ASB-Hilfsmissionen in Guatemala
[ Bild: ASB-Hilfsmissionen in Guatemala ]
Dürre im Niger

Mit Brunnen und Saatgut gegen den Hunger

Zu wenig Regen, die Ausbreitung der Wüste und die Folgen des Klimawandels bedrohen viele Menschenleben im Niger. Der ASB rettet Leben und setzt sich dafür ein, dass die Betroffenen sich selbst besser versorgen können. Darüber hinaus setzen wir uns dafür ein, die Menschen besser auf zukünftige Krisen vorzubereiten, so dass diese weniger Opfer fordern.

Ein Mann mit dem Turban der Tuareg schöpft Wasser aus einem Brunnen im Niger

Im Niger baut der ASB neue Brunnen und restauriert versiegte Brunnenschächte. So können Menschen und Tiere das dringend benötigte Wasser schöpfen.

Bild: ASB / Desirée von Throta

Heiß ist es in Tillia. Heiß und staubig, denn Regen ist am Rande der Sahelzone Mangelware. Seit Jahren leidet die Region unter einer Dürre. Der ASB sorgt für eine bessere Trinkwasserversorgung und kämpft gegen die Ausbreitung der Wüste.

Amadou Diallo blickt zum wolkenlosen Himmel und runzelt die Stirn. Wieder hat es nicht genug geregnet, die Wasserlöcher, an denen der junge Viehhirte seine Tiere normalerweise tränken würde, sind vertrocknet. Doch zum Glück gibt es den neuen Brunnen und die neue Tränke, die der ASB gebaut hat.

Konflikt in Mali verschärft die Situation

Amadous Familie lebt im Niger. Seit Generationen zieht sie mit ihren Ziegenherden, einigen Eseln und Kamelen von Wasserstelle zu Wasserstelle. Als 2012 in Mali der Konflikt zwischen Regierung und bewaffneten Rebellen eskalierte, flohen rund 54.000 Menschen in den benachbarten Niger. Rund 18.000 von ihnen sind ebenfalls Nomaden. Nun müssen sich immer mehr Menschen die knappen Ressourcen teilen.

„Wir leben alle friedlich miteinander", erzählt der Viehhirte. „Aber es gibt einfach nicht genug Wasser und Gras." Der ASB setzt sich darum für eine bessere Versorgung der Menschen ein. Die Helfer bohren neue Brunnen und setzen alte Brunnen wieder instand.

Dürreresistente Gräser trotzen der Wüste

Damit bei Buschfeuern nicht noch mehr Weideland zerstört wird, legt der ASB zusätzlich Feuerschutzkorridore an, die das Überspringen von Flammen von einem Gebiet auf das andere verhindern und sät dürreresistente Gräser und Pflanzen aus, die in Zukunft als Viehfutter dienen.

Amadou Diallo freut sich besonders über die neuen Tiertränken. „Auch der Wasserturm wurde saniert und wir haben neue Weiden und große Schattenplätze, an denen wir lernen, wie wir die Brunnen und Tränken instand halten", erzählt der schüchterne 21-Jährige. „Endlich weiß ich, dass sowohl meine Familie als auch unsere Tiere genug zu trinken und zu essen haben werden, um zu überleben."