Auslandshilfe

Treffen mit georgischem Minister

In der Bundesgeschäftsstelle in Köln traf ASB-Bundesgeschäftsführer Ulrich Bauch am Dienstag, 22. März 2016, mit Mamuka Tsotniashvili, dem georgischen Vizeminister für Binnenflüchtlinge, Unterbringung und Flüchtlingshilfe, zusammen.

Der Minister besuchte die Bundesgeschäftsstelle, um über die Situation der Flüchtlinge und Binnenvertriebenen in Georgien zu sprechen. Auch Vertreter der ASB-Auslandshilfe nahmen an dem Treffen teil.

Seit den 1990er Jahren haben zahlreiche Flüchtlinge und Vertriebene aus Abchasien und Südossetien in Georgien Zuflucht gesucht. Der ASB setzt sich seit vielen Jahren für die Versorgung der Binnenvertriebenen ein. Insbesondere hilft der ASB den Neubürgern, sich in Grundlagen der Unternehmensgründung und -führung weiterzubilden und kleine und mittlere Sozialunternehmen aufzubauen.

Mit sozialen Unternehmen zu stärkerer Integration

Diese Sozialunternehmen – zum Beispiel integrative Kindertagesstätten, Pflegedienste oder eine Werkstatt für die Reparatur von Prothesen – sind zum einen die Lebensgrundlage für die Unternehmensgründer. Zum anderen schaffen sie Arbeitsplätze und helfen so bei der Integration der Flüchtlinge in die neue Heimat. Zudem kommen die Dienstleistungen der Unternehmen den Menschen in der Region, in der die Flüchtlinge Zuflucht gefunden haben, zugute – ein weiterer wichtiger Bestandteil in einer nachhaltigen Integration der Menschen.

„In Georgien haben wir in den vergangenen Jahren gute Erfahrungen beim Thema Integration gemacht", betonte ASB-Bundesgeschäftsführer Ulrich Bauch. „Einiges davon können wir nun auch in Deutschland zur Anwendung bringen." Gleichzeitig sehe der ASB jedoch auch, dass die Arbeit in dem Kaukasusstaat noch nicht beendet ist. „Wir werden unser Engagement in und für Georgien fortsetzen und möchten unsere Hilfen für Flüchtlinge und sozial schwache Familien ausbauen."

Vizeminister Mamuka Tsotniashvili lobte die Arbeit des ASB in Georgien, die er seit ihren Anfängen in den 1990er Jahren kennt und schätzt: „Es ist gut, mit dem ASB und auch dem georgischen Samariterbund SSK verlässliche Partner an unserer Seite zu wissen. Denn auch wenn einige Vertriebene schon mehrere Jahre in unserem Land leben, ist die Aufgabe, sie gut unterzubringen und ihnen beim Neustart in ein hoffnungsvolleres Leben zu helfen, noch nicht abgeschlossen."

Der ASB wird sich auch weiterhin für Flüchtlinge, Vertriebene und Menschen mit Behinderung in Georgien neinsetzen und auch sein erfolgreiches Programm zur Katastrophenvorsorge fortsetzen.