Ambulant psychiatrische Pflege

Bei der ambulant psychiatrischen Pflege erhalten Menschen mit psychischer Erkrankung regelmäßig Hausbesuche von psychiatrischen Fachkrankenpflegern. Diese Sonderform der häuslichen Krankenpflege kann einen Krankenhausaufenthalt verhindern oder verkürzen.

Bei den Hausbesuchen der psychiatrischen Krankenpflege geht es darum, Alltagsfertigkeiten wie Kochen zu erhalten.
Foto: ASB/F. Zanettini

Die ambulant psychiatrische Pflege (APP) ermöglicht es Menschen mit einer psychischen Erkrankung, ein eigenständiges Leben in ihrer gewohnten Umgebung zu führen. Die APP ist ein aufsuchendes Angebot und unterstützt und berät die betroffenen Menschen dort, wo sie leben. Sie ergänzt damit die psychiatrische ärztliche Behandlung und trägt dazu bei, Behandlungsabbrüche und Krankenhausaufenthalte zu vermeiden.

  • Aufgaben der Ambulant psychiatrischen Pflege sind zum Beispiel:
  • Informationen und Anleitung im Umgang mit Medikamenten
  • Hilfe in akuten Krisensituationen
  • Erarbeitung von Bewältigungsstrategien
  • Vermittlung von Hilfeangeboten

Fachkompetente ASB-Mitarbeiter suchen Menschen mit einer psychischen Erkrankung  regelmäßig zu Hause oder in ihrem  gewohnten Lebensumfeld auf. Das kann täglich oder nur einmal im Monat sein. Diese Form der häuslichen Krankenpflege gibt Unterstützung in allen Lebensbereichen und hilft, das Umfeld zu beteiligen und soziale Integration zu gewährleisten.

Ambulant psychiatrische Pflege wird vom behandelnden Arzt verordnet. Die Kosten übernehmen die Krankenkassen.

Folgende ASB-Verbände bieten ambulant psychiatrische Pflege:

ASB Bonn/Rhein-Sieg/Eifel

ASB Bremen Gesellschaft für Seelische Gesundheit

ASB Hamm/Soest (Mittleres Westfalen)

ASB Köln

ASB Niederrhein

Die Sozialpsychiatrischen Zentren (SPZ) stehen allen Menschen offen, die wegen psychischer Probleme oder Erkrankungen Rat und Hilfe suchen. Auch Angehörige sind herzlich im SPZ willkommmen.