
RE!NTEGRATE: Unterstützung einer nachhaltigen Integration von Rückkehr:innen in Serbien
Mit der zweiten Phase des Projekts RE!NTEGRATE stärkte der ASB zwischen 2022 und 2025 die nachhaltige Wiedereingliederung von Rückkehrer:innen und besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen in Zentral- und Südserbien. Ziel des Projekts war es, Rückkehrer:innen in Serbien neue Bleibeperspektiven zu eröffnen und die sozialen Strukturen in den Gemeinden zu stärken. Das Projekt, das mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), ASB und Kommunen in Serbien finanziert wurde, geht nun zu Ende.
Um zu ermöglichen, dass Integration langfristig gelingt, kombinierte der ASB gemeinsam mit seinem Partner vor Ort, dem IDC, wirtschaftliche, psychosoziale und institutionelle Unterstützung. 258 Familien, die sich aus Rückkehrer:innen und besonders gefährdeten Menschen vor Ort zusammensetzen, konnten dank der Unterstützung durch RE!NTEGRATE ein stabiles Einkommen erzielen und verfügen nun über verbesserte Chancen innerhalb ihrer Gemeinde. 103 Kleingründungen wurden mit Startkapital unterstützt und über 120 Arbeitsplätze durch Kooperationen mit lokalen Unternehmen geschaffen. Außerdem konnten bisher 35 Menschen nach Abschluss einer Berufsbildung beschäftigt werden. Feldbesuche, Schulungen und individuelle Beratungsangebote halfen den Teilnehmenden, ihre Geschäftspläne umzusetzen. Nicht nur wirtschaftlich zeigten sich Erfolge: Eine zielgerichtete Sensibilisierung der Bevölkerung gegenüber Fragen von Migration, Rückkehr und den damit verbundenen Herausforderungen förderte zudem den sozialen Zusammenhalt zwischen Rückkehrer:innen und der aufnehmenden Gesellschaft.
„Durch das Projekt habe ich ein System zur Bewässerung und neue Setzlinge erhalten. Aber für mich am wichtigsten ist: Wir haben Wissen gewonnen.“
Lidija Manic
Unterhält familiengeführte Fram

In Novi Pazar, Pirot und Kruševac wurden Gemeinschafts- und Nachbarschaftszentren geschaffen, die Anlaufstelle und Lernort zugleich sind. Mehr als 2.000 Kinder und Jugendliche nahmen an Workshops teil, die nicht nur schulische Unterstützung bieten, sondern auch den sozialen Zusammenhalt fördern und das Selbstvertrauen stärken. Gemeinsame Aktivitäten wie Theateraufführungen, Marathons und kreative wie pädagogische Weiterbildungen boten die Möglichkeit, emotionale Resilienz, Lösungsorientiertheit bei Konflikten und interkulturelle Fähigkeiten zu erlernen.

„Meine Hatidža war immer ein stilles Kind. Heute rennt sie schneller zu den Workshops, als sie zur Schule geht.“
Amina Hasanbegović
Ihre Tochter nimmt an psychosozialen Workshops teil
Schließlich stärkt der ASB gezielt lokale Akteure – von öffentlichen Einrichtungen über soziale Dienste bis hin zu zivilgesellschaftlichen Initiativen – durch Schulungen, fachliche Unterstützung und die Förderung von Kapazitäten vor Ort. So wurde unter anderem die App E-associate entwickelt, die soziale Dienste bei der Betreuung von Kindern mit Behinderung durch eine digitale Plattform unterstützt. Die Anwendung sorgt für eine bessere Kommunikation zwischen Eltern, Fachkräften und sozialen Diensten und trägt zu einer verlässlicheren Betreuung bei. Durch das gemeinsame Engagement von Gemeinden, Partnerorganisationen und freiwilligen Helfer:innen können die aufgebauten Strukturen und Erfahrungen aus der Projektimplementierung langfristige Bleibeperspektiven schaffen.



