ASB-Hilfsmissionen in Guatemala
Flüchtlingshilfe im Niger

Hilfe für Tausende Flüchtlinge

In Niger unterstützt der ASB rund 15.000 Flüchtlinge aus Mali und die nigrischen Gemeinden, die die Flüchtlinge aufgenommen haben.

Niger hat tausende Flüchtlinge aus Mali aufgenommen. Viele von ihnen gehören zu Nomaden-Stämmen, die sich nun das ohnehin knappe Weideland für ihre Tiere mit den Bewohnern der nigrischen Gemeinden im Grenzgebiet zwsichen beiden Ländern teilen müssen. 

Da sowohl die nigrischen Familien als auch die Flüchtlingsfamilien überwiegend von der Viehzucht leben und entsprechend die vorhandenen Ressourcen für den Erhalt des Viehbestandes durch die erhöhte Bewohnerzahl der Region nun deutlich stärker beansprucht werden, setzt das Projekt an genau diesem Punkt an:

Futtermittelbanken sichern das Überleben

Zum einen baut der ASB Futtermittelbanken gebaut, die von den Menschen in den Dörfern selbst verwaltet werden. In Erntezeiten wird nach einem Kooperative-ähnlichen Konzept der Bestand der Futtermittel aufgestockt, um für Dürrezeiten die Ernährung des Viehs sichern zu können und den Bauern die Versorgung zu ermöglichen.

Zusätzlich bietet der ASB Trainingskurse für die Verantwortlichen an. Dabei erwerben die Bauern und Viehzüchter neue Kenntnisse über Viehzucht. Insbesondere vermitteln erfahrene Tierärzte ihnen auch Wissen über die Behandlung einfacher Tierkrankheiten und Parasiten. Durch eine Vernetzung der Futtermittelbanken unterinenander wird sichergestellt, dass dieses Wissen an alle Betroffenen weitergegeben werden kann.

Gasflaschen verhindern Ausbreitung der Wüste

Die zweite Säule des Projektes setzt auf die Verbreitung von Gas zum Kochen in den Haushalten. Wie in weiten Teilen des Sahels wird auch in den ländlichen Gebieten des Nigers eine starke Abholzung der spärlichen Baumbestände für die private Nutzung betrieben. Da dies nicht nachhaltig mit Wiederaufforstungsprogrammen begleitet ist, trägt die Praxis zu einem der wirtschaftlichen Hauptprobleme der Region bei: Der Ausbreitung von unfruchtbarem Wüstenland auf Kosten von Acker- und Weideland.

Staatliche Pilotprogramme haben gezeigt, dass die Umstellung auf das Kochen mit Gas in der Bevölkerung auif eine hohe Akzeptanz stößt. Da zudem zurzeit die Preise für Feuerholz oder Kohle durch die Abholzung stark steigen und die Nutzung von Gas mit der entsprechenden Infrastruktur für die Familien wirtschaftlicher ist, dient die Verteilung von nachfüllbaren Gasflaschen sowohl der Ernährungssicherheit als auch dem Klimaschutz.