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ASB-Hilfsmissionen in Guatemala
Zentralamerika | ASB-Auslandshilfe

Ernährungssicherheit für vom Klimawandel betroffene Menschen | Zentralamerika

Der ASB leistet mit seiner Hilfe einen Beitrag zu einer nachhaltigen Ernährungssicherheit in Zentralamerika. Im Fokus des Globalprogramms stehen vulnerable kleinbäuerliche Familien im zentralamerikanischen Trockenkorridor, die vom Klimawandel betroffen sind. Ihnen hilft der ASB mit nährstoffreicher Nahrung und unterstützt sie dabei, ein verbessertes Dürrersikomanagement auf regionaler, nationaler und lokaler Ebene zu erreichen.

Das Projekt

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    Projekttitel: Ernährungssicherheit für vom Klimawandel betroffene Bevölkerungsgruppen in Zentralamerika

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    Projektregion: Honduras, Guatemala und Regional (Zentralamerika)

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    Finanzierung: Bundesministerium für Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und Eigentmittel von ASB, CORDES, ASORECH and CDH.

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    Projektvolumen: 1.466.667 Euro

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    Projektdauer: 01.09.2019 - 30.11.2022 Anschlussphase: 01.12.2023 - 31.12.2025)

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    Zielgruppe: 950 Menschen, die in Armut leben und von der Dürre stark gefährdet sind (200 Familien)

Der zentralamerikansiche Trockenkorridor erstreckt sich von Nicaragua bis Guatemala und ist jedes Jahr zwischen November und April von extremer Wasserknappheit betroffen.  In den letzten Jahren hat sich die Trockenzeit aufgrund des Klimaphänomens El Niño und der Auswirkungen der Klimakrise erheblich verlängert und zu zunehmend schweren Dürren geführt. Die aufeinanderfolgenden Dürreperioden und die geringe Resilienz haben rund 2,1 Millionen Menschen in eine Situation der Ernährungsunsicherheit gebracht. Aufgrund struktureller Probleme, wie z. B. äußerst fragilen Lebensgrundlagen, schwachen rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen und fehlende Kapazitäten für das Dürrerisikomanagement auf lokaler und nationaler Ebene, kann die Krise nicht ohne externe Unterstützung bewältigt werden.

So hilft der ASB in Zentralamerika

Verbesserte Ernährungssicherheit auf lokaler Ebene auf Basis replizierbarer Erfahrungen

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Die derzeitigen Bewältigungs- und Lösungsmechanismen hinsichtlich der Dürre bestehen bereits auf lokaler Ebene in einigen agrarökologischen Praktiken und Nachhaltigkeitsmaßnahmen. Dazu gehören der Bau von einheimischen Saatgutbanken, Regenwassergewinnung, Boden- und Wasserschutzmaßnahmen sowie die Errichtung von landwirtschaftlichen Kreditgenossenschaften. Im Allgemeinen sind die landwirtschaftlichen Praktiken jedoch meist nicht umweltfreundlich und die Strategien zur Sicherung des Lebensunterhalts unangemessen. Der ASB schult deshalb kleinbäuerliche Familien in Praktiken und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel in der landwirtschaftlichen Produktion. 

Dank Schulungen zur Verbesserung der Wertschöpfungsketten, Marketing und Kommerzialisierung ihrer landwirtschaftlichen Produkte können die Familien ihr Einkommen aus der landwirtschaftlichen Produktion und aus anderen Einnahmequellen steigern.

Implementierung von Dürre-Frühwarnsystemen auf lokaler Ebene

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Der ASB hat zusammen mit seinen Partnern das erste Pilot-Dürrefrühwarnsystem in Zentralamerika eingerichtet, das von den Programmgemeinden anerkannt und in das nationale Frühwarnsystem in Honduras integriert ist. Das lokale Dürrefrühwarnsystem empfängt und übermittelt Informationen, um die Bevölkerung zu warnen und es ihr zu ermöglichen, rechtzeitig angemessen zu handeln. Das entwickelte Dürre-Frühwarnsystem verfügt über eine Reihe von standardisierten Indikatoren für den Betrieb und die Überwachung, die an die Bedingungen des zentralamerikanischen Trockenkorridors angepasst sind. Der ASB schult Mitglieder des Gemeinde- und Bezirkskomitees für Katastrophenvorsorge, Freiwillige sowie andere Schlüsselakteure und unterstützt die Gemeinden bei der Aktualisierung ihrer Notfallpläne.

Verbesserung des Dürrerisikomanagements

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Die Kenntnisse zur Verringerung des Dürrerisikos sind in der Region gering. Der ASB führt deshalb Schulungen zu Dürrerisikomanagement, Resilienz und Anpassung an den Klimawandel durch. Zudem unterstützt er die lokalen Schlüsselakteure bei der Festlegung von Leitlinien und Instrumenten zur Einbeziehung des Ansatzes des Dürrerisikomanagement und der Dürreresilienz in nationale und regionale Politiken. Durch die geleistete Interessensvertretung erkennen drei Länder im zentralamerikanischen Trockenkorridor die bewährten Praktiken zur Verringerung des Dürrerisikos und der Resilienzfähigkeit an und fördern die Anwendung der entwickelten Praktiken.

Interessensvertretung zu Dürrerisikomanagement, Ernährungssicherheit und Resilienz

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Die Partnerorganisationen werden dafür geschult, koordinierte Pläne für die lokale, nationale und regionale Lobby- und Interessensvertretung zu den Themen Verringerung des Dürrerisikos, Ernährungssicherheit und Resilienz umzusetzen. Der ASB unterstützt ihre Lobbyarbeit, unter anderem durch die Organisation von Kommunikationskampagnen, Foren und Messen sowie im Rahmen von Koordinierungssitzungen mit nationalen und regionalen Schlüsselakteuren. Durch die Lobbyarbeit wird die Thematik an den wichtigen Stellen positioniert und wirksame Maßnahmen für gefährdete kleinbäuerliche Familien im zentralamerikanischen Trockenkorridor gefördert.