI - Community Development Institute (Nordmazedonien)

Eine vollständige Liste unserer Partner finden Sie hier.

 

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