Projekt des Monats August

Zirkuspädagogik

"Alice im Wunderland" heißt das neue Programm des Kinderzirkus' beim ASB Luckau/Dahme. Er hilft Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung.

Voltigieren stärkt auch das Selbstbewusstsein

Foto: Foto: ASB Kinder- und Jugendwohnstätte „Eichenhof“

Das Zirkusprojekt der Kinder- und Jugendwohnstätte „Eichenhof“ ist eine hervorragende Möglichkeit für die pädagogische und integrative Arbeit im Zusammenspiel von Kindern, Jugendlichen und Tieren.

Das Konzept der pädagogischen Zirkusarbeit beinhaltet sowohl die heilpädagogisch-therapeutische Förderung der Kinder und Jugendlichen, sowie die Einbringung tiergestützter Pädagogik.

Jedes Jahr studieren die Kinder und Jugendlichen ein neues Programm ein. Sie sind CFlowns oder Artisten, arbeiten an Dressurnummern mit Hunden oder üben sich im Voltigieren. Die Übungen fördern die Entwicklung der Nachwuchsartisten und helfen dabei, ihre Motivation aktiv zu fördern und zu fordern.

Beim aktuellen Programm "Alice im Wunderland" lag der Schwerpunkt auf artistischen Übungen im Umgang mit Tieren und der schauspielerischen Umsetzung. Neben Schwarzlichttheater und Schattenballett begeisterten die jungen Künstler ihr Publikum auch mit Tanz und Jonglage.

Der Kinderzirkus präsentierte sein neues Programm auf dem Gelände der des Eichenhofs. Premierengäste waren Eltern, Großeltern, Freunde, Lehrer sowie Sozialarbeiter der Jugendämter. Die Kinder wuchsen in der Aufführung über sich hinaus, improvisierten geschickt und konnten ihre Rollen überzeugend darstellen. Die Vorstellung rief bei allen Gästen große Begeisterung hervor und es gab positive Bestätigung für alle Akteure. Durch den langanhaltenden Beifall wurde den Kindern und Jugendlichen darüber hinaus Zuspruch, Respekt und Achtung vermittelt.

Die Zirkusakteure der Einrichtung bringen sich mit dem aktuellen Programm auch bei weiteren Anlässen in der Region ein und bezaubern zum Beispiel beim Bronzefest in Raddusch oder als Gast-Stars bei Dorffesten.

Die pädagogische Zirkusarbeit als integrative Förderung knüpft an die Fähigkeiten jedes Einzelnen an und bietet so allen Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, mitzumachen - unabhängig von körperlichen, sozialen, kognitiven oder auch kulturellen Voraussetzungen.

Durch künstlerische und musikalische Darbietungen, Pferdedressur, Akrobatik, Tanz, Zauberei, Einradfahren und Jonglieren werden außerdem motorische und soziale Kompetenzen gefördert. Die Körpersprache wird bewusst positiv beeinflusst und gefordert, was die Mitwirkenden zu verlässlichen und verständnisvollen Partnern macht. Das ist die Voraussetzung einer funktionierenden und Spaß orientierten Kooperation. Auch das Einhalten von Regeln, das Tragen von Verantwortung gegenüber sich selbst, dem Tier und vor allem der Gruppe wird durch die Zirkusarbeit gefördert.